Gruppe A | Land 2

Einmal kämpften die Zauberer von Tecpatán mit denen von Ostuacán, die auch Tzapasnos-Quiubay genannt wurden. Die Zauberer von Ostuacán beschlossen, Tecpatán zu zerstören, und alle Einwohner wollten sie im Wasser des Totopac Flusses, der am Rand der Stadt vorbeifließt, ertränken.
Sie schickten also einen Pujpatzá hin, einen Alligator, der sich aufblähen kann. Der Pujpatzá legte sich quer über das Flussbett und schwoll und schwoll, bis er so groß wie ein Gebirge war. Da stieg das Wasser immer mehr an, bis es in die Stadt geflossen kam, und die Menschen zu ertrinken drohten. Und niemand wusste, wie das zu erklären sei, denn von einem Pujpatzá hatten sie noch nie etwas gehört.
Die Zauberer von Tecpatán schickten Tiere aus, die sollten schauen, ob solch ein Alligator nicht auch eine schwache Stelle habe. Aber sie fanden nichts dergleichen. Die Eidechse, der kleine Fisch und die Enten gingen zu ihm hin und vermochten nichts zu entdecken. Auch sie hatten noch nie etwas von einem aufschwellenden Alligator gehört.
Da kam der Krebs und stieg ins Wasser. Er spazierte über die Felsen, und die Strömung trieb ihn gegen den Pujpatzá hin. Mit seinen Zangen tastete er das Tier Stück für Stück ab, bis er eine weiche Stelle gefunden hatte. Und es war die Stelle, wo die Hände und Füße beginnen, die Achseln.
Der Krebs war zufrieden und machte kehrt und sagte es den Zauberern. Und diese sprachen: „Wir wollen Feuer-Iguanas machen und so den Alligator töten.“
Zu dieser Zeit bauten die Leute von Ostuacán, die auch Tzapasnos-Quiubay genannt werden, eine gewaltige Mauer, so dass die Leute von Ostuacán nicht nach Tecpatán gehen konnten, und die Leute von Tecpatán nicht nach Ostuacán. Die Leute von Tecpatán gruben Furchen in den Fels nahe dem Platz, der heißt El Azufre, wo schwefelhaltiges Wasser aus dem Boden tritt, und schleuderten die Feuer-Iguanas von dieser Stelle gegen die Mauer, um sie zu zerstören. Man berichtet: als die Feuer-Iguanas an die Mauer stießen, sei diese von den Tieren wie eine Feder aufgehoben und fort getragen worden.
Nur ein kleiner Teil der Mauer ist stehen geblieben, und da sind heute noch Blutspritzer zu sehen. Danach setzte man die Feuer-Iguanas gegen den Alligator ein. Da man seine schwachen Stellen nun schon kannte, fiel es nicht schwer, mit ihm fertig zu werden. Die Überschwemmung hatte ein Ende. Die Stadt war gerettet.

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