Kategorie: Interviews

Leonie Langer

PortraitMLK-199x300Sie hat lange als Verlagslektorin gearbeitet, ist Journalistin, Autorin (zuletzt erschien „Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt“), Herausgeberin,  Übersetzerin, Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds und gab im Sommersemester 2011 ein Seminar zum „Literarischen Übersetzen“ an der Freien Universität. Sie selbst bezeichnet sich als Nachdenkerin über das Übersetzen. Höchste Zeit für ein Gespräch mit Marie Luise Knott über die Branche, die Position des Übersetzens und den Umgang mit einer wirklich schlechten Übersetzung.

litaffin: Als Übersetzerin und als Vorstandsmitglied des Deutschen Übersetzerfonds haben Sie direkten Einblick in die Lebensbedingungen des Übersetzers. Hat sich seine Position in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert?

Marie Luise Knott: In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Situation erheblich verbessert. Auch die Qualität der Übersetzungen ist immer besser geworden. (weiterlesen …)

Lisa Heyse

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Viel zu oft bleiben Diskussionen über eBooks und andere digitale Buchprojekte bei der Frage nach einer angemessenen Umwandlung des ursprünglichen Printprodukts stecken. Die wahren Potenziale, die die Digitalisierung dem Buchmarkt, der Produktion von Literatur, dem Schreiben und dem Lesen bietet, sind so nicht auszumachen. Erkennbar werden sie aber bei der Betrachtung konkreter, innovativer Beispiele, wie Streetview Literatur eines ist.

 

Ziel dieses Literaturprojektes ist es, ein Geflecht von Geschichten rund um fiktive Figuren entstehen zu lassen, die mithilfe von google Maps an realen Plätzen verortet werden. Wann immer sich die Wege dieser von vielen unterschiedlichen Autoren gezeichneten Figuren an einer Straßenecke, in einem Café oder einem anderen Ort treffen, werden die Geschichten verknüpft und der Leser kann nach eigenen Wünschen durch die Erzählungen navigieren. Im Interview (audio) mit litaffin stellt Marion Schwehr ihr inspirierendes Projekt vor.

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Franziska Schramm

Claudia 2In Verlagslektoraten gehen sie zuhauf ein: Die Memoiren „durchschnittlicher“ Menschen, die keinerlei Berühmtheit haben, aber dennoch auf ein bewegtes Leben zurückblicken können. Im Lektorat landen diese Manuskripte zumeist direkt im Papierkorb oder werden bestenfalls mit einer Standardabsage an den Verfasser zurückgeschickt. In wirklich guten Händen sind diese Lebenserinnerungen dagegen bei Claudia Wiedelmann, die mit Hingabe und Vergnügen am Detail Aufzeichnungen dieser Art liest. Litaffin schaute der 28-jährigen Berlinerin bei der Lektüre über die Schulter und sprach mit ihr über ihr ungewöhnliches Ehrenamt.

Litaffin: Claudia, wirst du merkwürdig angeschaut, wenn du erzählst, dass du in deiner Freizeit Tagebücher wildfremder Menschen liest?

Claudia Wiedelmann: Es bedarf zumindest der Erklärung. Aber wenn ich erzähle, was genau ich da mache, stößt das eigentlich immer auf Faszination.

Litaffin: Du bist ehrenamtliche Leserin für das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen, das private Aufzeichnungen aus dem gesamten Bundesgebiet archiviert und der Forschung zugänglich macht. Wie funktioniert das? (weiterlesen …)

Markus Streichardt

Lchammaa-224x300Auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin 2009 lernte ich Leila Chammaa als Dolmetscherin für die libanesische Schriftstellerin und Verlegerin Nadine Touma kennen und schätzen. Mit ihren Übersetzungen hat sie eine Vielzahl bedeutender arabischer Autoren und Dichter hierzulande erst bekannt gemacht. Unter anderem: Sahar Khalifa, Alawiyya Sobh, Girgis Shoukry und Elias Khoury, dessen Roman „Yalo“ vor kurzem für den internationalen Literaturpreis nominierte wurde. Ein Anlass zum Gratulieren und um einmal über das Übersetzen im Allgemeinen und das der arabischen Literatur im Besonderen zu sprechen.

Litaffin: Leila, du bist 1965 in Beirut geboren und im Zuge des Bürgerkrieges mit deiner Familie nach Deutschland gekommen. Lässt sich allein aufgrund deiner Herkunft das Interesse für die arabische Sprache/Kultur herleiten? Wie bist du zum Übersetzen gekommen? (weiterlesen …)

Markus Streichardt

800px-Periplaneta-Verlag-und-Mediengruppe-300x100Wie vielerorts drängen sich auch in meiner Straße Spätverkäufe, Bäckereien, Bars und Restaurants dicht an dicht. Kulturelle Einrichtungen hingegen sind eher Mangelware. Vor zwei Jahren machte ich jedoch eine freudige Entdeckung.

