Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Und was macht man damit? #23 Friederike Jacob

Der Berliner Verlag Friedenauer Presse, der 1963 aus einer Buchhandlung im beschaulichen Friedenau hervorging, stand im vergangenen Jahr vor der Schließung. Friederike Jacob (zuletzt Kein & Aber) hat den Verlag zusammen mit Andreas Rötzer (Matthes & Seitz Berlin) vor dem Aus bewahrt – und wagt das spannende Projekt, einen Verlag weitestgehend alleine zu leiten. Die Ungebundenheit sowie die Möglichkeit, die Entstehung vom rohen Text zum fertigen Buch selbst zu leiten, schätzt sie dabei. Die Freiheit und die große Bandbreite an Berufsmöglichkeiten für Geisteswissenschaftler*innen führt sie gegen die unsicheren Jobaussichten junger Absolvent*innen der Geisteswissenschaften ins Feld. Friederike Jacob im Gespräch für „Und was macht man damit?“ Mehr lesen

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

8. März-Special #2: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll

Pop-Feminismus meets Malbuch-Hype: „Das feministische Mach-Mit-Buch“ von Gemma Correll ist eine Mischung aus Mal-, Bastel- und Rätselbuch auf den Schienen eines jüngeren Feminismus. Das Format mag in Zeiten eines Malbuch-Hypes unter Erwachsenen zunächst befremden, nicht zuletzt auch weil kindliche Mit-Mach-Bücher im Widerspruch zu politischen Kämpfen zu stehen scheinen. Doch liegt genau in dieser Ironie der rhetorische Witz des Heftes. Während die neuen Erwachsenen-Malbücher sich der stillen Versenkung und Achtsamkeitsübung im Einfärben zart-verspielter Muster verschrieben haben, regt „Das feministische Mach-Mit-Buch“ humorvoll zu Partizipation und Austausch an. Das Aktiv-Werden bildet schließlich auch den Kern des Frauen*kampftages, weshalb dieses Buch (neben den Feministischen Tipps) in unser Special zum 8. März gehört. Gewinnen könnt ihr es auch! Mehr lesen

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

8. März-Special #1: Feministische Tipps rund um die Lese- und Buchkultur

Der 8. März ist Weltfrauen*tag oder vielmehr internationaler Frauen*kampftag – Anlass für ein kleines Feminismus-Special auf Litaffin. Wir beginnen mit einigen Tipps rund um die Lese- und Buchkultur und stellen euch Verlage, Initiativen und Wege vor, über die ihr gewiss keine feministischen Buchtipps mehr verpassen werdet. Wir freuen uns über eure Ergänzungen und Anregungen. Am 8. März folgt eine Rezension von Gemma Corrells „Das feministische Mach-Mit-Buch“ – mit *Trommelwirbel* einem Gewinnspiel um ein Exemplar des Buches. Mehr lesen

„Ich bin sogar verliebt“

„Ich bin sogar verliebt“

Am 15. Februar lud der Wagenbach Verlag herzlich in die österreichische Botschaft ein. Der Grund: Milena Michiko Flašar hat seit 2012 das erste Mal wieder einen Roman veröffentlicht. Nach ihrem letzten Erfolg, „Ich nannte ihn Krawatte“, mehrfach ausgezeichnet und 2012 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises, präsentiert die österreichische Autorin ihr viertes Buch, das am 2. Februar diesen Jahres das Licht der Welt erblickt hat: „Herr Katō spielt Familie“.  Mehr lesen

Rasant, witzig und gefühlvoll: Axel Ranischs Debütroman „Nackt über Berlin“

Rasant, witzig und gefühlvoll: Axel Ranischs Debütroman „Nackt über Berlin“

Der deutsche Filmregisseur Axel Ranisch hat seine Kreativität nun auch in die Welt der Literatur vordringen lassen: Nackt über Berlin erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, deren zunächst lustig gemeinter Streich, den Schuldirektor betrunken zu filmen, besorgniserregende Ausmaße annimmt, als sie ihn plötzlich in seiner eigenen Wohnung gefangen halten. Mehr lesen

