Geld verdienen mit Texten im Internet

DIE AUSSCHÜTTUNG
Es gibt zwei Möglichkeiten, um am Verfahren der VG Wort teilzunehmen: Die Sonderausschüttung und die reguläre Ausschüttung. Die Sonderausschüttung betrifft Urheber, denen es nicht möglich ist, eine Zählmarke in ihre Textveröffentlichungen einzubauen. Da dies aber für Euch, wie oben beschrieben, umsetzbar und die reguläre Ausschüttung auch noch lukrativer ist, beschränke ich mich im folgenden auf diese.

Woher das Geld für die Ausschüttung stammt, habt Ihr bereits im Punkt „Die Grundlagen“ erfahren. Doch wie und wie viel wird ausgeschüttet?

Zunächst gilt als Voraussetzung, dass es sich bei Euren Beiträgen/Artikeln um Eurer eigenes geistiges Werk handelt, Ihr also der Urheber seid, klar. Darüber hinaus muss Euer Artikel mindestens 1.800 Anschläge (Zeichen mit Leerzeichen) lang sein und eine bestimmte Mindestzugriffszahl/Anzahl an Lesern vorweisen. Ende Mai/Anfang Juni 2011 werden die notwendigen Mindestzugriffe für 2010 festgelegt. Derzeit erhalten Beiträge, zu denen, im Zeitraum vom 01.01.–31.12., 1500 bis 2999 Sessions gezählt wurden, eine Vergütung von 30.00 €, Beiträge zu denen min. 3000 Sessions gezählt wurden, erhalten eine Vergütung von 40.00 €. Sessions bedeutet, so meine Annahme, dass Eure IP-Adresse, die Euch/Euren Computer eindeutig identifiziert, beim Besuch von litaffin, kurzfristig gespeichert wird. Es somit nicht möglich, von Eurem Computer mehrmals hintereinander auf einen bestimmten Artikel zu klicken, um somit die Zugriffszahlen zu erhöhen. Ob und wenn ja, wie lange Eure IP-Adresse gespeichert und somit die „Manipulation“ verhindert wird, ist jedoch ungewiss. „Die IVW arbeitet im Rahmen ihres Messverfahrens „Skalierbares Zentrales Messsystem“ (SZM) (Dieses verwendet auch der von der VG Wort für die Zugriffszählung beauftragte externe Dienstleister) mit dem nach eigenen Aussagen international standardisierten Wert von 30 Minuten.“ (Wikipedia: unique visit)

Ganz allgemein lässt sich zitieren:

„Wir ermitteln die Anzahl der Zugriffe, die Anzahl der Browsersitzungen und die Anzahl der Abrufer pro Text.“

Diese drei Zahlen, so meine Vermutung, sind im Idealfall identisch. Wenn dies nicht der Fall ist, wird sicherlich die kleinste Zahl als Schwellenwert genommen. Aber das sind alles Spekulationen und eigentlich nicht von Interesse. Denn wenn wir litaffin richtig publik machen, sind die Schwellenwerte von 1.500 bzw. 3.000 Sessions für uns eh kein Problem! Es liegt also allein an uns, mit unseren Texten auch ein wenig Geld zu verdienen.

Ob jedoch die Beträge von 30.00 € bzw.40.00 € in den kommenden Jahren weiter gezahlt werden (können), ist ungewiss. Denn natürlich nehmen bei dieser Verlockung immer mehr Online-Medien und Blogs an diesem Verfahren der VG Wort teil. Eine exponentiell steigende Anzahl an Antragsteller steht allerdings, so meine nicht sehr vage Vermutung, stagnierenden/nicht mitwachsenden Ausschüttungsgeldern aus „Geräteabgaben“ unausgeglichen gegenüber.

Ganz wichtig: Um an der regulären Ausschüttung zum Erhebungsjahr 2010 teilnehmen zu können, muss der Urheber, also jeder einzelne von Euch, der VG Wort bis zum 01.09.2011 alle veröffentlichten Texte noch einmal explizit über T.O.M. melden. Dies kann aber derzeit erst nach Festlegung der Mindestzugriffzahlen durch die VG Wort, also nach Eingang der Bestätigung, dass für Eure einzelnen Artikel wirklich min. 1500 Sessions gezählt wurden, geschehen. Ihr erhaltet diesbezüglich eine Nachricht im Meldesystem.
Wenn dann, wie zu erwarten ist, alle Mindestzugriffszahlen erreicht und natürlich überstiegen worden sind, werden Euch für alle gültig eingereichten Meldungen Eure Tantieme ausbezahlt.

