51. Berliner Theatertreffen vom 5. – 18. Mai 14

51. Berliner Theatertreffen vom 5. – 18. Mai 14

Gleich neben Geburtstag, Weihnachten und Ostern gibt es für alle Theaterbegeisterte noch einen weiteren unumgänglichen Termin, der in goldenen Lettern in deren Jahreskalendern gedruckt steht – das Theatertreffen. Zum nunmehr 51. Mal kommt in Berlin das who-is-who der deutschsprachigen (und internationalen) Theaterwelt zusammen. Mittelpunkt des Treffens sind wie immer die Aufführungen der zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ der Theatersaison, die aus über 400 Stücken von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden.

Doch beschränkt sich das Festival nicht allein auf Vorstellung dieser „top-ten“. So bietet das neu konzipierte Theatertreffen-Camp mit einer Vielzahl an Diskussionen und Workshops den aktuellen gewerkschaftlichen und politischen Themen und Entwicklungen im Theater eine öffentliche Plattform. Außerdem mit dabei: junge Theaterschaffende aus aller Welt, die im Rahmen des Stipendiums des Internationalen Forums eingeladen wurden. Der Stückmarkt des Theatertreffens stellt indessen die Stücke von drei verschiedenen Theaterkünstlern vor, die versuchen, „die Unmöglickeit des Theaters zu überwinden“.

Wer keine der heiß begehrten Karten ergattern konnte, muss nicht verzweifeln. Über den eigens eingerichteten Theatertreffen-Blog lassen sich die Geschehnisse rund um das Festival nachverfolgen. Weiterhin bringt 3sat am 3. Mai die Aufführung von „Zement“, sowie „Fegefeuer in Ingolstadt“ am 10. Mai und „Onkel Wanja“ am 17. Mai direkt auf den Fernsehbildschirm.

Die diesjährigen, ausgewählten Inszenierungen sind:

– „Zement“ von Heiner Müller, Regie: Dimiter Gotscheff (Residenztheater, München)

– „Amphitryon und sein Doppelgänger“ von Heinrich von Kleist, Regie: Karin Henkel (Schauspielhaus Zürich)

– „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow (Deutsch von Angela Schanelec
nach einer Übersetzung von Arina Nestieva), Regie: Robert Borgmann (Schauspiel Stuttgart)

– „Fegefeuer in Ingolstadt“ von Marieluise Fleißer, Regie: Susanne Kennedy (Münchner Kammerspiele)

– „Reise ans Ende der Nacht“ von Louis-Ferdinand Céline (Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel in einer Bearbeitung von Frank Castorf mit Auszügen aus Heiner Müllers „Der Auftrag“), Regie: Frank Castorf (Residenztheater, München)

– „tauberbach“ von Alain Platel, Regie: Alain Platel (Münchner Kammerspiele / les ballets C de la B, Gent / NT Gent)

– „Die letzten Zeugen“ Ein Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann (Burgtheater, Wien)

– „Ohne Titel Nr. 1“ von Herbert Fritsch, Regie: Herbert Fritsch (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin)

– „Die Geschichte von Kasper Hauser“, Textfassung von Carola Dürr und Ensemble unter Verwendung von Originaldokumenten und Zitaten von Kaspar Hauser, Georg Friedrich Daumer, Jakob Wassermann, Anselm Ritter von Feuerbach, Werner Herzog u.a.,     Regie:  Alvis Hermanis (Schauspielhaus Zürich)

– Aus terminlichen Gründen kann die nominierte Inszenierung „Situation Rooms“ von Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel (Rimini Apparat) leider nicht im Rahmen des Theatertreffens aufgeführt werden.

Sterbenslangweilig – Hornbys Roman A Long Way Down verfilmt

Sterbenslangweilig – Hornbys Roman A Long Way Down verfilmt

Es ist ein heikles Thema, das Nick Hornby in seinem Roman A Long Way Down in den Mittelpunkt stellt: Suizid. Eine unpassende Headline also? Vielleicht. Doch wer Hornby kennt, weiß eigentlich, dass er diesen Drahtseilakt hinbekommt. Er erschafft vier Figuren, vier sehr unterschiedliche Menschen, die Selbstmord begehen wollen, und verstrickt diese in eine skurrile Geschichte mit schwarzem Humor. Jetzt aber gibt es die Verfilmung. Da sagt ihr vielleicht: „Nee, Literaturverfilmungen gucke ich mir eh nicht an.“ Und obwohl ich solche selbst sehr gerne schaue, wäre es in diesem Fall besser gewesen, kein Geld fürs Kino auszugeben. Mehr lesen

Ringvorlesung „Mein Roman“

Ringvorlesung „Mein Roman“

Stundenpläne, Seminare, Sprechstunden, Hausaufgaben – das Sommersemester hat angefangen und von Neuem beginnt der Unistress. Aber nicht nur für uns Studenten, sondern auch für unsere werten Herren und Damen Professoren, Dozenten, Doktoren und Privatgelehrten. Dass unsere Lehrer nebenbei auch so etwas wie ein Privatleben haben, vergisst man bei all dem Trubel schnell. Ab dem 22. April stellen deshalb nun 13 Dozenten der Geisteswissenschaften ihre persönliche Lieblingslektüre in der Ringvorlesung „Mein Roman“ vor und erklären, welche Bücher sie dazu inspiriert haben, Wissenschaftler zu werden. Teilnehmen kann jeder der will, gelesen wird immer Dienstags, von 16 bis 18 Uhr, im Hörsaal 1 b.

