Kategorie: Eigene Projekte

Markus Streichardt

Berlin-webcam-300x170Wenn Studenten die Stadt Berlin unsicher machen und ihre Impressionen schreibend verdichten, kommt am Ende schon mal Literatur bei raus. Nun könnt ihr in einer Anthologie jene „literarischen Feuilletons“ nachlesen. Seid gespannt!

Zur Vorgeschichte: Der Schriftsteller David Wagner leitete vergangenes Wintersemester an der Freien Universität Berlin das Seminar „Poetische Topographie oder wie lässt sich die Stadt beschreiben?“ (weiterlesen …)

Lisa Heyse

FuriosPünktlich zu litaffins einjährigem Geburtstag ist ein Interview mit den Mitbegründern und derzeitigen Textchefs des Blogs Franziska Schramm, Lina Kokaly und Dennis Grabowsky in der Onlineausgabe der FURIOS erschienen.

Hier kommt ihr zu dem Artikel des studentischen Campusmagazins an der FU.

Franziska Schramm

Segel3Seit einem Jahr gleitet litaffin.de auf den großen und kleinen Wellen des Literaturbetriebs, erkundet unbekannte Bücherinseln, kommentiert, fragt nach und schippert durch die Untiefen der Berliner Kulturmeere. Über 100 Berichte, Kommentare und Interviews sind dabei zustande gekommen – und der Kompass zeigt weiterhin “Volle Literatur voraus!”

Ein Beitrag von Nora Böckl und Franziska Schramm

Im Oktober 2009 saßen etwa 20 Studierende im Seminar “Schöne Neue Onlinewelt” und Dozentin Nikola Richter stellte die Gretchenfrage: “Was lest ihr im Netz?” Onlineauftritte großer Tageszeitungen, Perlentaucher, Spiegel Online, das fiel uns ein. Aber Blogs? Literaturblogs? Komplette Fehlanzeige. In den kommenden Wochen sollte sich das von Grund auf ändern: Wir beschäftigten uns sowohl theoretisch als auch ganz praktisch mit dem Internet und seinen Phänomenen, tauchten ein in die Welt von Twitter, Facebook und Co., nahmen Nachhilfe in  Sachen WordPress und konzipierten schließlich: unser eigenes Blog.

Worüber wir bloggen wollten, war relativ schnell klar: Literatur. Wesentlich länger brauchte es, um zu entscheiden, welchen Kurs wir einschlagen sollten, um als Blog unverwechselbar zu werden. Wir hatten den Anspruch, nicht nur Bücher zu rezensieren, sondern auch rund um das Büchermachen zu berichten; die Inhalte unseres Studiums – womit wir uns beschäftigen und was uns bewegt – sollten Thema werden. Im Januar 2010 ging es dann los: Mit E-Books und dem Google Books Settlement, mit Lesebühnen, Lyrik und Literaturzeitschriften, mit Wunderkindern, literarischen Fräuleinwundern und wunderbaren Büchern.

Plötzlich waren wir online, hatten Follower und Fans und eine neue “schöne” Welt tat sich auf, die wir mit Faszination (und vielleicht auch einer gewissen Portion Skepsis) beobachteten. Als die Klickzahlen zeigten, dass es mehr Besucher auf unserer Seite gab als Studierende in unserem Studiengang, waren wir begeistert. Aus Seminarrahmen heraus entstand eine freie Redaktion, die das Projekt seitdem am Laufen hält. Von saisonalen Schwankungen mal abgesehen, sind etwa 15 Studierende mit an Bord – litaffin ahoi! Meist treffen wir uns einmal im Monat, tauschen Neuigkeiten aus, besprechen Themen und überlegen uns, wo es hingehen soll mit unserer Fahrt.

Dass wir nun den ersten Geburtstag feiern, macht uns ein klein wenig stolz – und gibt uns die Gelegenheit, so richtig die Korken knallen zu lassen:  Am Samstag, den 19.02. im Buchhändlerkeller (Carmerstr. 1, Charlottenburg) ab 21 Uhr!

Wer litaffin nicht von Anfang an miterlebt hat, ist eingeladen im Archiv zu stöbern und Altes neu zu entdecken. Hier ein kleines, sehr subjektives Best Of:

Was war euer Lieblingsartikel? Worüber würdet ihr euch einen Bericht wünschen? Anmerkungen, Lob und Glückwünsche willkommen!

Foto: ricardodiaz11 (cc, flickr.com)

Lina Kokaly

Kubin Adoration1-297x300Gleich zu Beginn: Wir sind voreingenommen.  Natalie Junger und Dennis Grabowsky sind nicht nur gute Freunde, sondern auch Autoren dieses Blogs. Demnach ist dieser Text zu hinterfragen.

