Sarah Ehrhardt

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau2

Vor ziemlich genau einem Jahr hat litaffin mit der ersten Blogrundschau einen Blick in die Zukunft gewagt. Damals haben wir das Netz durchstreift und versucht herauszufiltern, welche Trends die Buchbranche 2011 beschäftigen würden – heute werfen wir einen Blick zurück und prüfen, was sich tatsächlich getan hat: Welche Themen haben sich nur als kurzlebige Trends erwiesen, was hat das Jahr wirklich geprägt und wird auch in Zukunft noch Thema sein?

1. Social Reading

Über die genuin soziale Komponente des Lesens und die daraus resultierenden Möglichkeiten, die sich der Branche bieten, berichtete Booksquare-Bloggerin Kassia Krozser schon 2010 in einem sehr lesenswerten Artikel. Laut Krozser bestehe die Herausforderung darin, den Austausch so zu organisieren, dass er keinen Mehraufwand für die Leserschaft bedeute.
Ist das gelungen? (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

DunkelheitWährend draußen die Lichter weihnachtlich blinken und glitzern, beschäftigt sich der Dahlemer Diwan in diesem Monat mit dem Thema Literatur und Dunkelheit. Die Radiosendung wird von FU-Studenten im Rahmen des Seminars Literatur im Radio produziert und läuft monatlich eine Stunde lang auf Radio ALEX  (Antenne 88,4 MHz und 90,7 MHz). Wir erkunden die Faszination des Bösen, sprechen über den Ruf des deutschen Krimis, besuchen einen literarischen Ort der Zuflucht aus dem Zweiten Weltkrieg und finden heraus, was es eigentlich mit der Apokalypse auf sich hat.

Hier ein Teil der Sendung vom 09.12.2011:

Beitrag: Der Zauberberg (Miriam Wienhold)

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Beitrag: Krimis (Sarah Ehrhardt)

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Beitrag: Apokalypse (Sarah Ehrhardt)

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Der nächste Dahlemer Diwan läuft am 06.01.2012 um 16 Uhr. Wer es noch nicht getan hat, kann sich bis dahin auf litaffin noch einmal vergangene Beiträge zum den Themen “Science Fiction und Utopie” oder “Transmedialität” anhören.

Foto: © Flickr CC The Library of Virginia

Sarah Ehrhardt

Headerlitparade3

Ein Artikel von Sarah Ehrhardt und Joy Hawley.

Rot leuchtende Wohnzimmerlampen, Vogelkäfige, Plüschmäuse, tanzende Skelette aus Papier über einer mit Sofas und Sesseln bestückten Bühne – ja, das Freudenreich in Berlin-Neukölln ist ein ungewöhnlicher Ort. Schon die Wahl der schrägen Eckkneipe als Rahmen für die Veranstaltung ließ erahnen, dass hier keine konventionelle Lesung stattfinden würde. Vielmehr erwartete das Publikum eine, so versprach es die Ankündigung, „literarische Parade ungewöhnlicher Begebenheiten an einem seltsamen Ort“.

Im Mittelpunkt des Abends standen Nora Gomringer und Finn-Ole Heinrich, zwei junge deutschsprachige Autoren, die sich zwischen Kurzgeschichte und Film (Finn) und Lyrik und Slam-Poetry (Nora) bewegen. Speziell für diese besondere Lesung wurden die beiden von Studenten der Angewandten Literaturwissenschaft ausgewählt, um Text, Autor und Publikum gleichermaßen, jenseits bekannter Formate Raum zu geben. Aber wie genau sollte das funktionieren? (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Rvmangoldt3Elias Canetti, Max Frisch, Elfriede Jelinek, Peter Esterházy, Karen Duve oder Zsuzsa Bánk sind nur einige der über 1000 Autoren, die die Fotografin Renate von Mangoldt seit der Gründung des Literarischen Colloquiums portraitierte. Ihre Schwarz-Weiß-Bilder prägen unser literarisches Gedächtnis auf visueller Ebene. Per E-Mail beantwortet Renate von Mangoldt Fragen zu ihrer Arbeit am LCB, der Beziehung von Autor, Text und Bild sowie zu ihrem demnächst erscheinenden Buch.

litaffin: Seit 1963 sind Sie nun schon als Fotografin am Literarischen Colloquium in Berlin tätig. Welche besonderen Reize und Schwierigkeiten birgt die Arbeit mit Autoren am LCB? (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Kartegebiet3-e1299964063535Das enfant terrible der französischen Literaturszene, der Baudelaire der Supermärkte, hat einen neues Buch geschrieben. Platz eins auf den französischen Bestseller-Listen, Gewinn des wichtigsten französischen Literaturpreises, große Begeisterung bei Freunden wie Feinden – was ist dran am neuen Roman von Michel Houellebecq?