Und was macht man damit? #22 Lisa Wiedemuth

Und was macht man damit? #22 Lisa Wiedemuth

Niemals hätte Lisa gedacht, nach ihrem Studium der Kulturarbeit in einem Wirtschaftsunternehmen zu landen, das auch noch Bier verkauft. Seit 2014 unterstützt sie das Sozialunternehmen Quartiermeister mit ihren Ideen und ihrem Engagement. Quartiermeister ist das Bier für den Kiez, das seit fünf Jahren verkauft wird, um mit dem Erlös soziale und kulturelle Projekte in der Stadt zu unterstützen. Neben Lisas Aufgabenbereichen der Fördermittelvergabe, der Ehrenamtskoordination sowie der Pressearbeit, setzte sie sich stark dafür ein, dass aus dem Quartiermeister Bier die Quartiermeister*in wurde. Mit der weiblichen Pilsedition und unter dem schönen Motto #gleichesbierfüralle ist seit letztem Jahr auf der Hälfte aller Etiketten statt eines Mannes auch eine Frau zu sehen – We like! – und stellen hiermit die Mitinitiatorin Lisa Wiedemuth vor!

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Warum die Beleidigung heute zum guten Ton gehört

Warum die Beleidigung heute zum guten Ton gehört

„Mittelfinger sind keine Argumente“ – dieses Zitat aus Der Aufstieg des Mittelfingers hätte ebenso gut Titel dieses auf den Punkt gebrachten humorvollen Sachbuchs sein können, das jedem Maulheld im Internet, jedem ‚Das wird man doch wohl noch sagen dürfen‘-Sager und jedem Schlips, der sich den Schuhsohlen dieser Welt zu nahe fühlt, den Wind aus den Segeln nimmt. Jan Skudlarek geht dem Phänomen des Beleidigens aber auch des Beleidigtseins auf den Grund und nimmt uns mit auf seine Reise. Mehr lesen

From Panels With Love #10: Unerschrocken

From Panels With Love #10: Unerschrocken

„Feministisch, frei und visionär.“ Mit ihrer Graphic Novel Unerschrocken räumt Pénélope Bagieu 15 mutigen Frauen mit Pioniergeist den Platz in der Geschichte ein, den ihnen die gängige Geschichtsschreibung bislang kaum gewährte. Dabei gelingt es der französischen Illustratorin und Cartoonistin, vielschichtige Portraits zu schaffen, die zwar neuwertige Überlieferungen, aber keinesfalls aalglatt zurechtgeliftete Biografien sind.  Mehr lesen

Literatur im Kontext von Geschlecht und Sexualität – Das British Council Literaturseminar 2018

Literatur im Kontext von Geschlecht und Sexualität – Das British Council Literaturseminar 2018

Das British Council Literature Seminar fördert in Deutschland seit mehr als 30 Jahren die Bekanntheit neuerer britischer Literatur. Dieses wie letztes Jahr wurde Bernardine Evaristo, Autorin und Professorin für Creative Writing an der Brunel University London, mit der Leitung des Literaturseminars beehrt. Durch Evaristo, die sich als Aktivistin besonders für die Förderung von People of Colour im Literaturbetrieb einsetzt, lag der thematische Schwerpunkt auf Diversity: 2017 stand Ethnizität im Fokus, während es dieses Jahr primär um Geschlecht und Sexualität ging. So waren vom 25. bis 27. Januar 2018 unter dem Titel „Writing Gender: Sexuality, Feminism and Masculinity“ sieben britische Autor*innen verschiedenster sozialer, geschlechtlicher, sexueller, ethnischer und religiöser Hintergründe in Berlin zu Gast und führten einen wichtigen Dialog um Erfahrungen der Marginalisierung im Kontext der Literatur. Mehr lesen