Carmen-Francesca Banciu – Ich brauche die Musik von mehreren Sprachen

Carmen-Francesca Banciu –  Ich brauche die Musik von mehreren Sprachen

Mit 35 Jahren eine neue Sprache lernen, nicht einfach so, sondern schriftreif geht das? Und über die eigene Familiengeschichte in dieser neuen Sprache schreiben geht das auch? Über die Möglicheit und Unmöglichkeit dieser Herausforderungen hat Irina mit der aus Rumänien stammenden und in Deutschland längst etablierten Schriftstellerin Carmen-Francesca Banciu gesprochen.


Mehr lesen

Die Überflüssigkeit der Dinge

Die Überflüssigkeit der Dinge

Ina wartet auf ein „Später“. Sie wartet auf das Leben, das sie wirklich leben will. Bis dahin trinkt sie viel Gin Tonic, hat etwas Sex, genug Schlaf und jobbt in der Theaterkantine. Hinter den Theaterkulissen begegnet sie ihrem Vater, den sie nie kennengelernt hatte. Und verliebt sich dann auch noch unglücklich in eine Schauspielerin. Janna Steenfatt widmet ihren Debütroman Die Überflüssigkeit der Dinge einer Protagonistin, die zwischen Antriebslosigkeit und Tatendrang durchs Leben wandelt.

Die Überflüssigkeit der Dinge
Foto: Eileen Schüler
Mehr lesen

Ruzowitzkys Verfilmung von „Narziss und Goldmund“: Hesse im Dramaland?

Ruzowitzkys Verfilmung von „Narziss und Goldmund“: Hesse im Dramaland?

90 Jahre nach dem Erscheinen Hesses meistgelesenen Romans Narziss und Goldmund findet der Klassiker der deutschen Literaturgeschichte eine neue Form. Ab März in den deutschen Kinosälen. Auf Leinwand und Hochglanz poliert. Mit viel nackter Haut und Undercuts.

Von Anna-Maria Velhorn

Große Romantik zwischen Kornblumen: Goldmund und Lina
Foto: S&L Medianetworx GmbH
Mehr lesen

Ein Taubenleben

Ein Taubenleben

Eine zermatschte Taube auf der Straße, das ist für Lois das Sinnbild von gescheiterter Existenz. Als sie neun Jahre alt ist, wird sie so zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert. Ihr Vater hat ihr das erklärt: wenn Tauben sterben wollen, dann werfen sie sich vors fahrende Auto. Inzwischen ist Lois Anfang dreißig, an die tote Taube denkt sie noch manchmal und muss sich plötzlich selbst mit Gedanken an den Tod auseinandersetzen. Paulina Czienskowski widmet ihren Debütroman Taubenleben einer Protagonistin, die mit großem Anlauf versucht, herauszufinden, wer sie eigentlich ist.

Mehr lesen

Sie hat einen Namen: Chanel Miller

Sie hat einen Namen: Chanel Miller

TRIGGERWARNUNG: IN DIESEM TEXT GEHT ES UM DAS THEMA VERGEWALTIGUNG. Chanel Miller hat eine Vergewaltigung überlebt. An einem Abend, an dem sie eher zufällig auf eine College-Verbindungsparty ging, hat Brock Turner seine Finger in ihre Vagina gesteckt, während sie bewusstlos hinter einem Müllcontainer lag. Für Chanel beginnt damit ein jahrelanger, zehrender Prozess, während dem sie ihre Identität geheim hält und von Richtern, Verteidigern und den Medien auseinandergenommen wird. Doch jetzt hat sie ein mutiges Buch über die Schrecken der Vergewaltigung und des Gerichtsprozesses geschrieben, an dessen Ende der Vergewaltiger Brock Turner nur drei Monate ins Gefängnis kam und die Gesetze in Kalifornien zugunsten der vergewaltigten Personen geändert wurden.

Mehr lesen

Die Literarizität des Unsagbaren

Die Literarizität des Unsagbaren

Schreiben ist eine Gabe. Deshalb schaffen nicht Viele das, was Ronya Othmann bereits mit 26 Jahren erreicht hat: Als Masterstudentin des Literarischen Schreibens am DLL schreibt sie Kolumnen in deutschen Leitmedien, veröffentlicht Gedichte und fordert Grundsatzdiskussionen beim renommierten Bachmannpreis heraus. In Leipzig möchte ich mit ihr über die Motivation dem Unsagbaren Ausdruck verleihen zu wollen und ihren Alltag als Autorin sprechen.

Interview von Inga Stichling

Mehr lesen

Verlorengegangen zwischen Mutter und Vater

Verlorengegangen zwischen Mutter und Vater

Marianne hat etwas Dummes getan. Mit einem Springseil hat sie sich aufgehängt, bis ihre ältere Tochter Edith sie findet und das Seil durchschneidet. Jetzt müssen Edith und ihre Schwester Mae weg aus Louisiana nach New York zu ihrem Vater. Katya Apekinas Debütroman Je tiefer das Wasser erzählt von zwei Schwestern, die alles versuchen, um von ihren Eltern geliebt zu werden. Dafür reißen sie ihre eigenen Grenzen ein.

Mehr lesen

„Das Buch muss sozial werden!“ Ein Interview mit Emilia von Senger

„Das Buch muss sozial werden!“ Ein Interview mit Emilia von Senger

Emilia von Senger ist vieles: Buchhändlerin, Bookstagrammerin, passionierte Leserin…doch Unternehmerin stand bislang noch nicht auf der Liste. Das soll sich 2020 ändern, denn im Herbst wird Emilia eine Autorinnenbuchhandlung in Berlin eröffnen. Der Name steht auch schon fest: She Said soll der Laden heißen und ein bunter Ort des Austausches und der Vernetzung werden.

Mehr lesen

From Panels with Love #30: Das Licht, das Schatten leert

From Panels with Love #30: Das Licht, das Schatten leert

Tina und ihr Fritzemann hatten eine Todgeburt. Ein Schock. Wut, Schmerz und Schuldgefühle. Wie soll man mit dieser Ungerechtigkeit einfach weiterleben? Um nicht durchzudrehen, stürzt die Comiczeichnerin sich in ihre Arbeit – herausgekommen ist dabei Das Licht, das Schatten leert, eine autobiografische Graphic Novel, die das Erlebte zu verarbeiten versucht. Ein schonungsloser und sehr persönlicher Bericht über Verlust und Trauer, aber auch voller Zuversicht und Witz.

Mehr lesen