Jed Martin ist Künstler. Er lebt allein in seiner unaufgeräumten Pariser Wohnung, lauscht dort dem rhythmischen Glucksen seines alten Warmwasserboilers und holt wie jedes Jahr zu Weihnachten seinen Vater für ein paar Stunden zum Essen aus dem Altersheim. In der Kunst hingegen will Jed sich nicht wiederholen. Er fotografiert und bearbeitet Straßenkarten der französischen Firma Michelin, malt eine Reihe von Gemälden, die Menschen wie Steve Jobs oder das Escort-Girl Aimée bei ihrer Arbeit zeigen und dokumentiert am Ende seines Lebens den Zerfall aller Dinge mittels collagenartiger Videogramme. Jed macht sich einen Namen in der internationalen Kunstszene und sein Galerist beschließt, sich für die Katalogtexte prominente literarische Unterstützung ins Boot zu holen: den weltberühmten Schriftsteller Michel Houellebecq. (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau1

Never judge a book by its cover mal ganz wörtlich genommen – wir alle lassen uns doch mehr oder weniger bewusst oder unbewusst vom Äußeren eines Buches anziehen oder abstoßen. Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, die eigene Lektüre in der U-Bahn in einer ergonomisch denkbar ungünstigen horizontalen Position zu halten, nur damit das Cover dem Gegenüber nichts suggeriert, was nicht suggeriert werden soll? Unsere zweite Blogrundschau durchforstet das WWW nach Meinungen zum Buch als Gestaltungsobjekt. Was macht ein gutes Cover aus? Welche gestalterischen Möglichkeiten eröffnen sich im Falle des Buchs als Verbindungsglied zwischen Text und Bild jenseits der klassischen Umschlagpräsentation? Und warum ist das Buch als Design-Gegenstand auch bei Innenarchitekten heiß begehrt?

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Sarah Ehrhardt

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse

Blogrundschau2

In einer neuen Serie wagt litaffin einen Blick über den virtuellen Tellerrand und durchstreift für euch die schier unendlichen Weiten der literarischen Blogosphäre. Einmal monatlich werden zukünftig an dieser Stelle die besten Funde kondensiert und geordnet vorgestellt.

Statt der üblichen Best-of-2010-Listen soll zu Beginn des neuen Jahres ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Welche Themen werden Autoren, Verleger und Leser 2011 beschäftigen? In welchem Maße beeinflussen neue Technologien unser Kauf- und Leseverhalten? Wie könnte digitales Verlegen zukünftig aussehen? (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Zadig1Von “Another Country” aus reisen wir gleich weiter in frankophone Gefilde und besuchen diesmal die Buchhandlung “Zadig” in Berlin-Mitte. Zwischen Neuer Synagoge und Oranienburger Tor befindet sich seit nunmehr sieben Jahren einer der Berliner “hot spots” französischer Kultur. Mit Litaffin sprach Patrick Suel, der Inhaber, über Voltaire, Houellebecq, die Konkurrenz und das Jahr 2011.

Litaffin: Patrick, welche Idee steckt hinter der Namenswahl? Warum der Bezug zu Voltaires Erzählung Zadig ou la destinée?

Suel: Zunächst einmal hat Voltaire als Franzose auch einen Bezug zu Berlin – er lebte und publizierte ja eine Weile am Hof von Friedrich II. Der Name Zadig ist mehrdeutig: im Arabischen steht er für Wahrheit, im Hebräischen für Gerechtigkeit, er verkörpert die Idee der Aufklärung. Weder Voltaire noch die Figur Zadig sind Vorbilder für mich, aber auf intellektueller Ebene sind sie interessante Charaktere. Manchmal frage ich mich auch, ob Zadig nicht eigentlich ein schrecklicher Name für eine Buchhandlung ist, denn die Figur in Voltaires Erzählung macht viel Furchtbares durch. Doch am Ende zählt, dass er sich diesen Dingen stellt (und als Sieger aus dem Kampf hervorgeht). Das ist doch eine gute Philosophie!  (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Sub1
Stapelweise ungelesene Seiten

Mein SuB und ich, eine unendliche Geschichte. Ein bisschen wie dreckiges Geschirr in der Spüle führt er mir jeden Tag vor Augen, was ich irgendwann einmal lesen wollte und müsste, wenn ich könnte – wären da nicht 100 andere Verlockungen. Ich träume davon, ihn eines Tages zu besiegen. Die Chancen stehen schlecht.

Zeig mir deinen SuB und ich sage dir, wer du bist!

Als ich neulich im Internet nach Literaturblogs suchte, fielen mir immer wieder drei Buchstaben ins Auge. Die Literaturblogger dieser Welt beschäftigt ein Phänomen, das alle Leser wohl nur zu gut kennen: der Stapel ungelesener Bücher, kurz: der SuB. Mit erstaunlicher Hingabe und großer Dokumentationsfreude wird alles geordnet, was nur darauf wartet, gelesen zu werden – alphabetisch, nach Dringlichkeit oder nach Dauer des Verweilens unter Artgenossen. Jeder scheint eine ganz persönliche stille Reserve zu haben, auf die ganz nach Bedarf zurückgegriffen werden kann. Auch in Literaturforen wird diskutiert, wer den Schönsten, Größten und Anspruchsvollsten hat. Frei nach dem Motto: Zeige mir deinen SuB und ich sage dir, wer du bist. Hier zählt nicht, was man gelesen hat, sondern was man nicht gelesen hat. Je mehr, desto besser. Manche Blogger berichten gar von ganzen RuB, Regalen ungelesener Bücher. Für Parallelleser und Buchabbrecher lohne sich übrigens auch das Anlegen eines SaB – so können ANgelesene Bücher besser von UNgelesenen unterschieden werden. Vom imaginären SuB, dem langen Wunschzettel aller Bücher, die man so gerne lesen möchte, aber noch nicht besitzt, will ich hier gar nicht erst anfangen.

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