So einfach ist also das Geldverdienen mit Euren Texten im Internet!

Wenn Ihr Fragen habt, fragt, hier im Blog oder per E-Mail.

Link-Tipps:

  • Problematik der Ausschüttung an freie Autoren, wenn
    Verlage ebenfalls an dieser „partizipieren“ (wollen) >>>
  • Wikipedia und die VG Wort – Interview mit Mathias Schindler von Wikimedia >>>

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11 Gedanken zu „Geld verdienen mit Texten im Internet

  • 18. Februar 2010 um 14:28
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    Muss die Zählmarke nicht am Ende des Textes eingebaut werden? Da ansonsten auf der Startseite bzw. Kategorieseite usw. die Zählmarke auch aufgerufen wird. Dies könnte wegen manipulation des Zählwertes zu einem Ausschluss von der Ausschüttung führen.

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    Antwort von Lina Kokaly am 23. Feb 2010 um 13:24

    Also, davon, dass die am Ende stehen müssen, habe ich bei der VG Wort nichts gefunden.
    Wie sieht der Artikel denn schlussendlich aus? Ich habe jetzt mal Zählermarken eingebaut, aber die sieht man jetzt nicht im Text. Das ist ja im Prinzip gut, aber auch richtig?

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    Antwort von Michael Petrikowski am 24. Feb 2010 um 17:28

    Wenn sich die Zählmarke am Anfang befindet, wird auch auf Seiten gezählt, auf dennen der Text nach einigen Tagen oder Wochen nicht mehr vorhanden ist.

    Ein Beispiel: Der Text befindet auf „www.xxx.de/?p=356“ wird aber auch auf „www.xxx.de/index.php“ und „www.xxx.de/?cat=56“ gezählt. Es erscheinen 20 neue Beiträge im Blog und der Text ist auf http://www.xxx.de/index.php“ und „www.xxx.de/?cat=56“ nicht mehr vorhanden sonder befindet sich auf „www.xxx.de/index.php?paged=3“ und „www.xxx.de/?cat=56&paged=1“. Wer jetzt die Zählmarke überprüft kann Manipulation vermuten, da auf Seiten gezählt wurde, auf dennen der Text nicht vorhanden ist.

    Baut man die Zählmarke am Ende des Textes ein wird immer nur auf „www.xxx.de/?p=356“ gezählt, die URL, die bei der VG Wort auch angegeben wird.

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  • 25. Februar 2010 um 12:24
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    Michael, zunächst vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich habe bei der VG Wort angefragt, hole aber noch weitere Erkundungen ein. Meine ausführliche Antwort folgt in Kürze.

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  • 1. April 2010 um 08:27
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    Was lange währt…

    Im Normalfall gilt: „Am günstigsten ist es, die Zählmarke befindet sich am Anfang des Textes, damit sie auf jeden Fall mitgeladen wird, auch wenn der Seitenaufbau mittendrin einmal abbricht.“ (VG Wort)
    Soweit der Regelfall, der für meinen Artikel im Speziellen jedoch leider nicht anzuwenden ist (dazu später mehr).

    Generell gilt:
    Problematisch ist der Einbau der Zählmarke vor dem more-Tag, auch wenn dieser Teil des Textes den Mindesumfang von 1.800 ZML erreichen sollte. Dann ist zwar die Meldung dieses Teiltextes im T.O.M. als Volltext prinzipiell möglich (Die Erweiterung des Webbereiches bei der T.O.M-Meldung um den Permalink des gesamten Artikels hätte allerdings zur Folge, dass die beiden Textteile natürlich als unterschiedlich lang und somit ungültig gewertet würden.), doch wenn dieser von der Automatik des Zählverfahrens lediglich als Teiltext (was er ja eigentlich auch ist) und nicht als abgeschlossener, zusammenhängender Text gewertet wird, die Zählung im schlimmsten Fall ungültig.

    Ich empfehle daher zwei sichere Methoden, die, in Rücksprache mit der VG Wort (Vielen Dank Frau Wagner), funktionieren:
    1. Entsprechend knackige Texte (mind. 1.800 ZML) schreiben, die ohne ein more-Tag auskommen und komplett auf der Startseite erscheinen können, ohne zu ermüden. Für diese Texte können dann bei der Meldung im T.O.M. zwei Webbereiche angegeben werden. Zum einen die Startseite litaffin.de und zusätzlich der Permalink zum Artikel selbst litaffin.de/… Die mit Eurer Zählmarke ausgestatten Texte sind unter beiden Adressierungen identisch und somit gültig.

