Offene See von Benjamin Myers

Offene See von Benjamin Myers

England 1946: Der sechzehnjährige Robert Appleyard beschließt, einmal noch die offene See zu sehen, bevor er den Rest seines Lebens unter Tage arbeiten muss. Auf seiner Wanderung trifft er auf Dulcie Piper, welche ihn seine düstere Zukunft einmal mehr in Frage stellen lässt. Ist für ihn ein Leben abseits von Wohlanständigkeit und Pflichterfüllung vielleicht doch noch möglich?

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Wehrhafte Texte, lose Fäden

Wehrhafte Texte, lose Fäden

Die Frage danach, was einen guten Essay ausmacht, ist wie so viele Fragen der Geistesgeschichte eine Altherrenfrage: Michel de Montaigne wusste es – er wurde für seine Essays viel gerühmt – und natürlich wusste es auch Theoriegott Theodor W. Adorno. Der hat sogar (Spiegel im Spiegel!) einen Essay über die Kunst des Essays geschrieben. »Der Essay als Form« heißt er und ist eine Ode an diese Textform, die, mit Adorno, »in Freiheit zusammen denkt, was sich zusammenfindet in dem frei gewählten Gegenstand.« Der Essay ist also, so würde Enis Maci vielleicht sagen, das Produkt einer »folgenreichen Weigerung« . Von ihr kann man lernen, dass diese Textform längst keine Altherrenangelegenheit mehr ist und ein Essay schön, zart, poetisch, derb, klug und dabei sehr politisch sein kann – das zeigt die 26-Jährige in ihrem ersten Essayband Eiscafé Europa.

von Marie Kraja

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