Sportlich lesen!

Sportlich lesen!

Mit dem Anfang der Sommer-Olympiade in London wird geschwitzt und angestrebt, die begehrten, glänzenden Medaillen zu gewinnen. Die Athleten haben oft eine besondere, eigene Geschichte, wie die neulich anwesenden Sportlerinnen aus Saudi Arabien oder der japanische Pferdesportler Hiroshi Hoketsu, 71 Jahre alt und der älteste Wettkämpfer dieser Olympiade. Mehr lesen

Sommerlektüre im Yukon? Warum nicht?

Sommerlektüre im Yukon? Warum nicht?


Beim Bachmann-Wettbewerb erhielt Lisa Kränzler, bildende Künstlerin aus Freiburg, den mit 7.500 Euro dotierten 3Sat-Preis für ihren Text “Willste abhauen”. In ihrem Debütroman Export A, im Verbrecher Verlag erschienen, erzählt sie von einem verschneiten Aufenthalt, dessen Geschichte die Erzählerin zehn Jahre später durch eine Flashback-Montage zu verarbeiten versucht. Was ist Elisabeth Kerz, 16-jährige Austauschschülerin im Yukon-Territorium, passiert?

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Buchmarkt USA: Was bedeuten die aktuellen Geschehnisse für den internationalen Buchmarkt?

Buchmarkt USA: Was bedeuten die aktuellen Geschehnisse für den internationalen Buchmarkt?

Am Mittwoch klagte das amerikanische Justizministerium fünf der größten amerikanischen Verlage und Apple an. Grund dafür: Kartellverfahren mit dem Zweck, die wachsende Macht Amazons durch einen Wechsel zum sogenannten “Agentur-Modell”, zu bremsen. Dies würde die Preise von E-Books deutlich erhöhen. Nun haben drei der fünf Verlage, HarperCollins, Hachette und Simon & Schuster, sich mit dem Justizministerium aussergerichtlich geeinigt – mit heftigen Konsequenzen. Macmillan, Penguin und Apple entschieden sich jedoch dafür, gegen die Anklage zu kämpfen. Ein Riesenerfolg für Amazon – doch was steckt hinter dem Verfahren in einem Land ganz ohne Preisbindungsgesetze für Bücher?

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Wir leben heute immer in der Zukunft

Wir leben heute immer in der Zukunft

Am Dienstag las der amerikanische Autor Gary Shteyngart im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin aus seinem neuen Roman Super Sad True Love Story. Moderiert von Sigrid Löffler und mit Matthias Scherwenikas als Sprecher, gelang der Lesung eine humorvolle Atmosphäre mit einem aufmerksamen und aufgeschlossenen Publikum.

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48 Stunden Neukölln: Der LUXUSlyrikdampfer

48 Stunden Neukölln: Der LUXUSlyrikdampfer

Das Kunst- und Kulturfestival 48 STUNDEN NEUKÖLLN bot dieses Wochenende unter anderem die Gelegenheit, Lyrik auf dem Wasser zu erleben. Die Redaktion von “lauter niemand”, Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa, lud 25 Dichter ein, auf der Spreeprinzessin zu lesen. Litaffin war um 16:00 Uhr an der Anlegestelle Wildenbruchbrücke, als sich das chilenische Literaturkollektiv Los Casagrande und das Berliner Projekt Los Superdemokraticos (LSD) zusammenschlossen und eine Stunde lang Lyrik auf Spanisch und Deutsch lasen.

Los Casagrande steht für “Intervention im öffentlichen Raum” – ein Ziel, das die Gruppe durch “Poetry Bombings” oder “Regen der Gedichte” realisiert.  Die Poeten Julio Carrasco, Cristobal Biamchi und Joaquin Prieto vertraten das Kollektiv. Sabine Scho, Rery Maldonado und Nikola Richter repräsentierten die LSD. Des Weiteren begleitete die stimmungsvolle Musik des Engländers Lee Thomas die Bootstour, was die internationale Atmosphäre zusätzlich betonte.  Mehr lesen

Twitteratur: the name says it all

Twitteratur: the name says it all

Twitteratur, das heißt “Weltliteratur in 140 Zeichen”. Das Geschenkbuch hält Schritt mit der immer wachsenden Tendenz, bekannte Romane, Stücke und Erzählungen mit Blick auf die aktuellsten Trends neu zu rekonstruieren.

