From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

From Panels With Love #11: Erich Mühsam als Comicfigur

Erich Mühsam: Bohemien, Anarchist, Dichter, Publizist und politischer Kämpfer. Eine markante und kantige Figur des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die das erste gegenkulturelle Milieu Europas maßgeblich prägte – jenes Milieu, auf dem unser heutiger Fetisch für das Alternativkulturelle fußt. Jan Bachmann hat sich in Mühsam. Anarchist in Anführungsstrichen diesem Charakter genähert und gibt einen kurzen, anregenden Einblick in Erich Mühsams Leben und Denken. Der Comic im Tagebuchstil, der auf Mühsams originalen Tagebüchern basiert, wurde 2017 mit dem Comic-Förderpreis der Schweizer Städte ausgezeichnet. Mehr lesen

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

„Der Ursprung der Liebe“ und was von ihr übrig blieb

Liv Strömquists zweite deutschsprachige Übersetzung ist seit Kurzem raus und  wird in den Medien und Buchhandlungen bereits gefeiert. Nach ihrem deutschen Graphic-Novel-Debüt Der Ursprung der Welt, einer Kulturgeschichte der Vulva, geht es nun um die Liebe. Der Ursprung der Liebe erzählt von der Entstehung der Liebesehe vor gerade einmal 150 Jahren, von den patriarchalen Wurzeln der Monogamie, von den Parallelen zwischen Liebe und Religion und vielem mehr. Angie hat sich mit Inna Barinberg, Polyamorie-Aktivistin und Bloggerin, über den neuen Comic, Liebe und Ketzertum unterhalten. Mehr lesen

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Halbzeit: Andreas Maiers Die Universität ist seit Februar raus, Band sechs seines elfteiligen autobiografischen Romanzyklus Ortsumgehungen. Für Andreas Maier beginnt die Studienzeit und das junge Leben könnte jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Jedoch die Sinnlosigkeit eines Lebens, das bislang nur mit Philosophie, ein bisschen Philologie und ein bisschen mehr Alkohol gefüllt wird, vermag keinen Lebensfrühling zu erwecken – bis Gretel Adorno (ja! Adorno!) mit schmerzhaft langen Fingernägeln und im Rollstuhl erscheint. Ein kurzer Roman, der erzählerisch vor sich hin schleicht, an dessen sprachlichem Können und Witz man jedoch seine Freude haben kann – inklusive selbstkritischem Humor für Geisteswissenschaftler*innen. Mehr lesen

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

#6: Zeigt her Eure Bücher! Indiebookday 2018

It’s Indiebookday 2018, baby! Also ziehet raus in die unabhängigen Buchhandlungen dieser Welt und kaufet dort ein Buch eines Indie-Verlags, eines kleinen, unabhängigen Verlags, im Kampf gegen die großen Player der Buchbranche. Und dann macht Ihr am besten noch ein Foto von dem Buch und postet es in den Social-Media-Gemeinden Eurer Wahl, auf dass der Indiebookday und die Indie-Buchhandlungen und Indie-Verlage zu mehr Bekanntheit gelangen mögen. Wir von Litaffin beteiligen uns natürlich wie jedes Jahr und zeigen Euch hier unsere Indiebook-Empfehlungen. Let’s support Indie! Mehr lesen

Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Der Berliner Verlag Friedenauer Presse, der 1963 aus einer Buchhandlung im beschaulichen Friedenau hervorging, stand im vergangenen Jahr vor der Schließung. Friederike Jacob (zuletzt Kein & Aber) hat den Verlag zusammen mit Andreas Rötzer (Matthes & Seitz Berlin) vor dem Aus bewahrt – und wagt das spannende Projekt, einen Verlag weitestgehend alleine zu leiten. Die Ungebundenheit sowie die Möglichkeit, die Entstehung vom rohen Text zum fertigen Buch selbst zu leiten, schätzt sie dabei. Die Freiheit und die große Bandbreite an Berufsmöglichkeiten für Geisteswissenschaftler*innen führt sie gegen die unsicheren Jobaussichten junger Absolvent*innen der Geisteswissenschaften ins Feld. Friederike Jacob im Gespräch für „Und was macht man damit?“ Mehr lesen