In weißen Lettern auf rotem Untergrund stand geschrieben: Periplaneta – Verlag & Studio, Kreativzentrum (Literaturcafé und Buchhandlung). Neugierig nährte ich mich den Schaufenstern, las in dem gut gefüllten Veranstaltungskalender und betrachtete die ausgestellten Bücher, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Neben einem Krimi stand ein Kinderbuch und daneben eine CD mit Comedy-Aufnahmen. (weiterlesen …)

Susanne Klatt

2Dass es ein mutiges Unterfangen ist, als Student ohne verlegerische Vorkenntnisse, einen eigenen Verlag zu gründen, haben wir gerade erst hier gelesen. Wie es geht, zeigt Ingo Držečnik. Vor fünfzehn Jahren gründete er zusammen mit einem Studienfreund in Heidelberg den Elfenbein Verlag.

Durch die Mitarbeit an der Literaturzeitschrift metamorphosen lernten die Studenten 1995 den Lyriker Andreas Holschuh kennen. Dessen Gedichtsammlung Unterderhand begeisterte sie auf Anhieb und so beschlossen die beiden, Holschuhs Gedichte als Buch zu veröffentlichen. Der Grundstein des Elfenbein Verlags war gelegt und es dauerte nicht lange, da lag auch schon das nächste Manuskript auf ihren Schreibtischen. (weiterlesen …)

Lisa Heyse

ThedelvWallmoden 1-200x300Nicht nur litaffin feiert dieses Jahr einen wichtigen Geburtstag. Der Wallstein Verlag in Göttingen wird 25. Aus diesem Anlass reflektiert der Verlager Thedel v. Wallmoden im Gespräch mit litaffin Entwicklungen und Besonderheiten des Verlages im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen in der Buchbranche.

Litaffin: Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Geburtstag! Wenn Du Revue passieren lässt, welche Ereignisse, Entwicklungen oder Stationen würdest Du als besonders positiv bewerten?

Thedel v. Wallmoden: Ganz wichtig ist der Ausgangspunkt: Mitte der achtziger Jahre haben wir gesagt, dass das Schreiben, Verlegen und Produzieren von Büchern künftig mithilfe digitaler Medien stattfinden wird. Die Annahme, dass die Computertechnik die Basis für eine verlegerische und inhaltliche Arbeit sein würde, und dass damit ein Verlag wirtschaftlicher organisiert werden kann als bisher, war vollkommen richtig. (weiterlesen …)

Franziska Schramm

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Verschiedene Zeichenstile – unterschiedliche Arten etwas zu erzählen… (© Reprodukt)

Graphic Novels haben ihre ganz eigene Faszination: Irgendwo zwischen Bild und Text, zwischen Kunst und Kommerz bilden sie Themen der unterschiedlichsten Couleur ab: Da gibt es Kriegsdokumentationen und Reisetagebücher, laute Großstadtporträts und leise Liebesgeschichten, Kriminalfälle, Weltuntergangsszenarien und Kafka-Adaptionen. Schwer haben sie es nach wie vor im Feuilleton und im Buchhandel. Ein Verlag, der dies gerne ändern möchte, ist der Berliner Verlag Reprodukt, der neben klassischen Comicalben auch Graphic Novels verlegt und in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Litaffin sprach mit Jutta Harms, langjährige Mitarbeiterin und Pressefrau, über den Begriff der Graphic Novel, über üble Comicläden, Konkurrenz aus Literaturverlagen und berührende Zeichnungen. (weiterlesen …)

Caitlin Hahn

Englert-block-2-027-300x181Gerhard Falkner ist Lyriker, Dramatiker, Essayist und Übersetzter. Im Januar erschien der erste Teil dieses Interviews, in dem er das schillernde Wesen des Literaturbetriebs diskutiert. In Teil II bietet Falkner einen Blick auf den heutigen Zustand der Literaturkritik im Zusammenspiel mit dem Markt für Literatur.


Litaffin: Man gewinnt den Eindruck, dass die Probleme, die den Literaturbetrieb betreffen, aus dem Mitmachen entstehen – dem Mitmachen der Buchhandlungen, Verlage und der Autoren selbst. Es wächst der Druck, Bestseller zu propagieren, Autoren zu inszenieren. Berufseinsteiger in den Literaturbetrieb arbeiten meist monatelang in schlecht bezahlten Praktika oder Volontariaten. Was ist Ihre Einschätzung der Lage?

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Lisa Heyse

FuriosPünktlich zu litaffins einjährigem Geburtstag ist ein Interview mit den Mitbegründern und derzeitigen Textchefs des Blogs Franziska Schramm, Lina Kokaly und Dennis Grabowsky in der Onlineausgabe der FURIOS erschienen.

Hier kommt ihr zu dem Artikel des studentischen Campusmagazins an der FU.

litaffin.de |

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