Lisa Heyse

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau2

Vor ziemlich genau einem Jahr hat litaffin mit der ersten Blogrundschau einen Blick in die Zukunft gewagt. Damals haben wir das Netz durchstreift und versucht herauszufiltern, welche Trends die Buchbranche 2011 beschäftigen würden – heute werfen wir einen Blick zurück und prüfen, was sich tatsächlich getan hat: Welche Themen haben sich nur als kurzlebige Trends erwiesen, was hat das Jahr wirklich geprägt und wird auch in Zukunft noch Thema sein?

1. Social Reading

Über die genuin soziale Komponente des Lesens und die daraus resultierenden Möglichkeiten, die sich der Branche bieten, berichtete Booksquare-Bloggerin Kassia Krozser schon 2010 in einem sehr lesenswerten Artikel. Laut Krozser bestehe die Herausforderung darin, den Austausch so zu organisieren, dass er keinen Mehraufwand für die Leserschaft bedeute.
Ist das gelungen? (weiterlesen …)

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40097 1 Weiss Bb Web3-657x1024Über den Begriff des enhanced eBooks ist schon viel diskutiert worden. Die Frage dabei ist immer wieder, wie dieser „enhanced content“, mit dem das Buch erweitert wird, aussehen kann und soll. Wo liegt die Grenze zwischen einem normalen und einem angereicherten eBook? Und noch viel wichtiger: Wann bietet dieser weitere Inhalt einen wirklichen Mehrwert? Wir haben uns den historischen Roman “Schandweib” in der enhanced Version angeschaut.

Der historische Roman als Genre scheint erst einmal gut geeignet für eine mediale Anreicherung des Inhalts. Er spielt an einem bestimmten Ort in einer vergangenen Zeit und knüpft oftmals an reale Ereignisse an: drei Komponenten, die in über das gedruckte Buch hinausgehender Form beleuchtet werden und dem interessierten Leser Fragen beantworten können; Fragen, die auch durch die Zuhilfenahme anderer Bücher, des Internets oder kundiger Menschen geklärt werden könnten. Das angereicherte eBook bietet aber den Bequemlichkeitsfaktor. Ein kurzer Klick, und ich sehe eine Porträtzeichnung des Landvogts, ein zweiter Klick und ich bin wieder im Text. Kein Suchlauf bei Google, kein Eintippen bei Wikipedia, und erst recht kein Blättern im Lexikon. (weiterlesen …)

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Auf diesem Weg noch einmal vielen Dank an alle, die zu dem schönen Sommerfest des Studiengangs im LCB beigetragen haben. Und an Michael Lentz für die Texte und zahlreichen lauthalsen Lacher.

Fotos © Lisa Heyse

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Viel zu oft bleiben Diskussionen über eBooks und andere digitale Buchprojekte bei der Frage nach einer angemessenen Umwandlung des ursprünglichen Printprodukts stecken. Die wahren Potenziale, die die Digitalisierung dem Buchmarkt, der Produktion von Literatur, dem Schreiben und dem Lesen bietet, sind so nicht auszumachen. Erkennbar werden sie aber bei der Betrachtung konkreter, innovativer Beispiele, wie Streetview Literatur eines ist.

 

Ziel dieses Literaturprojektes ist es, ein Geflecht von Geschichten rund um fiktive Figuren entstehen zu lassen, die mithilfe von google Maps an realen Plätzen verortet werden. Wann immer sich die Wege dieser von vielen unterschiedlichen Autoren gezeichneten Figuren an einer Straßenecke, in einem Café oder einem anderen Ort treffen, werden die Geschichten verknüpft und der Leser kann nach eigenen Wünschen durch die Erzählungen navigieren. Im Interview (audio) mit litaffin stellt Marion Schwehr ihr inspirierendes Projekt vor.

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Lisa Heyse

IMG 4212Nachdem Anfang Mai zwei Tage lang in Frankfurt über Umbrüche in der Buchbranche diskutiert wurde, präsentierte das Forum Zukunft des Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestern in Berlin die Ergebnisse in einem Best of. Es ging um innovative Projekte, die die Crowd oder die zusammengewachsene Community in den Mittelpunkt stellen und aktiv in den Schaffungsprozess von Büchern einbinden. Es ging um die Frage, wo dem Buchhandel Crowds begegnen und es ging um die Potenziale digitaler Buchproduktionen. Allgegenwärtig dabei: Die Bereitschaft, Veränderungen nicht von vornherein als negativ abzutun.

