Leonie Langer
Sie hat lange als Verlagslektorin gearbeitet, ist Journalistin, Autorin (zuletzt erschien „Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt“), Herausgeberin, Übersetzerin, Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds und gab im Sommersemester 2011 ein Seminar zum „Literarischen Übersetzen“ an der Freien Universität. Sie selbst bezeichnet sich als Nachdenkerin über das Übersetzen. Höchste Zeit für ein Gespräch mit Marie Luise Knott über die Branche, die Position des Übersetzens und den Umgang mit einer wirklich schlechten Übersetzung.
litaffin: Als Übersetzerin und als Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds haben Sie direkten Einblick in die Lebensbedingungen des Übersetzers. Hat sich seine Position in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert?
Marie Luise Knott: In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Situation erheblich verbessert. Auch die Qualität der Übersetzungen ist immer besser geworden. (weiterlesen …)

In Verlagslektoraten gehen sie zuhauf ein: Die Memoiren „durchschnittlicher“ Menschen, die keinerlei Berühmtheit haben, aber dennoch auf ein bewegtes Leben zurückblicken können. Im Lektorat landen diese Manuskripte zumeist direkt im Papierkorb oder werden bestenfalls mit einer Standardabsage an den Verfasser zurückgeschickt. In wirklich guten Händen sind diese Lebenserinnerungen dagegen bei Claudia Wiedelmann, die mit Hingabe und Vergnügen am Detail Aufzeichnungen dieser Art liest. Litaffin schaute der 28-jährigen Berlinerin bei der Lektüre über die Schulter und sprach mit ihr über ihr ungewöhnliches Ehrenamt.

Dass es ein mutiges Unterfangen ist, als Student ohne verlegerische Vorkenntnisse, einen eigenen Verlag zu gründen, haben wir gerade erst
Nicht nur 