Von Alexander Aciman und Emmett Rensin, zwei Studenten  der University of Chicago, konzipiert, lässt „Twitteratur“ sich  schnell lesen und umfasst circa 71 Werke in knapp 200 Seiten. Jeder Text wird von einem fiktiven Twitterer aus der Sicht einer der Figuren aus dem originalen Buch umgeschrieben. Es sind sowohl Kafka, Shakespeare und Homer als auch Stephenie Meyer und J.K. Rowling dabei. Frankenstein, zum Beispiel, wird von @Frank-N-Furter getwittert: “Es lebt! Ich hau ihm wohl besser ein paarmal den Feuerlöscher über die Rübe”. Mehr lesen

Life is not a petting zoo!

Life is not a petting zoo!

by Caitlin Hahn and Joy Hawley

On Wednesday the American essayist David Sedaris filled the Babylon Mitte Cinema with tales of sadistic rabbits, alcoholic cats, and pity-craving bears. A departure from his normal autobiographical work, Sedaris presented a collection of fables that satirically commented on human nature with a modern twist.

Donning a rabbit hat to open the reading, David Sedaris and Gerd Köster, who read in German, took turns reading the selected tales. Although the stories were at times graphic and jarring, the audience appreciated their relevancy. For example, the tale of the animals who built a gate at the entrance to the forest and the rabbit that guarded it satirized the controversial topics of border control, racial profiling, and national security.

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Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!

Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!

Gerhard Falkner ist Lyriker, Dramatiker, Essayist und Übersetzter. Im Januar erschien der erste Teil dieses Interviews, in dem er das schillernde Wesen des Literaturbetriebs diskutiert. In Teil II bietet Falkner einen Blick auf den heutigen Zustand der Literaturkritik im Zusammenspiel mit dem Markt für Literatur.


Litaffin: Man gewinnt den Eindruck, dass die Probleme, die den Literaturbetrieb betreffen, aus dem Mitmachen entstehen – dem Mitmachen der Buchhandlungen, Verlage und der Autoren selbst. Es wächst der Druck, Bestseller zu propagieren, Autoren zu inszenieren. Berufseinsteiger in den Literaturbetrieb arbeiten meist monatelang in schlecht bezahlten Praktika oder Volontariaten. Was ist Ihre Einschätzung der Lage?

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In eigener Sache: Litaffins erster Geburtstag im Buchhändlerkeller

In eigener Sache: Litaffins erster Geburtstag im Buchhändlerkeller

Der Geburtstagskuchen

Ein Beitrag von Caitlin Hahn und Sarah Ehrhardt

Am Samstag wurde abgerockt und abgetanzt, als alle Litaffinen zusammenkamen, um ein ganzes Jahr bloggen, kommentieren und Literatur erleben zu feiern.

Der Buchhändlerkeller war geschmückt mit großen roten Ballons und glitzernden Sternen, an den Wänden prangten zahlreiche Autorenportraits und Berlin-Fotos – perfekt für eine echte litaffine Fete.

Natürlich musste am Anfang etwas gesagt werden. Studiengangskoordinatorin Dorothee Risse und Litaffin-Mitgründer Dennis Grabowsky und Franziska Schramm haben wohl im Namen aller Anwesenden gesprochen, als sie denjenigen dankten, die den Erfolg von Litaffin ermöglichten. Ohne die vielen Menschen, die mitgemacht haben, wäre litaffin nicht das Blog, das es heute ist!

Um so richtig in Stimmung zu kommen, wurde ein kleines, aber sehr feines Rahmenprogramm mit Musik und Literatur organisiert. Anabelle Assaf bezauberte mit ihrer wunderbaren Stimme und spielte am Klavier unter anderem Songs von Joni Mitchell, Leonard Cohen und sogar ein eigenes Lied. Dennis und Franziska boten Erzählungen dar, die abwechselnd dunkel, lustig und romantisch daher kamen. Begeisterter Applaus bewies, dass nicht nur die Texte geschätzt wurden, sondern auch die Bühnenpräsenz der beiden überzeugte.

Schließlich wurde das Licht gedimmt, die Musik aufgedreht und die Bar geöffnet, die Lesebühne verwandelte sich zur Tanzfläche. Eine bunte Mischung aus neuen und alten Litaffinen, Dozenten, Freunden und Interviewten feierte zusammen den ersten Geburtstag unseres Blogs. Wir danken denjenigen, die diese tolle Party auf die Beine gestellt haben und natürlich allen, die Litaffin täglich lesen, pflegen und genießen. Auf viele weitere spannende Jahre!

Fotos kann man sich hier anschauen!

Foto: © Sarah Ehrhardt