Den Anfang in der Reihe von vier Kurzvorträgen machte Marion Schwehr von Euryclia. Die unüberschaubare Vielzahl von Neuerscheinungen und ihre schwere Verkäuflichkeit verleitete sie zu dem Gedanken, einfach einmal alles umzudrehen: „Wieso fragt man nicht vorher den Leser: Wir haben dies und jenes vor. Seid ihr dabei?“ Gedacht, getan. „Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter“ lautet der Titel des ersten Buches, das durch Vorbestellungen auf euryclia finanziell abgesichert und unter Mitwirkung der bucheigenen Community konzipiert und gestaltet wurde. (weiterlesen …)

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ThedelvWallmoden 1-200x300Nicht nur litaffin feiert dieses Jahr einen wichtigen Geburtstag. Der Wallstein Verlag in Göttingen wird 25. Aus diesem Anlass reflektiert der Verlager Thedel v. Wallmoden im Gespräch mit litaffin Entwicklungen und Besonderheiten des Verlages im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen in der Buchbranche.

Litaffin: Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Geburtstag! Wenn Du Revue passieren lässt, welche Ereignisse, Entwicklungen oder Stationen würdest Du als besonders positiv bewerten?

Thedel v. Wallmoden: Ganz wichtig ist der Ausgangspunkt: Mitte der achtziger Jahre haben wir gesagt, dass das Schreiben, Verlegen und Produzieren von Büchern künftig mithilfe digitaler Medien stattfinden wird. Die Annahme, dass die Computertechnik die Basis für eine verlegerische und inhaltliche Arbeit sein würde, und dass damit ein Verlag wirtschaftlicher organisiert werden kann als bisher, war vollkommen richtig. (weiterlesen …)

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Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau1

Never judge a book by its cover mal ganz wörtlich genommen – wir alle lassen uns doch mehr oder weniger bewusst oder unbewusst vom Äußeren eines Buches anziehen oder abstoßen. Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, die eigene Lektüre in der U-Bahn in einer ergonomisch denkbar ungünstigen horizontalen Position zu halten, nur damit das Cover dem Gegenüber nichts suggeriert, was nicht suggeriert werden soll? Unsere zweite Blogrundschau durchforstet das WWW nach Meinungen zum Buch als Gestaltungsobjekt. Was macht ein gutes Cover aus? Welche gestalterischen Möglichkeiten eröffnen sich im Falle des Buchs als Verbindungsglied zwischen Text und Bild jenseits der klassischen Umschlagpräsentation? Und warum ist das Buch als Design-Gegenstand auch bei Innenarchitekten heiß begehrt?

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Lisa Heyse

FuriosPünktlich zu litaffins einjährigem Geburtstag ist ein Interview mit den Mitbegründern und derzeitigen Textchefs des Blogs Franziska Schramm, Lina Kokaly und Dennis Grabowsky in der Onlineausgabe der FURIOS erschienen.

Hier kommt ihr zu dem Artikel des studentischen Campusmagazins an der FU.

Lisa Heyse

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse

Blogrundschau2

In einer neuen Serie wagt litaffin einen Blick über den virtuellen Tellerrand und durchstreift für euch die schier unendlichen Weiten der literarischen Blogosphäre. Einmal monatlich werden zukünftig an dieser Stelle die besten Funde kondensiert und geordnet vorgestellt.

Statt der üblichen Best-of-2010-Listen soll zu Beginn des neuen Jahres ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Welche Themen werden Autoren, Verleger und Leser 2011 beschäftigen? In welchem Maße beeinflussen neue Technologien unser Kauf- und Leseverhalten? Wie könnte digitales Verlegen zukünftig aussehen? (weiterlesen …)

Lisa Heyse

Jurten Sony-center Kl-263x300Der zehnte Berliner Wintersalon hat seit Donnerstag seine Jurten geöffnet und lädt ein zum kurzen Eintauchen in eine gänzlich unstädtische Welt.

Über drei Jurten stolpern hastig eilende Geschäftsmänner und Touristen aus aller Welt zur Zeit im Innenraum des Sony Centers. Drei runde Zelte, die bereits von außen symbolisieren, dass sie dorthin eigentlich nicht gehören, sich nicht einreihen mögen in den ansonsten so futuristisch anmutenden, hohen Gebäudekomplex. Und tatsächlich entführt einen das Betreten eines dieser in Relation winzig anmutenden Konstrukte in eine gänzlich andere Atmosphäre.

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