„Vielleicht kann es doch noch ein Roman werden“

„Vielleicht kann es doch noch ein Roman werden“

Isabelle Lehn schreibt Prosa und hat schon eine ganz beeindruckende Schreib-Karriere hingelegt: Finalistin beim 19. Open Mike, Publikumspreis des diesjährigen Prosanova-Festivals und zahlreiche Stipendien. Vergangenen Freitag war sie beim Literatursalon am Kollwitzplatz zu Gast. Davor sprach sie im Interview von ihrem Gewinnertext „Aladdin, COB“, vom politischen Schreiben und von Erwartungen des Literaturbetriebes. Mehr lesen

EBF 14: Wie macht man aus Piraten wieder Konsumenten?

EBF 14: Wie macht man aus Piraten wieder Konsumenten?

Piraterie ist im Bereich Digital Reading schon lange aktuell. Zwar strich TorBoox (Schrecken aller Verlage und größte Ebook-Flatrate) Ende 2013 die Segel, doch es gibt diverse Alternativen. „Piraterie. Zwischen hoher Kunst und Gratiswaffe“, eine Diskussion auf der Electric Book Fair mit Lars Sobiraj (Moderator), Luc Gross & Bernhard Bauch (TRAUMAWIEN) und Sascha Lazimbat (Digital Media Consultant).

Piraterie durch legale Angebote stoppen? Mehr lesen

„Hä, ich dachte, du bist das alles geloofen“ – das Wanderhuren-Catchen geht in die zweite Runde

„Hä, ich dachte, du bist das alles geloofen“ – das Wanderhuren-Catchen geht in die zweite Runde

Da denkt sich Julius Fischer für seinen neuen (Anm.: satirischen) Kurzgeschichtenband „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ einen super Titel aus, um Kommerz und Literaturbetrieb etwas auf die Schippe zu nehmen. Und prompt steht der Verlag Droemer Knaur beim Landesgericht Düsseldorf auf der Matte und fordert Schadensersatz vom sächsischen Indie-Verlag Voland & Quist. Mehr lesen

Europa: Traum und Wirklichkeit

Europa: Traum und Wirklichkeit

Am 8. Mai findet im Deutschen Theater von 9.30 bis 18 Uhr die Europäische Schriftstellerkonferenz statt. Anschließend kann bei der Langen Nacht der europäischen Literatur der literarischen Vielfalt Europas gelauscht werden. Ab 20 Uhr lesen Autoren und Autorinnen aus Serbien, Bosnien, Mazedonien, der Republik Moldau, Albanien und aus europäischen Mitgliedsstaaten Prosa und Lyrik.

Der Traum von Europa. Hat er heutzutage, in Zeiten der Krise(n), noch eine Zukunft? Welche Rolle spielt Literatur in Europa – kann sie Brücken bauen? Vor der anstehenden Europawahl will die Europäische Schriftstellerkonferenz mit diesen (und mehr) Fragen an die Internationale Schriftstellerkonferenz von 1988 anknüpfen, die in Westberlin unter dem Motto „Ein Traum von Europa“ stattfand. Einige der dort anwesenden Autoren werden auch 2014 dabei sein – vor 26 Jahren hatten sie noch eine Vision von einem friedlichen und demokratischen Europa. Kann der Traum weitergeträumt werden oder hat es sich ausgeträumt? Die Idee für diese Veranstaltung hatten die Autorinnen Mely Kiyak, Nicol Ljubić, Antje Rávic Strubel, der Autor Tilman Spengler sowie Frank-Walter Steinmeier.

Bei der Langen Nacht der europäischen Literatur lesen:

20 Uhr

Nikola Madzirov, Mazedonien – Lyrik / Essays

Ersi Sotiropoulos, Griechenland – Prosa

Filipa Leal, Portugal – Lyrik

21.15 Uhr

Faruk Šehić, Bosnien – Prosa

Anneke Brassinga, Niederlande – Lyrik

Peter Schneider, Deutschland – Prosa

22.30 Uhr

Manifest Verlesung und Lindita Arapi, Albanien – Prosa

John Burnside, Großbritannien – Prosa

Deutsche Übersetzungen gelesen von: Judith Hofmann Barbara Schnitzler Matthias Neukirch

Infos:

Das ausführliche Programm unter europatraumundwirklichkeit.eu (die Facebook-Seite findet ihr hier)

Die Europäische Schriftstellerkonferenz ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings erforderlich. Das Anmeldungsformular findet ihr hier.

Karten für die Lange Nacht der europäischen Literatur ca. 6€.

#2: Zeigt her eure Bücher! Indiebookday 2014

#2: Zeigt her eure Bücher! Indiebookday 2014

Heute ist zum zweiten Mal Indiebookday. Was wir Litaffin-Blogger in nächster Zeit lesen werden, könnt ihr hier begutachten. Mehr lesen

Indiebookday: „Ein Feiertag für die unabhängigen Verlage“

Indiebookday: „Ein Feiertag für die unabhängigen Verlage“

Ein sonniges Gespräch mit dem mairisch-Verleger Daniel Beskos auf der Leipziger Buchmesse.
Der mairisch Verlag wurde 1999 in Hamburg gegründet. Mit seinen fünf ein halb Mitarbeitern gehört er zu den kleinen, unabhängigen Verlagen. Vom Roman bis zur Graphic Novel ist alles im Programm: Meist zwei bis drei Neuerscheinungen pro Halbjahr, die es in sich haben und mit viel Herzblut gestaltet und lektoriert wurden. Vor einem Jahr startete mairisch den Indiebookday. In einer Woche (22. März) ist es wieder soweit: Indiebookday #2! Mehr lesen

Von legendären Tierfilmern und einer verdrängten Jugend

Von legendären Tierfilmern und einer verdrängten Jugend

Fabian Hischmanns Debütroman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ ist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik nominiert. Die Schreibweise ist tatsächlich ganz interessant, denn sie ermöglicht dem Leser zusätzlich eine visuelle Wahrnehmungsebene. Ein-Satz-Kapitel sind keine Seltenheit und der Übergang zwischen Traum und Wachsein kann optisch nachvollzogen werden: „(Kapitel 32) Ich schlafe ein und (Kapitel 33) fahre in einem Cabriolet auf einer Küstenstraße.“ Es kommt zudem vor, dass der Leser leere Schreiblinien (für Klasse 4) gedanklich selbst ausfüllen soll. Auch das schöne weiß-schwarz-pinkfarbene Cover birgt Überraschungen: In großen transparenten Buchstaben prangt das Wort „Peng!“ auf dem vorderen Buchcover. Na, wenn das kein böses Omen ist. Mehr lesen

„Meine drei Großmütter – Lecture. Archiv der flüchtigen Dinge #4“. Ein Gedächtnisprotokoll

„Meine drei Großmütter – Lecture. Archiv der flüchtigen Dinge #4“. Ein Gedächtnisprotokoll

Zehn Minuten warten wir vor dem Foyer des HAU2. Andreas Mihan entschuldigt sich für den verspäteten Beginn. Es gab Probleme mit der Technik.

Zwei Stimmen hallen durch das Foyer: Meret Kiderlen fragt ihre Großmutter, Ilse Kiderlen, nach der Bedeutung des Familiengrabs. Es soll aufgelöst werden. Die Antwort ist unklar, die Worte der Großmutter verschwimmen. Sie ist sich nicht sicher. Mehr lesen