100 Seiten in 30 Sekunden – Die schönsten deutschen Buchtrailer

100 Seiten in 30 Sekunden – Die schönsten deutschen Buchtrailer
© Bücher Pustet Ansbach

© Bücher Pustet Ansbach

Nachdem ich entdeckt habe, dass „Buchtrailer“ tatsächlich so eine Art Gattung sind, habe ich einen ganzen Abend auf Youtube verbracht. Meine fünf Lieblingstrailer sind hier versammelt. Wenn Ihr auch noch einen kennt, freue ich mich über Ergänzungen!

131 Sekunden – und das Buch, welches ich vor Jahren gelesen habe, war fast wieder vollständig da… Michael Endes Meisterwerk Momo als Bilderbuch.

http://www.youtube.com/watch?v=HHVI4KzwrM4

Mister Onmipräsent, wie wir ihn kennen und lieben: Nur nicht zu dünn auftragen! Sascha Lobo schrieb mit seiner Kollegin Kathrin Passig „Dinge geregelt kriegen“ – Trailer selbstverständlich inklusive.

http://www.youtube.com/watch?v=YAlGk6NKZHI&playnext=1&list=PL37C7C128F98C0B4A

Jonathan Miles schrieb den ersten Roman in Form eines Beschwerdebriefs. Ich bin nicht sicher, ob ich ein ganzes Buch davon aushalten würde, aber der Trailer zu „Dear American Airlines“ ist großartig!

http://www.youtube.com/watch?v=7kyQ3-LB0WY&feature=related

Über Worte stolpernd, wie über Pflastersteine und bisweilen auf lang erträumte Verse stoßend… Charles Baudelaires „Die Blumen des Bösen“

http://www.youtube.com/watch?v=kUxrq7iqRRM&feature=related

Reduzierte Cyberoptik, ein bisschen Mädchenkitsch… Trotz dieses Biss-Vergleichs am Ende habe ich glatt Lust bekommen, Ally Condies „Die Auswahl“ mal aufzuschlagen…

http://www.youtube.com/watch?v=4feCKO842-E&feature=related

Unter dem Titel Das Entenkonzept – Buchtrailer als neue Kunstform gibt es bereits einen Artikel auf Litaffin zum Thema.

Learning by doing: Der Berliner Elfenbein Verlag

Learning by doing: Der Berliner Elfenbein Verlag

Ingo Držečnik (l.) mit Autor Ulrich Holbein (r.)Dass es ein mutiges Unterfangen ist, als Student ohne verlegerische Vorkenntnisse, einen eigenen Verlag zu gründen, haben wir gerade erst hier gelesen. Wie es geht, zeigt Ingo Držečnik. Vor fünfzehn Jahren gründete er zusammen mit einem Studienfreund in Heidelberg den Elfenbein Verlag.

Durch die Mitarbeit an der Literaturzeitschrift metamorphosen lernten die Studenten 1995 den Lyriker Andreas Holschuh kennen. Dessen Gedichtsammlung Unterderhand begeisterte sie auf Anhieb und so beschlossen die beiden, Holschuhs Gedichte als Buch zu veröffentlichen. Der Grundstein des Elfenbein Verlags war gelegt und es dauerte nicht lange, da lag auch schon das nächste Manuskript auf ihren Schreibtischen. Read more

Interview: „Ein Verlag muss die Programmhoheit bei sich behalten“

Interview: „Ein Verlag muss die Programmhoheit bei sich behalten“

Nicht nur litaffin feiert dieses Jahr einen wichtigen Geburtstag. Der Wallstein Verlag in Göttingen wird 25. Aus diesem Anlass reflektiert der Verlager Thedel v. Wallmoden im Gespräch mit litaffin Entwicklungen und Besonderheiten des Verlages im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen in der Buchbranche.

Litaffin: Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Geburtstag! Wenn Du Revue passieren lässt, welche Ereignisse, Entwicklungen oder Stationen würdest Du als besonders positiv bewerten?

Thedel v. Wallmoden: Ganz wichtig ist der Ausgangspunkt: Mitte der achtziger Jahre haben wir gesagt, dass das Schreiben, Verlegen und Produzieren von Büchern künftig mithilfe digitaler Medien stattfinden wird. Die Annahme, dass die Computertechnik die Basis für eine verlegerische und inhaltliche Arbeit sein würde, und dass damit ein Verlag wirtschaftlicher organisiert werden kann als bisher, war vollkommen richtig. Read more

Auf der Leipziger Buchmesse

Auf der Leipziger Buchmesse

Vom 17. bis 20. März fand eines der jährlichen Highlights der Literaturwelt statt. Vier Tage, fünf Hallen, über zweitausend Aussteller und Veranstaltungen. Wie kann man das alles schaffen? Kann man nicht, muss man aber auch nicht. 2 Tage, 2 Besucherinnen, 2 Erlebnisberichte.

