Learning by doing: Der Berliner Elfenbein Verlag

Learning by doing: Der Berliner Elfenbein Verlag

Ingo Držečnik (l.) mit Autor Ulrich Holbein (r.)Dass es ein mutiges Unterfangen ist, als Student ohne verlegerische Vorkenntnisse, einen eigenen Verlag zu gründen, haben wir gerade erst hier gelesen. Wie es geht, zeigt Ingo Držečnik. Vor fünfzehn Jahren gründete er zusammen mit einem Studienfreund in Heidelberg den Elfenbein Verlag.

Durch die Mitarbeit an der Literaturzeitschrift metamorphosen lernten die Studenten 1995 den Lyriker Andreas Holschuh kennen. Dessen Gedichtsammlung Unterderhand begeisterte sie auf Anhieb und so beschlossen die beiden, Holschuhs Gedichte als Buch zu veröffentlichen. Der Grundstein des Elfenbein Verlags war gelegt und es dauerte nicht lange, da lag auch schon das nächste Manuskript auf ihren Schreibtischen. Mehr lesen

Literatur hörbar erleben

Literatur hörbar erleben

Die beiden Autoren Christine Berger und Felix Mennen haben 2005 das Projekt „Hörbar Berlin“ ins Leben gerufen. An über 30 Hörstationen kann man sich heute kostenlos MP3-Player ausleihen und Literatur von Berliner Schriftstellern anhören.

Ich sitze in einem gemütlichen Café auf der Schönhauser Allee Ecke Danziger Straße. Durch die große Fensterfront beobachte ich die vielen Menschen, die aus dem U-Bahnhof Eberswalder Straße herausströmen und sich in alle Richtungen verteilen. Eine angenehme Männerstimme ertönt aus den Kopfhörern des CD-Players und erzählt die Kurzgeschichte Der Rempler von Michael André Werner. Wie passend, denke ich, während ich einen Schluck von meiner Heißen Schokolade trinke, diese Typen begegnen einem in Berlin doch fast jeden Tag: Gehetzte Großstädter, die sich während der Rushhour rücksichtslos an den anderen Fahrgästen vorbeidrängeln und zum Zug eilen, als wäre es der letzte, der sie an ihr Ziel bringen kann. Mehr lesen