Gisela Gross
Vorsicht: Verbrennungsgefahr – Teil 2. Litaffin hat Titel aus der Hotlist herausgepickt, um vorzukosten, ob da wirklich alles so “hot” gegessen wird, wie es gekocht wird.
Eindeutige Bildsprache, doch es steckt mehr dahinter …Wer wird sie je vergessen können, die Szene mit dem blutverschmierten Pferdekopf unter der Bettdecke aus Mario Puzos Der Pate? Das Epos aus dem Jahre 1969 war ein großer Bestseller, der auch dank Verfilmungen und Fortsetzungen die Wahrnehmung Italiens im Ausland wesentlich prägte. Paternalistische Strukturen, blutrünstige Schießereien und abgedunkelte Hinterzimmer – was sonst, von Terracotta-Romantik einmal abgesehen, sollte den deutschen Durchschnittsleser an Italien interessieren?
Die hohe Präsenz italienischer Krimis auf dem deutschen Buchmarkt lässt vermuten, dass das Etikett „Mafia“ fast immer zieht, zuletzt eindrücklich bewiesen durch das als Enthüllungsbuch gefeierte Gomorrha von Roberto Saviano.
Auch die Aufmachung von Romanzo Criminale lässt sofort an die genretypischen Kategorien denken. Doch der „Kriminalroman“, verfasst noch in der Prä-Saviano-Zeit (2002) von dem Richter Giancarlo De Cataldo, ist mehr als ein einfacher Thriller und mehr als ein Lamento über die italienischen Zustände. (weiterlesen …)
Altmodische Optik, brisanter Inhalt.
Das Buch: Nur noch Konsumartikel?

