Kategorie: Veranstaltungen

Lisa Heyse

IMG 4212Nachdem Anfang Mai zwei Tage lang in Frankfurt über Umbrüche in der Buchbranche diskutiert wurde, präsentierte das Forum Zukunft des Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestern in Berlin die Ergebnisse in einem Best of. Es ging um innovative Projekte, die die Crowd oder die zusammengewachsene Community in den Mittelpunkt stellen und aktiv in den Schaffungsprozess von Büchern einbinden. Es ging um die Frage, wo dem Buchhandel Crowds begegnen und es ging um die Potenziale digitaler Buchproduktionen. Allgegenwärtig dabei: Die Bereitschaft, Veränderungen nicht von vornherein als negativ abzutun.

Den Anfang in der Reihe von vier Kurzvorträgen machte Marion Schwehr von Euryclia. Die unüberschaubare Vielzahl von Neuerscheinungen und ihre schwere Verkäuflichkeit verleitete sie zu dem Gedanken, einfach einmal alles umzudrehen: „Wieso fragt man nicht vorher den Leser: Wir haben dies und jenes vor. Seid ihr dabei?“ Gedacht, getan. „Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter“ lautet der Titel des ersten Buches, das durch Vorbestellungen auf euryclia finanziell abgesichert und unter Mitwirkung der bucheigenen Community konzipiert und gestaltet wurde. (weiterlesen …)

Lina Kokaly

Gratis-Comic-LogoUm sich beliebt zu machen und neue Kunden zu gewinnen, reagierte letztes Jahr nun endlich auch die deutsche Comic-Branche. Lange nach den USA, wo der Comic anders als hier zu Lande kein Nischenprodukt ist, veranstalten Händler und Verlage einen Tag im Jahr den Gratis Comic Tag.

Der Name versucht noch nicht einmal zu behumpsen: Am 14. Mai werden richtige, schöne, in sich abgeschlossene Comic-Bände, die extra für dieses Event produziert wurden, verschenkt. (weiterlesen …)

Dimitris Giannousakis

Logo En1Jedes Jahr im Frühling findet in Thessaloniki die größte literarische Veranstaltung Griechenlands statt: Die Internationale Buchmesse Thessaloniki. Auch in diesem Jahr wird die zweitgrößte Stadt Griechenlands vom 5. bis zum 8. Mai zum Zentrum des literarischen Lebens.

Die Geschichte der Buchmesse ist relativ kurz. Zum ersten Mal fand sie 2004 statt. Damals nahmen hauptsächlich Verleger aus Griechenland teil. Dieses Jahr werden mehr als 200 Verleger aus Griechenland und 25 anderen Ländern dabei sein.

Im Fokus der Messe stehen die Länder des Mittleren Ostens und des Maghreb. Tariq Ali aus Pakistan, Salwa Al Neimi und Subhi Hadidi aus Syrien, Gamal al-Ghitani und Bahaa Taher aus Ägypten, David Grossman aus Israel, Tuna Kiremitci aus der Türkei, Hoda Barakat aus Libanon, Sophie Bessis aus Tunesien, Boualem Sansal und Malek Chebel aus Algerien nehmen am Literaturfestival teil, das während der Messe organisiert wird und diese Länder und ihre Schriftsteller ehren will. (weiterlesen …)

Joy Hawley

Im Haus der Kulturen der Welt versammelten sich am Wochenende hunderte von Medieninteressierten für den Medienkongress „Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt“.

Von taz und der Wochenzeitung der Freitag organisiert, bot der zweitägige Kongress zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen, Debatten, Filme, praxisnahe „Speedlabs“ und sogar eine öffentliche Redakteur-Beschimpfung an.

In aller Munde waren Themen wie die Macht der neuen Medien, der Protest gegen Zensur – Karikaturen über den Islam, Wikileaks – die Rolle des Internets in Revolutionen – u.a. in Nordafrika und Weißrussland – und Fragen à la: Wie prägt die Digitalisierung politische Partizipation? Wo bleibt der unabhängige Journalismus, wenn immer weniger Konzerne immer größere Teile der Medienlandschaft bestimmen?

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Leonie Langer

Leipzigmesse 001Vom 17. bis 20. März fand eines der jährlichen Highlights der Literaturwelt statt. Vier Tage, fünf Hallen, über zweitausend Aussteller und Veranstaltungen. Wie kann man das alles schaffen? Kann man nicht, muss man aber auch nicht. 2 Tage, 2 Besucherinnen, 2 Erlebnisberichte.

Donnerstag:

Am Vorabend habe ich mich durch 73 Seiten Programm (nur für den einen Tag!) gelesen und mir ein paar interessant klingende Veranstaltungen herausgesucht. Ich habe nur einen Tag und den will ich schließlich gut nutzen! Schon vom Programm fühle ich mich einigermaßen überfordert. Donnerstag morgen gegen elf komme ich auf dem Messegelände an. Bis ich meine Eintrittskarte und einen Hallenplan in der Hand halte und meine Jacke abgegeben habe, ist eine halbe Stunde vergangen. Zuerst geht’s bei Literaturkritiker Denis Scheck vorbei, der in Druckfrisch-Manier das Beste vom Büchermarkt vorstellt. Da das aber auch nicht spannender ist als im Fernsehen und ich außer den Rücken von großen Menschen vor mir nichts sehe, schlendere ich weiter zu einem Gespräch mit den Nominierten der Kategorie Sachbuch/Essayistik des Preises der Leipziger Buchmesse. (weiterlesen …)

Johannes Schüller

Feria-150x150Während die Leipziger Buchmesse diese Woche ruhig anläuft, scheint ihr südamerikanisches Pedant, die 37. „Feria Internacional del Libro de Buenos Aires“, mit einem handfesten Literaturskandal zu beginnen. Inzwischen hat sich auch Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eingeschaltet. Denn niemand geringeres als der Literaturnobelpreisträger von 2010, der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, provoziert den Unmut argentinischer Intellektueller. Doch die weltweit größte spanischsprachige Buchmesse bietet vom 20. April bis zum 9. Mai 2011 glücklicherweise auch unpolitischere Themen. Die Besucher erhalten ab Ende April einen Einblick in die lebendige Literaturszene Argentiniens und dürften auch dem einen oder anderen deutschen Stand begegnen.