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

Pop-Feminismus meets Malbuch-Hype: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll ist eine Mischung aus Mal-, Bastel- und Rätselbuch auf den Schienen eines jüngeren Feminismus. Das Format mag in Zeiten eines Malbuch-Hypes unter Erwachsenen zunächst befremden, nicht zuletzt auch weil kindliche Mit-Mach-Bücher im Widerspruch zu politischen Kämpfen zu stehen scheinen. Doch liegt genau in dieser Ironie der rhetorische Witz des Heftes. Während die neuen Erwachsenen-Malbücher sich der stillen Versenkung und Achtsamkeitsübung im Einfärben zart-verspielter Muster verschrieben haben, regt „Das feministische Mach-Mit-Buch“ humorvoll zu Partizipation und Austausch an. Das Aktiv-Werden bildet schließlich auch den Kern des Frauen*kampftages, weshalb dieses Buch (neben den Feministischen Tipps) in unser Special zum 8. März gehört. Gewinnen könnt ihr es auch! Mehr lesen

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

Der 8. März ist Weltfrauen*tag oder vielmehr internationaler Frauen*kampftag – Anlass für ein kleines Feminismus-Special auf Litaffin. Wir beginnen mit einigen Tipps rund um die Lese- und Buchkultur und stellen euch Verlage, Initiativen und Wege vor, über die ihr gewiss keine feministischen Buchtipps mehr verpassen werdet. Wir freuen uns über eure Ergänzungen und Anregungen. Am 8. März folgt eine Rezension von Gemma Corrells „Das feministische Mach-Mit-Buch“ – mit *Trommelwirbel* einem Gewinnspiel um ein Exemplar des Buches. Mehr lesen

Literatur im Kontext von Geschlecht und Sexualität – Das British Council Literaturseminar 2018

Literatur im Kontext von Geschlecht und Sexualität – Das British Council Literaturseminar 2018

Das British Council Literature Seminar fördert in Deutschland seit mehr als 30 Jahren die Bekanntheit neuerer britischer Literatur. Dieses wie letztes Jahr wurde Bernardine Evaristo, Autorin und Professorin für Creative Writing an der Brunel University London, mit der Leitung des Literaturseminars beehrt. Durch Evaristo, die sich als Aktivistin besonders für die Förderung von People of Colour im Literaturbetrieb einsetzt, lag der thematische Schwerpunkt auf Diversity: 2017 stand Ethnizität im Fokus, während es dieses Jahr primär um Geschlecht und Sexualität ging. So waren vom 25. bis 27. Januar 2018 unter dem Titel „Writing Gender: Sexuality, Feminism and Masculinity“ sieben britische Autor*innen verschiedenster sozialer, geschlechtlicher, sexueller, ethnischer und religiöser Hintergründe in Berlin zu Gast und führten einen wichtigen Dialog um Erfahrungen der Marginalisierung im Kontext der Literatur. Mehr lesen

From Panels With Love #8: Zen ohne Meister – Zen mit Frenk Meeuwsen

From Panels With Love #8: Zen ohne Meister – Zen mit Frenk Meeuwsen

Anfang des Monats erschien die deutschsprachige Ausgabe von Frenk Meeuwsens Graphic Novel Zen ohne Meister. Der Amsterdamer Künstler, der bislang primär als Maler bekannt war, hat seinen eigenen, engen Bezug zu Japan: Versiert in japanischen Kampfsportarten und Zen-Buddhismus, lebte er einige Zeit in Kyoto. Diese Beziehung ist Drehpunkt seines Comic-Debüts. In einer Mischung aus Autobiografie, Kulturgeschichte und Philosophie erzählt Meeuwsen von Japan, Zen und vom Leben. Mehr lesen