Die Sprachen der Tiere oder Die Enge des menschlichen Geistes

Die Sprachen der Tiere oder Die Enge des menschlichen Geistes

Die Naturkunden-Reihe des Matthes & Seitz Verlags erzählt, so der Verlag auf seiner Internetseite, von der „Natur […], von Tieren und Pflanzen, von Pilzen und Menschen, von Landschaften, Steinen und Himmelskörpern, von belebter und unbelebter, fremder und vertrauter Natur“. Einer der aktuellen Bände dieser Reihe stellt gerade das Konzept einer eindeutigen Trennung zwischen tierischer Natur und menschlicher Kultur infrage. Die Sprachen der Tiere der Philosophin Eva Meijer erzählt von dem, was alle Tiere, ob menschlich oder nicht-menschlich, verbindet statt zu trennen: der Sprache. Geschrieben voll ehrlicher Faszination für ‚die Tiere‘ sowie Protest gegen die tiefsitzende Annahme des Menschen, er und nur er sei einer Sprache in ihrer Komplexität mächtig. Mehr lesen

Der Charme des abblätternden Lacks. Eine (Bilder-)Reise durch Tbilisi

Der Charme des abblätternden Lacks. Eine (Bilder-)Reise durch Tbilisi

Schwarzes Meer. Bergiges Land. Alte Städte und noch ältere Klöster. Hunde und Katzen auf den Straßen. Köstliches Essen mit Walnüssen, Feigen und viel Wein. Georgien: Bella Italia des Ostens! Noch ist das kaukasische Land zwischen Europa und Asien hierzulande kaum bekannt. Spätestens dieses Jahr ändert sich das, denn Georgien ist 2018 das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse. Angie folgte für Litaffin Ende Mai einer Einladung zur Blogger*innen- und Pressereise in die georgische Hauptstadt Tbilisi und hat sich einige Tage lang intensiv mit der georgischen Gesellschaft, Kultur und Literatur befasst. Beginnen wir Teil eins der Georgien-Serie visuell! Mehr lesen

From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

Erich Mühsam: Bohemien, Anarchist, Dichter, Publizist und politischer Kämpfer. Eine markante und kantige Figur des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die das erste gegenkulturelle Milieu Europas maßgeblich prägte – jenes Milieu, auf dem unser heutiger Fetisch für das Alternativkulturelle fußt. Jan Bachmann hat sich in Mühsam. Anarchist in Anführungsstrichen diesem Charakter genähert und gibt einen kurzen, anregenden Einblick in Erich Mühsams Leben und Denken. Der Comic im Tagebuchstil, der auf Mühsams originalen Tagebüchern basiert, wurde 2017 mit dem Comic-Förderpreis der Schweizer Städte ausgezeichnet. Mehr lesen

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

Liv Strömquists zweite deutschsprachige Übersetzung ist seit Kurzem raus und  wird in den Medien und Buchhandlungen bereits gefeiert. Nach ihrem deutschen Graphic-Novel-Debüt Der Ursprung der Welt, einer Kulturgeschichte der Vulva, geht es nun um die Liebe. Der Ursprung der Liebe erzählt von der Entstehung der Liebesehe vor gerade einmal 150 Jahren, von den patriarchalen Wurzeln der Monogamie, von den Parallelen zwischen Liebe und Religion und vielem mehr. Angie hat sich mit Inna Barinberg, Polyamorie-Aktivistin und Bloggerin, über den neuen Comic, Liebe und Ketzertum unterhalten. Mehr lesen

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Halbzeit: Andreas Maiers Die Universität ist seit Februar raus, Band sechs seines elfteiligen autobiografischen Romanzyklus Ortsumgehungen. Für Andreas Maier beginnt die Studienzeit und das junge Leben könnte jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Jedoch die Sinnlosigkeit eines Lebens, das bislang nur mit Philosophie, ein bisschen Philologie und ein bisschen mehr Alkohol gefüllt wird, vermag keinen Lebensfrühling zu erwecken – bis Gretel Adorno (ja! Adorno!) mit schmerzhaft langen Fingernägeln und im Rollstuhl erscheint. Ein kurzer Roman, der erzählerisch vor sich hin schleicht, an dessen sprachlichem Können und Witz man jedoch seine Freude haben kann – inklusive selbstkritischem Humor für Geisteswissenschaftler*innen. Mehr lesen

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

It’s Indiebookday 2018, baby! Also ziehet raus in die unabhängigen Buchhandlungen dieser Welt und kaufet dort ein Buch eines Indie-Verlags, eines kleinen, unabhängigen Verlags, im Kampf gegen die großen Player der Buchbranche. Und dann macht Ihr am besten noch ein Foto von dem Buch und postet es in den Social-Media-Gemeinden Eurer Wahl, auf dass der Indiebookday und die Indie-Buchhandlungen und Indie-Verlage zu mehr Bekanntheit gelangen mögen. Wir von Litaffin beteiligen uns natürlich wie jedes Jahr und zeigen Euch hier unsere Indiebook-Empfehlungen. Let’s support Indie! Mehr lesen

Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Der Berliner Verlag Friedenauer Presse, der 1963 aus einer Buchhandlung im beschaulichen Friedenau hervorging, stand im vergangenen Jahr vor der Schließung. Friederike Jacob (zuletzt Kein & Aber) hat den Verlag zusammen mit Andreas Rötzer (Matthes & Seitz Berlin) vor dem Aus bewahrt – und wagt das spannende Projekt, einen Verlag weitestgehend alleine zu leiten. Die Ungebundenheit sowie die Möglichkeit, die Entstehung vom rohen Text zum fertigen Buch selbst zu leiten, schätzt sie dabei. Die Freiheit und die große Bandbreite an Berufsmöglichkeiten für Geisteswissenschaftler*innen führt sie gegen die unsicheren Jobaussichten junger Absolvent*innen der Geisteswissenschaften ins Feld. Friederike Jacob im Gespräch für „Und was macht man damit?“ Mehr lesen

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

Pop-Feminismus meets Malbuch-Hype: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll ist eine Mischung aus Mal-, Bastel- und Rätselbuch auf den Schienen eines jüngeren Feminismus. Das Format mag in Zeiten eines Malbuch-Hypes unter Erwachsenen zunächst befremden, nicht zuletzt auch weil kindliche Mit-Mach-Bücher im Widerspruch zu politischen Kämpfen zu stehen scheinen. Doch liegt genau in dieser Ironie der rhetorische Witz des Heftes. Während die neuen Erwachsenen-Malbücher sich der stillen Versenkung und Achtsamkeitsübung im Einfärben zart-verspielter Muster verschrieben haben, regt „Das feministische Mach-Mit-Buch“ humorvoll zu Partizipation und Austausch an. Das Aktiv-Werden bildet schließlich auch den Kern des Frauen*kampftages, weshalb dieses Buch (neben den Feministischen Tipps) in unser Special zum 8. März gehört. Gewinnen könnt ihr es auch! Mehr lesen

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

Der 8. März ist Weltfrauen*tag oder vielmehr internationaler Frauen*kampftag – Anlass für ein kleines Feminismus-Special auf Litaffin. Wir beginnen mit einigen Tipps rund um die Lese- und Buchkultur und stellen euch Verlage, Initiativen und Wege vor, über die ihr gewiss keine feministischen Buchtipps mehr verpassen werdet. Wir freuen uns über eure Ergänzungen und Anregungen. Am 8. März folgt eine Rezension von Gemma Corrells „Das feministische Mach-Mit-Buch“ – mit *Trommelwirbel* einem Gewinnspiel um ein Exemplar des Buches. Mehr lesen