Kategorie: Betrieb

Franziska Schramm

Kassette

Sie sind hochpoetisch, mal melancholisch, mal gewitzt, absurd oder einfach nur schön: Songtexte deutscher Musiker können sich hören lassen – und das auch ohne akustische Stütze. Das bewies beispielsweise Max Herre, füherer Freundeskreis-Frontman, der im letzten Jahr auf der lit.Cologne zu Gast war: Er las seine Texte ohne Band im Rücken – ein voller Erfolg, wie ihr bei einem meiner Lieblingsblogger nachlesen könnt.

Das Verhältnis von Poesie und Songtext lotet nun zum ersten Mal auch das Poesiefestival Berlin aus: Am Freitag diskutieren zunächst Literaturwissenschaftler, Autoren und Musiker zum Thema “Lyriks. Songtexte als Dichtung” – im Anschluss daran verwirklichen PeterLicht, Gustav und Thomas Meinecke die Theorie in tanzbare Praxis. Ein schöner Anlass, um meine Lieblingszeilen aus den 10 besten deutschen Songs zusammenzustellen. Voilà! (weiterlesen …)

Markus Streichardt

Lchammaa-224x300Auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin 2009 lernte ich Leila Chammaa als Dolmetscherin für die libanesische Schriftstellerin und Verlegerin Nadine Touma kennen und schätzen. Mit ihren Übersetzungen hat sie eine Vielzahl bedeutender arabischer Autoren und Dichter hierzulande erst bekannt gemacht. Unter anderem: Sahar Khalifa, Alawiyya Sobh, Girgis Shoukry und Elias Khoury, dessen Roman „Yalo“ vor kurzem für den internationalen Literaturpreis nominierte wurde. Ein Anlass zum Gratulieren und um einmal über das Übersetzen im Allgemeinen und das der arabischen Literatur im Besonderen zu sprechen.

Litaffin: Leila, du bist 1965 in Beirut geboren und im Zuge des Bürgerkrieges mit deiner Familie nach Deutschland gekommen. Lässt sich allein aufgrund deiner Herkunft das Interesse für die arabische Sprache/Kultur herleiten? Wie bist du zum Übersetzen gekommen? (weiterlesen …)

Lisa Heyse

IMG 4212Nachdem Anfang Mai zwei Tage lang in Frankfurt über Umbrüche in der Buchbranche diskutiert wurde, präsentierte das Forum Zukunft des Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestern in Berlin die Ergebnisse in einem Best of. Es ging um innovative Projekte, die die Crowd oder die zusammengewachsene Community in den Mittelpunkt stellen und aktiv in den Schaffungsprozess von Büchern einbinden. Es ging um die Frage, wo dem Buchhandel Crowds begegnen und es ging um die Potenziale digitaler Buchproduktionen. Allgegenwärtig dabei: Die Bereitschaft, Veränderungen nicht von vornherein als negativ abzutun.

Den Anfang in der Reihe von vier Kurzvorträgen machte Marion Schwehr von Euryclia. Die unüberschaubare Vielzahl von Neuerscheinungen und ihre schwere Verkäuflichkeit verleitete sie zu dem Gedanken, einfach einmal alles umzudrehen: „Wieso fragt man nicht vorher den Leser: Wir haben dies und jenes vor. Seid ihr dabei?“ Gedacht, getan. „Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter“ lautet der Titel des ersten Buches, das durch Vorbestellungen auf euryclia finanziell abgesichert und unter Mitwirkung der bucheigenen Community konzipiert und gestaltet wurde. (weiterlesen …)

Lina Kokaly

Gratis-Comic-LogoUm sich beliebt zu machen und neue Kunden zu gewinnen, reagierte letztes Jahr nun endlich auch die deutsche Comic-Branche. Lange nach den USA, wo der Comic anders als hier zu Lande kein Nischenprodukt ist, veranstalten Händler und Verlage einen Tag im Jahr den Gratis Comic Tag.

Der Name versucht noch nicht einmal zu behumpsen: Am 14. Mai werden richtige, schöne, in sich abgeschlossene Comic-Bände, die extra für dieses Event produziert wurden, verschenkt. (weiterlesen …)

Caitlin Hahn

5627-twitteratur-178x300Twitteratur, das heißt “Weltliteratur in 140 Zeichen”. Das Geschenkbuch hält Schritt mit der immer wachsenden Tendenz, bekannte Romane, Stücke und Erzählungen mit Blick auf die aktuellsten Trends neu zu rekonstruieren.

