Grenzgänger: Das journalistische E-Book

Grenzgänger: Das journalistische E-Book

Seit Jahrhunderten tobt der Kampf zwischen Journalismus und Literatur: Fakten versus Fiktion. Doch wo genau sind die Grenzen zu definieren? Wie objektiv muss ein journalistischer Text sein und wie subjektiv darf er sein? Sind kleinere Ausflüge in den Bereich der Fiktion erlaubt oder beginnt hier das Gebiet, das die Literatur als ihr Revier markiert hat? Eine Bestandsaufnahme der ewigen Zankerei zwischen journalistischer Literatur und literarischem Journalismus: das Projekt „links.rechts.hier. – Wenn Gefühl entscheidet“ vom Team 9 der Axel-Springer-Akademie. Mehr lesen

Mixtape: Die 10 besten Songtexte

Mixtape: Die 10 besten Songtexte

Sie sind hochpoetisch, mal melancholisch, mal gewitzt, absurd oder einfach nur schön: Songtexte deutscher Musiker können sich hören lassen – und das auch ohne akustische Stütze. Das bewies beispielsweise Max Herre, füherer Freundeskreis-Frontman, der im letzten Jahr auf der lit.Cologne zu Gast war: Er las seine Texte ohne Band im Rücken – ein voller Erfolg, wie ihr bei einem meiner Lieblingsblogger nachlesen könnt.

Das Verhältnis von Poesie und Songtext lotet nun zum ersten Mal auch das Poesiefestival Berlin aus: Am Freitag diskutieren zunächst Literaturwissenschaftler, Autoren und Musiker zum Thema „Lyriks. Songtexte als Dichtung“ – im Anschluss daran verwirklichen PeterLicht, Gustav und Thomas Meinecke die Theorie in tanzbare Praxis. Ein schöner Anlass, um meine Lieblingszeilen aus den 10 besten deutschen Songs zusammenzustellen. Voilà! Mehr lesen

48 Stunden Neukölln: Der LUXUSlyrikdampfer

48 Stunden Neukölln: Der LUXUSlyrikdampfer

Das Kunst- und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN bot dieses Wochenende unter anderem die Gelegenheit, Lyrik auf dem Wasser zu erleben. Die Redaktion von “lauter niemand”, Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa, lud 25 Dichter ein, auf der Spreeprinzessin zu lesen. Litaffin war um 16:00 Uhr an der Anlegestelle Wildenbruchbrücke, als sich das chilenische Literaturkollektiv Los Casagrande und das Berliner Projekt Los Superdemokraticos (LSD) zusammenschlossen und eine Stunde lang Lyrik auf Spanisch und Deutsch lasen.

Los Casagrande steht für “Intervention im öffentlichen Raum” – ein Ziel, das die Gruppe durch “Poetry Bombings” oder “Regen der Gedichte” realisiert.  Die Poeten Julio Carrasco, Cristobal Biamchi und Joaquin Prieto vertraten das Kollektiv. Sabine Scho, Rery Maldonado und Nikola Richter repräsentierten die LSD. Des Weiteren begleitete die stimmungsvolle Musik des Engländers Lee Thomas die Bootstour, was die internationale Atmosphäre zusätzlich betonte.  Mehr lesen

Streetview Literatur: Potenziale der Digitalisierung nutzen!

Streetview Literatur: Potenziale der Digitalisierung nutzen!

Viel zu oft bleiben Diskussionen über eBooks und andere digitale Buchprojekte bei der Frage nach einer angemessenen Umwandlung des ursprünglichen Printprodukts stecken. Die wahren Potenziale, die die Digitalisierung dem Buchmarkt, der Produktion von Literatur, dem Schreiben und dem Lesen bietet, sind so nicht auszumachen. Erkennbar werden sie aber bei der Betrachtung konkreter, innovativer Beispiele, wie Streetview Literatur eines ist.

 

Ziel dieses Literaturprojektes ist es, ein Geflecht von Geschichten rund um fiktive Figuren entstehen zu lassen, die mithilfe von google Maps an realen Plätzen verortet werden. Wann immer sich die Wege dieser von vielen unterschiedlichen Autoren gezeichneten Figuren an einer Straßenecke, in einem Café oder einem anderen Ort treffen, werden die Geschichten verknüpft und der Leser kann nach eigenen Wünschen durch die Erzählungen navigieren. Im Interview (audio) mit litaffin stellt Marion Schwehr ihr inspirierendes Projekt vor.

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Die strategische Vermessung künstlerischer Kollektive

Die strategische Vermessung künstlerischer Kollektive

Seminar von Daniel Kehlmann und Adam Thirlwell im SoSe 2011Im Rahmen der Samuel Fischer-Gastprofessur für Literatur werden in diesem Sommersemester Daniel Kehlmann und Adam Thirlwell den Berliner Studenten die Möglichkeit geben, in einem experimentellen Umfeld ihr Literaturverständnis gemeinsam neu zu ordnen.

Nicht immer muss man lange im Vorlesungsverzeichnis suchen, um Perlen wie diese ausfindig zu machen. Manchmal genügt es, lediglich die Namen der Dozenten zu überfliegen und der Blick gerät ins Stocken. Zwei der wohl meist besprochenen Gegenwartsautoren veranstalten in den kommenden Wochen  an der FU Berlin ein Seminar, in dem sie nichts weniger im Sinn zu haben scheinen, als der fortschreitenden Vereinsamung und Selbstgenügsamkeit des Kulturbetriebs entgegenzutreten. Mehr lesen