    2. Bei langen und komplexen Texten, die zwingend mit einem more-Tag arbeiten müssen, weil sonst die gesamte Startseite bald vollkommen unübersichtlich wäre, muss die Zählmarke erst nach dem more-Tag eingefügt werden. Das hat dann natürlich zur Folge, dass nur Zugriffe auf den Artikel direkt (Permalink) gezählt werden. Der Teaser muss also zum Klicken auf den Artikel locken (In der Kürze…).
    Wenn außerdem der nextpage-Tag verwendet wird, muss die Zählmarke zusätzlich vor jeden nextpage-Tag eingefügt werden (Dies entfällt natürlich auf der ersten Seite, wenn Ihr auf dieser bereits die Zählmarke nach dem more-Tag eingefügt habt.). Bei der Verwendung von nextpage-Tags, müsst Ihr dann im VG-Wort-Meldesystem den Webbereich um die zusätzlichen („nextpage“-)Seiten erweiteren, da diese einen eigenständigen Permalink aufweisen. Ich melde also in meinem Fall die Seiten http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/geld-verdienen-mit-texten-im-internet/, …geld-verdienen-mit-texten-im-internet/2/, …geld-verdienen-mit-texten-im-internet/3/

    Noch einmal zum Prinzip der Zählung:
    Die VG Wort teilt Euch (hoffentlich bald) mit, dass Euer Text mit Eurer Zählmarke den „Schwellenwert“ erreicht hat. Jetzt liegt es an Euch, der VG Wort zu melden, unter welchen URLs Euer Artikel abrufbar war und ist. Die meisten Zählungen in Methode 1 werden natürlich über die Startseite und über den Permalink des Artikels erfolgt sein. Die Kategorie-, Archiv und Page 1…-URLs sind letztendlich, im Vergleich zu den Hauptzugriffen, „Schmankerl“, die Ihr aber trotzdem auf jeden Fall melden solltest; also für jede URL einen Webbereich anlegen. Das soll laut Angaben der VG Wort alsbald automatisiert werden. Derzeit ist dies aber noch händisch einzutragen.

    „Die Zählmarke begleitet den Text sein Leben lang.“ (VG Wort) Und wenn der Text nicht mehr auf der Startseite erscheint, wird er auch nicht mehr gezählt. Zu Deiner Sorge um Manipulation, Michael, ist zu sagen, dass nur die Seitenaufrufe gezählt werden, die auch Deine Zählmarke aufweisen. Wo sollte also eine Manupulation vermutet werden, wenn Deine Zählmarke nicht mehr auf der Startseite zu finden ist. Die Verschiebung des Textes auf weitere Unterseiten findet doch zu Deinen Ungunsten statt. Es liegt also an Dir, Deinen im T.O.M. definierten Webbereich fortlaufend, spätestens bei Deiner endgültigen Meldung, um die aktuellen URLs zu ergänzen.

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  • 1. April 2010 um 16:19
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    Die Manipulation fand statt, wenn ich die Startseite von „litaffin“ aufgerufen habe, wurde auch die Zählmarke am Anfang dieses Artikels aufgerufen, obwohl ich einen ganz anderen Beitrag gelesen habe. Wenn sich die Zählmarke hinter dem more-Tag befindet, findet natürlich keine Manipulation statt. Dies war aber Anfangs nicht der Fall.

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    Antwort von Daniel A. am 02. Apr 2010 um 08:41

    Michael, ich finde ja, dass auf Deiner Seite, unter der Rubrik „Interessante Links“, ein Hinweis auf litaffin fehlt…

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  • 1. April 2010 um 16:26
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    “Die Zählmarke begleitet den Text sein Leben lang.” (VG Wort)

    Muss auch in jedem Jahr der vorgegebene Zählwert erreicht werden? Oder reicht es aus, wenn dieser einmal erreicht wurde?

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    Antwort von Daniel A. am 02. Apr 2010 um 08:34

    Der Schwellenwert, der variabel ist und von der VG Wort festgelegt wird, muss jedes Jahr aufs Neue erreicht werden. Die Abrechnung der VG Wort erfolgt jahresbezogen. Das Zitat soll schlicht verkünden, dass die Zählmarke im Zeitraum des „Lebens“ eines Artikels nicht verändert werden soll.

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