Wir sprechen uns an dieser Stelle häufiger für neue Formate von Literaturveranstaltungen aus. Der Text leidet nicht zwangsläufig, nur weil ein bisschen mehr auf der Bühne passiert, als dass ein Autor die ersten 20 Seiten seiner Neuerscheinung vorliest, ab und zu einen Schluck Wasser trinkt und anschließend die Zuschauerfrage beantwortet, wieviel von seinem eigenen Erlebten im Text steckt.
Es gibt andere Möglichkeiten, literarische Abende zu gestalten, ohne dass Schriftsteller turnen oder Witze erzählen müssen.

Natalie und Dennis präsentierten gestern Abend eine eigens konzipierte Veranstaltung im Buchhändlerkeller. Die Reihe Wiedergelesen widmet sich Klassikern, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Die Auswahl des Titels Die andere Seite von Alfred Kubin begründeten die beiden mit der enormen Fülle an interpretatorischen Ansätzen, die die Literaturwissenschaft zu diesem Roman produzierte sowie mit der Begeisterung für die schriftstellerische Leistung, Traumbilder zu erschaffen. Kubins Roman, sein einziger, berichtet von einem Ich-Erzähler, der sich samt Ehefrau aufmacht, in einer Traumwelt zu leben, die nach ganz eigenen Regeln funktioniert, die nie völlig klar werden. Der Autor illustrierte das Buch selbst mit grotesken, phantastischen, gruseligen Kohlezeichnungen.
Da Kubin ein gefragter Illustrator war, zeigten die Veranstalter beim Vorlesen von ausgesuchten Passagen, Bilder via Beamer. Es lasen drei verschiedene Stimmen, zudem wurden Kubin und sein Lebensweg vorgestellt, die interpretatorischen Möglichkeiten genannt und die Handlung erzählt. All dies geschah in durchdachter Komposition, auflockernd abwechselnd wurde frei gesprochen und vorgelesen, und nicht einfach wischi-waschi hinternander wech. Damit war der Abend auch für diejenigen interessant, die den phantastischen Roman bereits kannten.

Aber wie gesagt, wir sind voreingenommen.

Katharina Kohlhaas

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Von Katharina Kohlhaas und Dennis Grabowsky

Lucy Fricke und John Wray lasen am Montag im Kultursalon Roderich aus ihren Romanen “Ich habe Freunde mitgebracht” und “Retter der Welt”. Die Hamburgerin Fricke wohnt seit zehn Jahren in Berlin und der New Yorker Wray durfte dank der American Academy drei Monate am Wannsee leben und schreiben. Sie liest und spricht mit fester Stimme, er mit vereinnahmendem amerikanisch-österreichischen Akzent. Beide haben etwas gemein: Sie leben in Metropolen und verarbeiten ihre Erfahrungen in Romanen. Im Laufe des Abends stellt sich jedoch heraus, dass das ihre einzige Gemeinsamkeit ist.

Zwischen Glockenlilien auf einem kleinen Podest, das wie die Sofas und Sessel der Zuhörer von Bücherregalen eingerahmt ist, beginnt eine Diskussion, die einen Rahmen bilden wird um die Lesungen aus ihren Büchern. Die Fragen und Antworten kreisen dabei immer wieder um das Phänomen, wie schnell man sich in Städten verlieren kann. Dabei offenbaren sich zwei sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen.

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Dennis Grabowsky

50314 154894037883216 2870899 N-150x150Alfred Kubin (1877-1959), weltbekannt geworden als Grafiker des Grotesken und Illustrator, hatte einen Hang zum Fantastischen, Bizarren, Visionären.

Davon zeugt auch sein 1909 erschienener Roman “Die andere Seite”. Dessen Protagonist, ebenfalls ein Zeichner, gerät – bzw. reist dabei völlig aus freien Stücken – in ein Traumreich, das nahtlos zwischen Wunsch- und Albtraum changiert, sich schließlich zunehmend zu letzterem auswächst.
Jede Definition von Realität und deren Grenzen geht dabei verloren. Das ist Kubins Thema – und Leitmotiv dieses Abends.

“Die andere Seite” ist zu modern, v.a. aber zu furios und einfach zu gut, um in Vergessenheit zu geraten.
In der Reihe “Wiedergelesen” im Buchhändlerkeller Berlin will diese multimediale Veranstaltung dafür sorgen, Lust auf das Wiederlesen eines Klassikers zu machen.

