Kategorie: Literatur im Netz

Lisa Heyse

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau2

Vor ziemlich genau einem Jahr hat litaffin mit der ersten Blogrundschau einen Blick in die Zukunft gewagt. Damals haben wir das Netz durchstreift und versucht herauszufiltern, welche Trends die Buchbranche 2011 beschäftigen würden – heute werfen wir einen Blick zurück und prüfen, was sich tatsächlich getan hat: Welche Themen haben sich nur als kurzlebige Trends erwiesen, was hat das Jahr wirklich geprägt und wird auch in Zukunft noch Thema sein?

1. Social Reading

Über die genuin soziale Komponente des Lesens und die daraus resultierenden Möglichkeiten, die sich der Branche bieten, berichtete Booksquare-Bloggerin Kassia Krozser schon 2010 in einem sehr lesenswerten Artikel. Laut Krozser bestehe die Herausforderung darin, den Austausch so zu organisieren, dass er keinen Mehraufwand für die Leserschaft bedeute.
Ist das gelungen? (weiterlesen …)

Caroline Merz

Von Caroline Merz und Theresa Kellner.

Readmill3-200x300Die Regale reichen vom Boden bis zur Decke – idealer Stauraum für eine Unmenge an Büchern – doch sie sind leer. Eine Vorahnung? Eine Metapher für die nahende Zukunft ohne physische Bücher? Im Hauptquartier von Readmill scheint dies längst Realität geworden zu sein. Mit Blick auf die Spree hat sich das junge Start-up-Unternehmen ein Büro ganz im Stil seiner Vision eingerichtet. Modern, Digital, Vernetzt, ganz so wie sich Henrik Berggren und David Kjelkerud ihr Projekt vorstellen.

Vor drei Monaten sind die beiden Schweden nach Berlin gezogen, um hier, in der „most energizing city“, Readmill umzusetzen. Im Augenblick befindet sich das Projekt noch in der  Betaphase. Am 6. Dezember gegen Abend (also heute!) soll Readmill dann aber der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Doch was heißt denn eigentlich Readmill? (weiterlesen …)

Elena

Cover Edition-212x300Seit Jahrhunderten tobt der Kampf zwischen Journalismus und Literatur: Fakten versus Fiktion. Doch wo genau sind die Grenzen zu definieren? Wie objektiv muss ein journalistischer Text sein und wie subjektiv darf er sein? Sind kleinere Ausflüge in den Bereich der Fiktion erlaubt oder beginnt hier das Gebiet, das die Literatur als ihr Revier markiert hat? Eine Bestandsaufnahme der ewigen Zankerei zwischen journalistischer Literatur und literarischem Journalismus: das Projekt „links.rechts.hier. – Wenn Gefühl entscheidet“ vom Team 9 der Axel-Springer-Akademie.

Lange Zeit waren Autoren gleichzeitig auch Journalisten und die Grenzen zwischen den  Disziplinen fließend – die journalistischen Texte von Heinrich Heine beispielsweise sind heute Teil unseres literarischen Kanons. Doch mit der Zeit hat auch in diesem Bereich die berufliche Spezialisierung ihr Tribut gefordert. Und wo es heute kaum noch personelle Überschneidungen gibt, wird auch auf der Textebene der Grenzverlauf streng bewacht. Dabei gestaltet sich oft gerade die Grauzone zwischen Fakten und Fiktion besonders spannend. (weiterlesen …)

Lisa Heyse

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Viel zu oft bleiben Diskussionen über eBooks und andere digitale Buchprojekte bei der Frage nach einer angemessenen Umwandlung des ursprünglichen Printprodukts stecken. Die wahren Potenziale, die die Digitalisierung dem Buchmarkt, der Produktion von Literatur, dem Schreiben und dem Lesen bietet, sind so nicht auszumachen. Erkennbar werden sie aber bei der Betrachtung konkreter, innovativer Beispiele, wie Streetview Literatur eines ist.

 

Ziel dieses Literaturprojektes ist es, ein Geflecht von Geschichten rund um fiktive Figuren entstehen zu lassen, die mithilfe von google Maps an realen Plätzen verortet werden. Wann immer sich die Wege dieser von vielen unterschiedlichen Autoren gezeichneten Figuren an einer Straßenecke, in einem Café oder einem anderen Ort treffen, werden die Geschichten verknüpft und der Leser kann nach eigenen Wünschen durch die Erzählungen navigieren. Im Interview (audio) mit litaffin stellt Marion Schwehr ihr inspirierendes Projekt vor.

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Lisa Heyse

IMG 4212Nachdem Anfang Mai zwei Tage lang in Frankfurt über Umbrüche in der Buchbranche diskutiert wurde, präsentierte das Forum Zukunft des Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestern in Berlin die Ergebnisse in einem Best of. Es ging um innovative Projekte, die die Crowd oder die zusammengewachsene Community in den Mittelpunkt stellen und aktiv in den Schaffungsprozess von Büchern einbinden. Es ging um die Frage, wo dem Buchhandel Crowds begegnen und es ging um die Potenziale digitaler Buchproduktionen. Allgegenwärtig dabei: Die Bereitschaft, Veränderungen nicht von vornherein als negativ abzutun.

