Streetview Literatur: Potenziale der Digitalisierung nutzen!

Viel zu oft bleiben Diskussionen über eBooks und andere digitale Buchprojekte bei der Frage nach einer angemessenen Umwandlung des ursprünglichen Printprodukts stecken. Die wahren Potenziale, die die Digitalisierung dem Buchmarkt, der Produktion von Literatur, dem Schreiben und dem Lesen bietet, sind so nicht auszumachen. Erkennbar werden sie aber bei der Betrachtung konkreter, innovativer Beispiele, wie Streetview Literatur eines ist.

 

Ziel dieses Literaturprojektes ist es, ein Geflecht von Geschichten rund um fiktive Figuren entstehen zu lassen, die mithilfe von google Maps an realen Plätzen verortet werden. Wann immer sich die Wege dieser von vielen unterschiedlichen Autoren gezeichneten Figuren an einer Straßenecke, in einem Café oder einem anderen Ort treffen, werden die Geschichten verknüpft und der Leser kann nach eigenen Wünschen durch die Erzählungen navigieren. Im Interview (audio) mit litaffin stellt Marion Schwehr ihr inspirierendes Projekt vor.


Hört im Audiomitschnitt, welche Idee hinter dem Projekt steckt, wie dabei eine neue Form der Literatur entsteht, was sich bisher getan hat und wo das Ganze noch hinführen soll.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Bis voraussichtlich Ende Juli müssen wir noch warten, bis das Streetview Literatur-Internetportal mit Navigationsmöglichkeiten zwischen den Geschichten online geht. Solange kann man aber schon einige der Texte aus Berlin, Leipzig, München und Nürnberg auf dem dazugehörigen Blog lesen und einen ersten Eindruck gewinnen.

Zeit genug, um über die eigene Teilhabe am Projekt nachzudenken, denn Streetview Literatur ist ein interaktives Projekt, das fortlaufend auf die rege Teilnahme vieler Autoren angewiesen ist. Es gibt noch viele Städte, Orte und Wege, deren Stimmungen es einzufangen gilt. Wenn bei euch im Kopf gerade eine solche Erzählung entsteht: Schreibt! Beteiligt euch und sorgt so dafür, dass das Projekt zu der erfolgreichen Abbildung des Geflechts von Menschen, Geschichten und Orten führt, die es zu werden verspricht!

Wie das funktioniert und was aktuell bei Streetview Literatur passiert, erfahrt ihr auf dem Blog oder bei Facebook.

 

Foto Zebrastreifen © jedi-master – photolia.com
Foto Marion Schwehr © Viola Schuetz

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Über Lisa Heyse

Lisa Heyse ist nach ihrem Studium der Kulturwissenschaft und Germanistik in Bremen zu den Angewandten Literaturwissenschaftler und Litaffinen gestoßen. Nebenbei arbeitet sie als freie Lektorin, Gutachterin für Kinder- und Jugendbücher sowie Moderatorin und organisiert ein europäisches Literaturfestival in Kiel.
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1 Antwort

  1. Interessant! Und irgendwie lustig, denn mich von Street View “inspirieren” zu lassen, war so ziemlich die erste Idee, die mir auf meinen ersten Street View-Wanderungen kam. Erste Resultate hier: http://cuentacuentos.blog.de/tags/street-view/

    Jetzt bekomme ich Lust, da weiterzumachen.