Donnerstag:

Am Vorabend habe ich mich durch 73 Seiten Programm (nur für den einen Tag!) gelesen und mir ein paar interessant klingende Veranstaltungen herausgesucht. Ich habe nur einen Tag und den will ich schließlich gut nutzen! Schon vom Programm fühle ich mich einigermaßen überfordert. Donnerstag morgen gegen elf komme ich auf dem Messegelände an. Bis ich meine Eintrittskarte und einen Hallenplan in der Hand halte und meine Jacke abgegeben habe, ist eine halbe Stunde vergangen. Zuerst geht’s bei Literaturkritiker Denis Scheck vorbei, der in Druckfrisch-Manier das Beste vom Büchermarkt vorstellt. Da das aber auch nicht spannender ist als im Fernsehen und ich außer den Rücken von großen Menschen vor mir nichts sehe, schlendere ich weiter zu einem Gespräch mit den Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik des Preises der Leipziger Buchmesse. Read more

„Eine offene Stadt der Bücher“: Buenos Aires lädt zur Buchmesse

„Eine offene Stadt der Bücher“: Buenos Aires lädt zur Buchmesse

Während die Leipziger Buchmesse diese Woche ruhig anläuft, scheint ihr südamerikanisches Pedant, die 37. „Feria Internacional del Libro de Buenos Aires“, mit einem handfesten Literaturskandal zu beginnen. Inzwischen hat sich auch Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eingeschaltet. Denn niemand geringeres als der Literaturnobelpreisträger von 2010, der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, provoziert den Unmut argentinischer Intellektueller. Doch die weltweit größte spanischsprachige Buchmesse bietet vom 20. April bis zum 9. Mai 2011 glücklicherweise auch unpolitischere Themen. Die Besucher erhalten ab Ende April einen Einblick in die lebendige Literaturszene Argentiniens und dürften auch dem einen oder anderen deutschen Stand begegnen.

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Life is not a petting zoo!

Life is not a petting zoo!

by Caitlin Hahn and Joy Hawley

On Wednesday the American essayist David Sedaris filled the Babylon Mitte Cinema with tales of sadistic rabbits, alcoholic cats, and pity-craving bears. A departure from his normal autobiographical work, Sedaris presented a collection of fables that satirically commented on human nature with a modern twist.

Donning a rabbit hat to open the reading, David Sedaris and Gerd Köster, who read in German, took turns reading the selected tales. Although the stories were at times graphic and jarring, the audience appreciated their relevancy. For example, the tale of the animals who built a gate at the entrance to the forest and the rabbit that guarded it satirized the controversial topics of border control, racial profiling, and national security.

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Poesie für Japan

Poesie für Japan

© Juliane OttoZum 11. Welttag der Poesie veranstalteten die Literaturwerkstatt Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission eine Lesung der besonderen Art. Neben Lyrik in deutscher Sprache waren in diesem Jahr auch Stimmen aus Ungarn, Russland, Island und Japan hören. Die Naturkatastrophe in Japan und die Anwesenheit der Dichterin Mariko Nagai gaben dabei mehrfach Anlass zur Frage, ob es angesichts der aktuellen Lage überhaupt in Ordnung sei, sich der Poesie zu widmen. Die Veranstalter waren sich einig: Gerade in schweren Zeiten kann Lyrik Kraft und Orientierung geben, die die Menschen jetzt mehr denn je brauchen. So wurde der Abend den Opfern in Japan gewidmet. Read more

Ode an die Kunst – Michel Houellebecq: Karte und Gebiet

Ode an die Kunst – Michel Houellebecq: Karte und Gebiet

Das enfant terrible der französischen Literaturszene, der Baudelaire der Supermärkte, hat einen neues Buch geschrieben. Platz eins auf den französischen Bestseller-Listen, Gewinn des wichtigsten französischen Literaturpreises, große Begeisterung bei Freunden wie Feinden – was ist dran am neuen Roman von Michel Houellebecq?

Jed Martin ist Künstler. Er lebt allein in seiner unaufgeräumten Pariser Wohnung, lauscht dort dem rhythmischen Glucksen seines alten Warmwasserboilers und holt wie jedes Jahr zu Weihnachten seinen Vater für ein paar Stunden zum Essen aus dem Altersheim. In der Kunst hingegen will Jed sich nicht wiederholen. Er fotografiert und bearbeitet Straßenkarten der französischen Firma Michelin, malt eine Reihe von Gemälden, die Menschen wie Steve Jobs oder das Escort-Girl Aimée bei ihrer Arbeit zeigen und dokumentiert am Ende seines Lebens den Zerfall aller Dinge mittels collagenartiger Videogramme. Jed macht sich einen Namen in der internationalen Kunstszene und sein Galerist beschließt, sich für die Katalogtexte prominente literarische Unterstützung ins Boot zu holen: den weltberühmten Schriftsteller Michel Houellebecq. Read more

Comics sind nicht nur lustig…

Comics sind nicht nur lustig…


Verschiedene Zeichenstile – unterschiedliche Arten etwas zu erzählen… (© Reprodukt)

Graphic Novels haben ihre ganz eigene Faszination: Irgendwo zwischen Bild und Text, zwischen Kunst und Kommerz bilden sie Themen der unterschiedlichsten Couleur ab: Da gibt es Kriegsdokumentationen und Reisetagebücher, laute Großstadtporträts und leise Liebesgeschichten, Kriminalfälle, Weltuntergangsszenarien und Kafka-Adaptionen. Schwer haben sie es nach wie vor im Feuilleton und im Buchhandel. Ein Verlag, der dies gerne ändern möchte, ist der Berliner Verlag Reprodukt, der neben klassischen Comicalben auch Graphic Novels verlegt und in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Litaffin sprach mit Jutta Harms, langjährige Mitarbeiterin und Pressefrau, über den Begriff der Graphic Novel, über üble Comicläden, Konkurrenz aus Literaturverlagen und berührende Zeichnungen. Read more