Dienstag, 14. Dezember 2010
Beginn: 20:30 Uhr
Buchhändlerkeller Berlin, Carmerstr. 1
Berlin-Charlottenburg
Eintritt: 5 / 3 €

Konzipiert und präsentiert von Natalie Junger und Dennis Grabowsky

Hier könnt Ihr, wenn Ihr wollt, via Facebook Euer Kommen ankündigen.

Dennis Grabowsky

Spitzweg-buecherwurm
Auf der wunderbar unendlichen Suche nach dem Lieblingsbuch

Was das Goethe-Institut kann, können wir auch!
Jedenfalls dann, wenn es um folgende Frage geht: Welches Buch ist mein Lieblingsbuch? Unlängst ist ein entsprechender Wettbewerb vom Goethe-Institut zu Ende gegangen. Die besten Plädoyers für das persönliche Buch des Herzens sind nun in einem unterhaltsamen Band versammelt worden. Auch wir Litaffinen haben natürlich Lieblingsbücher. Aber wir geben uns nicht mit nur einem einzigen zufrieden. Darum haben wir unsere AutorInnen gebeten, eine Liste ihrer jeweils zehn liebsten Bücher zu erstellen. (weiterlesen …)

Florian Ringwald

Lemke Gesichertes1-188x300

“Es war, als würde ich langsam durch die Tage sickern wie Regenwasser durch immer feiner werdende Schichten von Gestein, bis es gesäubert am Grund anlangt, bis es draußen endlich dunkel geworden war und ich mich wieder auf den Weg machen konnte.”

Hanna Lemke (29) erzählt in lakonischem Ton und fein komponierten Sätzen von Fastdreißigern, gefangen im Gespinst der Großstadt. Auf der Suche nach sich selbst scheitern sie immer wieder an den eigenen Erwartungen, und so ist nichts gesichert in ihren Leben – weder das Einkommen oder das Zuhause, noch die Liebe.

Nach ihrem Studium am Literaturinstitut in Leipzig, mehreren Stipendien (u. a. des LCB) und zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschien 2010 im Verlag Antje Kunstmann ihr Debüt “Gesichertes”, für das sie von der Presse als “Judith Hermann der neuen Generation” gefeiert wird.

Hanna Lemke liest am Dienstag, den 13. Juli 2010 im Ballhaus Ost (Pappelallee 15, 10437 Berlin). Die Lesung beginnt um 20.00 Uhr und kostet 3 € Eintritt.

Organisiert und moderiert wird der Abend von Studierenden unseres Studiengangs – als (hoffentlich) krönender Abschluss des Seminars Von Lesern und Vorlesern von Katharina Narbutovič (Leiterin des Berliner Künstlerprogramms).

Wir freuen uns über viele Besucher!
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Florian Ringwald

Heute ist es soweit: die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika beginnt. In den kommenden vier Wochen kommen 32 Länder aus allen Winkeln der Erde in den Stadien zusammen, um mit- und gegeneinander zu spielen. Mit einem Ball. Bis am Ende einer gewinnt und einen goldenen Pokal bekommt.

Dass man für eine spannende WM aber weder einen Fußball noch einen Pokal braucht, beweisen wir mit unserer LITAFFIN-WM 2010, die natürlich pünktlich zum ersten Anpfiff in Johannesburg hier auf dem Blog startet.

Wir stellen 32 Texte aus allen bei der Fußball-WM vertretenen Ländern hier online. Keine Sorge, wer mitmachen möchte, muss nicht hunderte Seiten lesen: die Auswahl reicht vom kurzen Gedicht bis zum Romanauszug, überschreitet aber nicht die Länge von drei Seiten. Und denn seid ihr gefragt: über Abstimmungen bei Doodle entscheidet ihr, welche Texte weiterkommen – und wer am Ende zum Litaffin-Weltmeister 2010 gekürt wird!

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Franziska Schramm

Wir sind auf der Leipziger Buchmesse, denn wir machen “was mit Büchern”. Was sich aber genau hinter dem Masterstudiengang “Angewandte Literaturwissenschaft” verbirgt, erklären wir euch beim Karrieretag “Buch und Medien”. Unseren Stand findet ihr am Freitag, den 19. März, im Congress  Center. Kommt vorbei, wir beantworten all eure Fragen!

Wir Litaffine, die Macher dieses Blogs, treiben auf der Messe ebenfalls unser Unwesen. Wir führen Interviews,  lauschen bei Lesungen, schwingen unser Tanzbein, essen mit anderen Twitterern zu Mittag und und und… Erkennen könnt ihr uns an kleinen litaffin-Buttons. Wir freuen uns über Gespräche mit anderen Studenten, Bloggern, Twitterern und Was-mit-Büchern-machenden-Menschen!

Buttons Foto Schwarzwei

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