Das Programm:

  • 22. April 2014, Prof. Dr. Ulla Haselstein: Gertrude Stein, The Making of Americans
  • 29. April 2014, Prof. Dr. Susanne Zepp: Clarice Lispector, A Hora da Estrela (Die Sternstunde)
  • 6. Mai 2014, Prof. Dr. Andreas Mahler: Gustave Flaubert, L’Éducation sentimentale
  • 13. Mai 2014, Prof. Dr. Werner Busch: E. T. A. Hoffmann, Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern
  • 20. Mai 2014, Prof. Dr. Andrew James Johnston: Evelyn Waugh, Brideshead Revisited
  • 27. Mai 2014, Prof. Dr. Georg Witte: Saša Sokolov, Škola dlja durakov (Die Schule der Dummen)
  • 3. Juni 2014, Prof. Dr. Remigius Bunia: Laurence Sterne, Tristram Shandy
  • 10. Juni 2014, Prof. Dr. Peter Geimer: Marcel Proust, À la recherche du temps perdu
  • 17. Juni 2014, Prof. Dr. Peter-André Alt: Franz Kafka, Der Prozess
  • 24. Juni 2014, Prof. Dr. Joachim Küpper: Honoré de Balzac, Le père Goriot; Gustave Flaubert, L’Éducation sentimentale
  • 1. Juli 2014, Prof. Dr. Anne Fleig: Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
  • 8. Juli 2014, Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm: Ingo Schulze, Neue Leben
  • 15. Juli 2014, Prof. Dr. Gertrud Koch: Gustave Flaubert, Madame Bovary

Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Alle 45, Hörsaal 1 b, 14195 Berlin, U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3)

Die jungen Wilden – diesmal mit binooki

Die jungen Wilden – diesmal mit binooki
© Buchbox Berlin
© Buchbox Berlin

„Die jungen Wilden“ gehen diese Woche in eine neue Runde. Nach dem Verbrecher Verlag und dem Wagenbach Verlag ist es nun Selma Wels und ihr binooki Verlag, die ihr persönlich kennen lernen könnt.

Gastgeber ist die Kiezbuchhandlung BUCHBOX!, welche im Sechs-Wochen-Takt Verleger, Lektoren, Autoren und Illustratoren für uns einlädt. In kleiner Runde bei gutem Wein geht es dann natürlich um’s Bücher machen. Genauer: Was heißt es überhaupt, Bücher zu verlegen, die „abseits des Mainstreams den grauen Alltag erleuchten“?

Selma Wels ist Verlegerin des Kreuzberger Verlags „binooki“, den es erst seit 2011 gibt. Der Independent-Verlag hat sich darauf spezialisiert, türkische Klassiker und aktuelle türkische Belletristik in deutscher Erstübersetzung herauszubringen.

Diesen Donnerstag dreht sich auf der Kulturbühne am Helmholtzplatz bei freiem Eintritt also alles um binooki. Auch eine kleine Lesung aus einem Werk des Verlags wird es geben. Wenn ihr dabei seid, schickt eine Reservierungsmail an theresa.donner@buchboxberlin.de .

Übrigens: Lest doch zum Warmwerden schon mal das LITAFFIN-Interview mit binooki-Verlegerin Inci – hier.

Teil 3 von „Die jungen Wilden“ ­ binooki stellt sich vor, Donnerstag, 17. April 2014, um 20 Uhr, BUCHBOX! Kulturbühne am Helmholtzplatz, Lettestraße 5.

 

Zauberhaft schreckliche Realität – Eva Roman mit ihrem Debüt „Siebenbrunn“

Zauberhaft schreckliche Realität – Eva Roman mit ihrem Debüt „Siebenbrunn“

2014 – das 50. Jubiläumsjahr des Wagenbach-Verlags ist für Eva Roman zugleich ihr Debütjahr. Nach einigen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien erschien im März nun ihr Roman „Siebenbrunn“. Dabei wagt sich die junge Autorin an Tiefgründiges, ja an schwere Kost, arbeitet sich an großen Emotionen ab. Und doch ist es ein leichtfüßiges Stück geworden. Mehr lesen

7. Pub’n’Pub: Ein Blick hinter die Kulissen des Metrolit Verlages

7. Pub’n’Pub: Ein Blick hinter die Kulissen des Metrolit Verlages
© Metrolit Verlag
© Metrolit Verlag

Leander Wattig lädt wieder ein zu einem netten, entspannten und geselligen Abend. Zum siebenten Mal heißt es: Kommt vorbei und seid dabei, beim Pub’n’Pub in Berlin. Längst zum Branchen-Kulttreff erklärt, steht es außer Frage, auch am 9. April um 19.00 Uhr in das schöne Café Am Schwarzen Brett nach Tempelhof zu kommen. Da gibt es leckeren Kuchen und Snacks, erfrischende und wärmende Getränke und – am allerwichtigsten – interessante Leute zu treffen! Die neuesten Trends im Publishing kommen dabei nicht zu kurz.

Dieses Mal lässt der Metrolit Verlag hinter seine Kulissen schauen. Vor Ort werden Marketingleiter Lars Birken-Bertsch sowie Verlagsleiter Peter Graf sein und Frage und Antwort stehen. Zum Beispiel zum Aufbau eines jungen Verlages für Popkultur wie Metrolit, zu seinem Programm und wie es sich im Markt etabliert und welche Herausforderungen so ein Projekt mit sich bringt. Allgemein wird auch die Situation auf dem Buchmarkt, insbesondere für ambitionierte Verlagsprojekte, eingeschätzt. Man kann also gespannt sein!

Alle Informationen zum 7. Pub’n’Pub auf einen Blick findet ihr auch noch einmal hier.