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Caitlin Hahn

DasLeben-190x300by Caitlin Hahn and Joy Hawley

On Wednesday the American essayist David Sedaris filled the Babylon Mitte Cinema with tales of sadistic rabbits, alcoholic cats, and pity-craving bears. A departure from his normal autobiographical work, Sedaris presented a collection of fables that satirically commented on human nature with a modern twist.

Donning a rabbit hat to open the reading, David Sedaris and Gerd Köster, who read in German, took turns reading the selected tales. Although the stories were at times graphic and jarring, the audience appreciated their relevancy. For example, the tale of the animals who built a gate at the entrance to the forest and the rabbit that guarded it satirized the controversial topics of border control, racial profiling, and national security.

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Miriam Koruschowitz

Welttag-der-PoesieZum 11. Welttag der Poesie veranstalteten die Literaturwerkstatt Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission eine Lesung der besonderen Art. Neben Lyrik in deutscher Sprache waren in diesem Jahr auch Stimmen aus Ungarn, Russland, Island und Japan hören. Die Naturkatastrophe in Japan und die Anwesenheit der Dichterin Mariko Nagai gaben dabei mehrfach Anlass zur Frage, ob es angesichts der aktuellen Lage überhaupt in Ordnung sei, sich der Poesie zu widmen. Die Veranstalter waren sich einig: Gerade in schweren Zeiten kann Lyrik Kraft und Orientierung geben, die die Menschen jetzt mehr denn je brauchen. So wurde der Abend den Opfern in Japan gewidmet. (weiterlesen …)

Constantin Lieb

Ulrich-Peltzer-PoetikvorlesungDas Sprechen über Literatur ist dann faszinierend, wenn es intensiv und weitsichtig geschieht, wie zu Beginn des Jahres an vier aufeinander folgenden Dienstagen in Frankfurt. Im Rahmen der dortigen Poetikdozentur skizzierte der Schriftsteller Ulrich Peltzer unter dem Titel Angefangen wird mittendrin ein Literaturverständnis, das Literatur als Teil einer Liaison mit der Gegenwart niemals zu einem Ende kommen lässt. Dankbarerweise für alle, die nicht anwesend sein konnten, ist nun im S. Fischer Verlag unter gleichem Titel Peltzers Poetiktext erschienen.

Seit Ingeborg Bachmann mit ihrer Vorlesung Probleme zeitgenössischer Dichtung 1959/ 1960 in Frankfurt den Anfang machte, kamen über die Jahre in mehreren Städten eine Vielzahl von Vorlesungen hinzu, die (wenn man es so will) auch als eine Art Kanonisierung verstanden werden können. Peltzer steht 2011 am Ende eines Jahrzehnts, das in gewisser Hinsicht eine kleine Wende in dem Genre der Poetikvorlesung vollzog. (weiterlesen …)

Caitlin Hahn

Litaffinkuchen1

Ein Beitrag von Caitlin Hahn und Sarah Ehrhardt

Am Samstag wurde abgerockt und abgetanzt, als alle Litaffinen zusammenkamen, um ein ganzes Jahr bloggen, kommentieren und Literatur erleben zu feiern.

Der Buchhändlerkeller war geschmückt mit großen roten Ballons und glitzernden Sternen, an den Wänden prangten zahlreiche Autorenportraits und Berlin-Fotos – perfekt für eine echte litaffine Fete.

Natürlich musste am Anfang etwas gesagt werden. Studiengangskoordinatorin Dorothee Risse und Litaffin-Mitgründer Dennis Grabowsky und Franziska Schramm haben wohl im Namen aller Anwesenden gesprochen, als sie denjenigen dankten, die den Erfolg von Litaffin ermöglichten. Ohne die vielen Menschen, die mitgemacht haben, wäre litaffin nicht das Blog, das es heute ist!

Um so richtig in Stimmung zu kommen, wurde ein kleines, aber sehr feines Rahmenprogramm mit Musik und Literatur organisiert. Anabelle Assaf bezauberte mit ihrer wunderbaren Stimme und spielte am Klavier unter anderem Songs von Joni Mitchell, Leonard Cohen und sogar ein eigenes Lied. Dennis und Franziska boten Erzählungen dar, die abwechselnd dunkel, lustig und romantisch daher kamen. Begeisterter Applaus bewies, dass nicht nur die Texte geschätzt wurden, sondern auch die Bühnenpräsenz der beiden überzeugte.

Schließlich wurde das Licht gedimmt, die Musik aufgedreht und die Bar geöffnet, die Lesebühne verwandelte sich zur Tanzfläche. Eine bunte Mischung aus neuen und alten Litaffinen, Dozenten, Freunden und Interviewten feierte zusammen den ersten Geburtstag unseres Blogs. Wir danken denjenigen, die diese tolle Party auf die Beine gestellt haben und natürlich allen, die Litaffin täglich lesen, pflegen und genießen. Auf viele weitere spannende Jahre!

Fotos kann man sich hier anschauen!

Foto: © Sarah Ehrhardt

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