Die Unsichtbarkeit der katalanischen Autor*innen

Die Unsichtbarkeit der katalanischen Autor*innen

Wie stark Politik und Literatur ineinander übergehen, ist im Fall von Katalonien unübersehbar. Durch die vielseitige Auslegung ist es quasi unmöglich, eine klare Grenze zu ziehen. So ist auch die Frage spannend, auf welcher Sprache katalanische Autor*innen schreiben. Und wie ist ein Buch zu klassifizieren, das von Katalan*innen auf Castellano verfasst wurde?

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From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

Erich Mühsam: Bohemien, Anarchist, Dichter, Publizist und politischer Kämpfer. Eine markante und kantige Figur des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die das erste gegenkulturelle Milieu Europas maßgeblich prägte – jenes Milieu, auf dem unser heutiger Fetisch für das Alternativkulturelle fußt. Jan Bachmann hat sich in Mühsam. Anarchist in Anführungsstrichen diesem Charakter genähert und gibt einen kurzen, anregenden Einblick in Erich Mühsams Leben und Denken. Der Comic im Tagebuchstil, der auf Mühsams originalen Tagebüchern basiert, wurde 2017 mit dem Comic-Förderpreis der Schweizer Städte ausgezeichnet. Mehr lesen

Von tierischen Merkwürdigkeiten

Von tierischen Merkwürdigkeiten

Spannend, kurios und tierisch: Mit Ich werde über diese Merkwürdigkeit noch etwas drucken lassen legen Florian Weiß und Lucia Jay von Seldeneck im Kunstanst!fter Verlag Tiermeldungen aus zwei Jahrtausenden vor, die für Hand, Hirn und Augen keine Wünsche offen lassen. 30 Geschichten nach wahren Entdeckungen über die Tierwelt. Mehr lesen

Ein Buch wie ein Traum: Marion Poschmann „Die Kieferninseln“

Ein Buch wie ein Traum: Marion Poschmann „Die Kieferninseln“

Zartheit und subtiler Sprachwitz zeichnen Marion Poschmanns 2017 erschienen Roman Die Kieferninseln aus. Die Autorin, die vor allem für ihre Lyrik bekannt ist, sorgt auch mit ihren Prosawerken immer wieder für Aufmerksamkeit. So verwundert es nicht, dass Die Kieferninseln direkt auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis stand und sie für ihr Werk mit dem Berliner Buchpreis 2017 ausgezeichnet wurde. Dieser ist nicht nur mit einem Preisgeld von 30.000 Euro dotiert, sondern beinhaltet auch die Berufung auf die Gastprofessur für deutschsprachige Poetik der Stiftung Preussische Seehandlung an der Freien Universität Berlin, die Poschmann im Sommersemester dieses Jahres antritt.

Ein Grund mehr, um sich genauer mit ihrem aktuellen Roman zu beschäftigen. Mehr lesen

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

Liv Strömquists zweite deutschsprachige Übersetzung ist seit Kurzem raus und  wird in den Medien und Buchhandlungen bereits gefeiert. Nach ihrem deutschen Graphic-Novel-Debüt Der Ursprung der Welt, einer Kulturgeschichte der Vulva, geht es nun um die Liebe. Der Ursprung der Liebe erzählt von der Entstehung der Liebesehe vor gerade einmal 150 Jahren, von den patriarchalen Wurzeln der Monogamie, von den Parallelen zwischen Liebe und Religion und vielem mehr. Angie hat sich mit Inna Barinberg, Polyamorie-Aktivistin und Bloggerin, über den neuen Comic, Liebe und Ketzertum unterhalten. Mehr lesen

Spinner, Timelines und Gendergeschichten: Drei Höhepunkte der Herbst-Bellatriste

Spinner, Timelines und Gendergeschichten: Drei Höhepunkte der Herbst-Bellatriste

Drei Mal im Jahr erscheint die Literaturzeitschrift Bella Triste. Zeitschrift für junge Literatur, deren Redaktion an der Uni Hildesheim zuhause ist. Lena hat für euch die Herbstausgabe durchstöbert und drei Texte ausgewählt, die sie besonders beeindruckt haben. Da sie einen kleinen Blick in die Redaktionsarbeit der Zeitschrift werfen wollten, hat sie interessiert, weshalb die jeweiligen Texte es in die Ausgabe geschafft haben. Also hat sie Luca aus der Bella Triste Redaktion gebeten, jeden der Texte zu kommentieren und zu erklären, was ihn besonders macht. Mehr lesen

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Halbzeit: Andreas Maiers Die Universität ist seit Februar raus, Band sechs seines elfteiligen autobiografischen Romanzyklus Ortsumgehungen. Für Andreas Maier beginnt die Studienzeit und das junge Leben könnte jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Jedoch die Sinnlosigkeit eines Lebens, das bislang nur mit Philosophie, ein bisschen Philologie und ein bisschen mehr Alkohol gefüllt wird, vermag keinen Lebensfrühling zu erwecken – bis Gretel Adorno (ja! Adorno!) mit schmerzhaft langen Fingernägeln und im Rollstuhl erscheint. Ein kurzer Roman, der erzählerisch vor sich hin schleicht, an dessen sprachlichem Können und Witz man jedoch seine Freude haben kann – inklusive selbstkritischem Humor für Geisteswissenschaftler*innen. Mehr lesen

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

It’s Indiebookday 2018, baby! Also ziehet raus in die unabhängigen Buchhandlungen dieser Welt und kaufet dort ein Buch eines Indie-Verlags, eines kleinen, unabhängigen Verlags, im Kampf gegen die großen Player der Buchbranche. Und dann macht Ihr am besten noch ein Foto von dem Buch und postet es in den Social-Media-Gemeinden Eurer Wahl, auf dass der Indiebookday und die Indie-Buchhandlungen und Indie-Verlage zu mehr Bekanntheit gelangen mögen. Wir von Litaffin beteiligen uns natürlich wie jedes Jahr und zeigen Euch hier unsere Indiebook-Empfehlungen. Let’s support Indie! Mehr lesen

Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Kollektiv BR*OTHER ISSUES treten die beiden Performance-Künstler Johannes von Dassel und Moritz Sauer als Zwillinge auf. Sie sind schwule Männer, um genau zu sein sogenannte Twinks. Das steht im Szenejargon für schlank, unbehaart, junggeblieben und weiß, wie sie in ihrer ersten gemeinsamen Performance WINK’N TWINK im TiK Nord erklären. Twinks sind dadurch zugleich gesellschaftlich privilegiert und als von der Heteronorm Abweichende benachteiligt. Zwischen schwulem Klatsch und Tratsch bringen das die beiden Darsteller ziemlich genau auf den Punkt, obwohl sie das Performen auf der Bühne nach eigener Aussage mehr für sich selbst machen. Ich habe Tränen gelacht und war doch auch zu Tränen gerührt, als Johannes und Moritz beim tabulosen Berichten über ihre ersten sexuellen Erfahrungen plötzlich sehr zerbrechlich wirken.

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