Von Alexander Aciman und Emmett Rensin, zwei Studenten  der University of Chicago, konzipiert, lässt “Twitteratur” sich  schnell lesen und umfasst circa 71 Werke in knapp 200 Seiten. Jeder Text wird von einem fiktiven Twitterer aus der Sicht einer der Figuren aus dem originalen Buch umgeschrieben. Es sind sowohl Kafka, Shakespeare und Homer als auch Stephenie Meyer und J.K. Rowling dabei. Frankenstein, zum Beispiel, wird von @Frank-N-Furter getwittert: “Es lebt! Ich hau ihm wohl besser ein paarmal den Feuerlöscher über die Rübe”. (weiterlesen …)

Markus Streichardt

800px-Periplaneta-Verlag-und-Mediengruppe-300x100Wie vielerorts drängen sich auch in meiner Straße Spätverkäufe, Bäckereien, Bars und Restaurants dicht an dicht. Kulturelle Einrichtungen hingegen sind eher Mangelware. Vor zwei Jahren machte ich jedoch eine freudige Entdeckung.

In weißen Lettern auf rotem Untergrund stand geschrieben: Periplaneta – Verlag & Studio, Kreativzentrum (Literaturcafé und Buchhandlung). Neugierig nährte ich mich den Schaufenstern, las in dem gut gefüllten Veranstaltungskalender und betrachtete die ausgestellten Bücher, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Neben einem Krimi stand ein Kinderbuch und daneben eine CD mit Comedy-Aufnahmen. (weiterlesen …)

Dimitris Giannousakis

Logo En1Jedes Jahr im Frühling findet in Thessaloniki die größte literarische Veranstaltung Griechenlands statt: Die Internationale Buchmesse Thessaloniki. Auch in diesem Jahr wird die zweitgrößte Stadt Griechenlands vom 5. bis zum 8. Mai zum Zentrum des literarischen Lebens.

Die Geschichte der Buchmesse ist relativ kurz. Zum ersten Mal fand sie 2004 statt. Damals nahmen hauptsächlich Verleger aus Griechenland teil. Dieses Jahr werden mehr als 200 Verleger aus Griechenland und 25 anderen Ländern dabei sein.

Im Fokus der Messe stehen die Länder des Mittleren Ostens und des Maghreb. Tariq Ali aus Pakistan, Salwa Al Neimi und Subhi Hadidi aus Syrien, Gamal al-Ghitani und Bahaa Taher aus Ägypten, David Grossman aus Israel, Tuna Kiremitci aus der Türkei, Hoda Barakat aus Libanon, Sophie Bessis aus Tunesien, Boualem Sansal und Malek Chebel aus Algerien nehmen am Literaturfestival teil, das während der Messe organisiert wird und diese Länder und ihre Schriftsteller ehren will. (weiterlesen …)

Joy Hawley

Im Haus der Kulturen der Welt versammelten sich am Wochenende hunderte von Medieninteressierten für den Medienkongress „Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt“.

Von taz und der Wochenzeitung der Freitag organisiert, bot der zweitägige Kongress zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen, Debatten, Filme, praxisnahe „Speedlabs“ und sogar eine öffentliche Redakteur-Beschimpfung an.

In aller Munde waren Themen wie die Macht der neuen Medien, der Protest gegen Zensur – Karikaturen über den Islam, Wikileaks – die Rolle des Internets in Revolutionen – u.a. in Nordafrika und Weißrussland – und Fragen à la: Wie prägt die Digitalisierung politische Partizipation? Wo bleibt der unabhängige Journalismus, wenn immer weniger Konzerne immer größere Teile der Medienlandschaft bestimmen?

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dorian

Nachdem ich entdeckt habe, dass “Buchtrailer” tatsächlich so eine Art Gattung sind, habe ich einen ganzen Abend auf Youtube verbracht. Meine fünf Lieblingstrailer sind hier versammelt. Wenn Ihr auch noch einen kennt, freue ich mich über Ergänzungen!

131 Sekunden – und das Buch, welches ich vor Jahren gelesen habe, war fast wieder vollständig da… Michael Endes Meisterwerk Momo als Bilderbuch.

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Susanne Klatt

2Dass es ein mutiges Unterfangen ist, als Student ohne verlegerische Vorkenntnisse, einen eigenen Verlag zu gründen, haben wir gerade erst hier gelesen. Wie es geht, zeigt Ingo Držečnik. Vor fünfzehn Jahren gründete er zusammen mit einem Studienfreund in Heidelberg den Elfenbein Verlag.

Durch die Mitarbeit an der Literaturzeitschrift metamorphosen lernten die Studenten 1995 den Lyriker Andreas Holschuh kennen. Dessen Gedichtsammlung Unterderhand begeisterte sie auf Anhieb und so beschlossen die beiden, Holschuhs Gedichte als Buch zu veröffentlichen. Der Grundstein des Elfenbein Verlags war gelegt und es dauerte nicht lange, da lag auch schon das nächste Manuskript auf ihren Schreibtischen. (weiterlesen …)

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