Den Anfang in der Reihe von vier Kurzvorträgen machte Marion Schwehr von Euryclia. Die unüberschaubare Vielzahl von Neuerscheinungen und ihre schwere Verkäuflichkeit verleitete sie zu dem Gedanken, einfach einmal alles umzudrehen: „Wieso fragt man nicht vorher den Leser: Wir haben dies und jenes vor. Seid ihr dabei?“ Gedacht, getan. „Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter“ lautet der Titel des ersten Buches, das durch Vorbestellungen auf euryclia finanziell abgesichert und unter Mitwirkung der bucheigenen Community konzipiert und gestaltet wurde. (weiterlesen …)

Constantin Lieb

Bild-ORZ-298x300Die interessantesten Momente beginnen oft mit einem Geständnis. Hier kommt meins:
Es sollte eigentlich um den Konzertpianisten a.D. und Schriftsteller Alfred Brendel gehen, um die Verbindung zweier Kunstformen in einer Person und um den Begriff des „Musikschriftstellers“, der ihm vom Feuilleton gerne aufgetragen wird und gegen den er sich mindestens genauso gerne wehrt, wie gegen Hustenanfälle in Konzertsälen.

Ich hatte bereits alles vorbereitet. Mein aktueller Bezug sollte Brendels Lyrik-Lesung in der Berliner Philharmonie sein, von der ich etwas enttäuscht war. Zudem besorgte ich mir das im Hanser Verlag erschienene Buch Nach dem Schlussakkord. Die Enttäuschung über die Lesung wollte ich mit dadaistischen Verweisen verknüpfen, da sich Alfred Brendel als Lyriker selbst in diese Tradition einreiht. Aber wie es nun einmal so ist mit Situationen, in denen Geständnisse auftauchen, kam es auch hier anders, als zunächst vermutet. (weiterlesen …)

Sarah Ehrhardt

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau1

Never judge a book by its cover mal ganz wörtlich genommen – wir alle lassen uns doch mehr oder weniger bewusst oder unbewusst vom Äußeren eines Buches anziehen oder abstoßen. Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, die eigene Lektüre in der U-Bahn in einer ergonomisch denkbar ungünstigen horizontalen Position zu halten, nur damit das Cover dem Gegenüber nichts suggeriert, was nicht suggeriert werden soll? Unsere zweite Blogrundschau durchforstet das WWW nach Meinungen zum Buch als Gestaltungsobjekt. Was macht ein gutes Cover aus? Welche gestalterischen Möglichkeiten eröffnen sich im Falle des Buchs als Verbindungsglied zwischen Text und Bild jenseits der klassischen Umschlagpräsentation? Und warum ist das Buch als Design-Gegenstand auch bei Innenarchitekten heiß begehrt?

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Leonie Langer

DIY5Früher machten es berühmte Schriftsteller, dann nur noch größenwahnsinnige Studenten, die ihre Magisterarbeit an den Mann bringen wollten – und heute? Selbstverlegte Bücher landen zwar selten in der Buchhandlung, geschweige denn auf der Bestsellerliste, aber das Internet mit Dienstleistern wie epubli und Books on Demand eröffnet völlig neue Perspektiven des Self-Publishing. Wie einfach ist es tatsächlich, sein Buch selbst zu verlegen? Wo lauern Tücken?

Ein Buch selbst zu verlegen, das bedeutet, es auf eigene Rechnung und unter dem eigenen Namen zu vervielfältigen und zu vertreiben, ist keine neue Idee. Seit dem 18. Jahrhundert (weiterlesen …)

Lisa Heyse

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse

Blogrundschau2

In einer neuen Serie wagt litaffin einen Blick über den virtuellen Tellerrand und durchstreift für euch die schier unendlichen Weiten der literarischen Blogosphäre. Einmal monatlich werden zukünftig an dieser Stelle die besten Funde kondensiert und geordnet vorgestellt.

Statt der üblichen Best-of-2010-Listen soll zu Beginn des neuen Jahres ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Welche Themen werden Autoren, Verleger und Leser 2011 beschäftigen? In welchem Maße beeinflussen neue Technologien unser Kauf- und Leseverhalten? Wie könnte digitales Verlegen zukünftig aussehen? (weiterlesen …)

Gisela Gross

Nopey Jugendfotos
Es knisterte so schön…
Quelle: jugendfotos.de/nopey.

„Es gibt keine Bücher mehr. Es gibt Datensätze mit unendlichen Möglichkeiten. Wir haben trotzdem immer weiter gemacht. Haben Messe gemacht. Jedes Jahr.“
Vergangenen Samstag prophezeite Elmar Krekeler, Leiter der „Literarischen Welt“ und Alfred-Kerr-Preisträger, in seinem Editorial “Willkommen zur Buchmesse 2040″ den Untergang des gedruckten Buches, und damit auch das Ende der Verleger, wie wir sie kennen. Nennen wir es nicht Prophezeihung, nennen wir es Warnung – noch sind wir nicht so weit. (weiterlesen …)

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