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	<title>Kommentare zu: &#8220;Ich habe die Nase voll&#8221;: Angeekelt vom Literaturbetrieb</title>
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	<description>litaffin...Literatur lesen, erleben, studieren</description>
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		<title>Von: Franziska</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-341</link>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 16:18:54 +0000</pubDate>
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		<description>Die Schuld trifft aber nicht nur die Verlage, der Zusammenhang ist doch wesentlich komplexer. Da gibt es auch Agenturen, die einen Autoren trotz Qualität seiner Texte nicht betreuen, weil sie keinen Markt dafür sehen. Und da gibt es Buchhandlungen und Filialisten, die beim Einkauf vor allem nach medialer Präsenz des Autors, Vorgängererfolgen und zu erwartenden Bestsellern entscheiden. Und eben nicht nach dem Inhalt, oder wie innovativ etwas geschrieben ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schuld trifft aber nicht nur die Verlage, der Zusammenhang ist doch wesentlich komplexer. Da gibt es auch Agenturen, die einen Autoren trotz Qualität seiner Texte nicht betreuen, weil sie keinen Markt dafür sehen. Und da gibt es Buchhandlungen und Filialisten, die beim Einkauf vor allem nach medialer Präsenz des Autors, Vorgängererfolgen und zu erwartenden Bestsellern entscheiden. Und eben nicht nach dem Inhalt, oder wie innovativ etwas geschrieben ist.</p>
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		<title>Von: Marion</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-339</link>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 12:48:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Gisela
&quot;auf Titel konzentrieren, die man voll unterstützt&quot;:
Genau, so sehe ich es auch. Dann hätte man auch das Gefühl, dass diese Vorauswahl der Verlage sinnvoll ist und mir als Leser etwas bringt. So frage ich mich, warum ich mich auf das Programm eines Verlags verlassen soll, wenn es nur ein findiger Marketingtrick ist, um meine Aufmerksamkeit und mein Kaufverhalten zu steuern.

Ich glaube, dass Verlage die Leser bzgl. Genres und Plots gehörig unterschätzen. Und dass sie sich nichts mehr trauen. Das, was anscheinend funktioniert, zu machen, ist natürlich einfacher und vermeintlich sicherer. Vielleicht setzen sie aber mit dieser Eintönigkeit, die sie produzieren, gerade ihre Zukunft aufs Spiel? Wer weiß?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gisela<br />
&#8220;auf Titel konzentrieren, die man voll unterstützt&#8221;:<br />
Genau, so sehe ich es auch. Dann hätte man auch das Gefühl, dass diese Vorauswahl der Verlage sinnvoll ist und mir als Leser etwas bringt. So frage ich mich, warum ich mich auf das Programm eines Verlags verlassen soll, wenn es nur ein findiger Marketingtrick ist, um meine Aufmerksamkeit und mein Kaufverhalten zu steuern.</p>
<p>Ich glaube, dass Verlage die Leser bzgl. Genres und Plots gehörig unterschätzen. Und dass sie sich nichts mehr trauen. Das, was anscheinend funktioniert, zu machen, ist natürlich einfacher und vermeintlich sicherer. Vielleicht setzen sie aber mit dieser Eintönigkeit, die sie produzieren, gerade ihre Zukunft aufs Spiel? Wer weiß?</p>
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		<title>Von: Gisela Gross</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-334</link>
		<dc:creator>Gisela Gross</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 09:01:07 +0000</pubDate>
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		<description>Die Frage nach der Notwendigkeit von Programmen hängt leider ganz wesentlich mit dem Sachverhalt zusammen, dass der Markt mit Neuerscheinungen überschwemmt wird. Da wird ein Teil der produzierten Bücher ganz bewusst &quot;verheizt&quot; - warum man sich dann nicht gleich auf&#039;s Wesentliche konzentriert, auf Titel, die man voll unterstützt?! 

Die Genre-Grenzen sind für mich auch kaum nachvollziehbar. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich Titel, die von bekannten Schemata abweichen, überhaupt nicht verkaufen. 
Ich persönlich ärgere mich sehr oft über Bücher, die zum x-ten Mal bereits bekannte Plots aufkochen. Von unvermeidlichen Love-Story-Nebenhandlungen in Krimis/Thrillern ganz zu schweigen. Wird das nur gemacht, damit die &quot;Ähnliche Bücher&quot;-Listen bei Amazon leichter gefüllt werden können? Damit die Presseabteilungen wieder den &quot;neuen Salinger/Dostojewski/Eco&quot; bejubeln können?

Nachtrag: Kritik aus dem Literaturbetrieb heraus gab es z.B. hier: &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2725255&amp;em_cnt_page=1&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Verleger Gerhard Steidl im Interview&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage nach der Notwendigkeit von Programmen hängt leider ganz wesentlich mit dem Sachverhalt zusammen, dass der Markt mit Neuerscheinungen überschwemmt wird. Da wird ein Teil der produzierten Bücher ganz bewusst &#8220;verheizt&#8221; &#8211; warum man sich dann nicht gleich auf&#8217;s Wesentliche konzentriert, auf Titel, die man voll unterstützt?! </p>
<p>Die Genre-Grenzen sind für mich auch kaum nachvollziehbar. Es fällt mir schwer zu glauben, dass sich Titel, die von bekannten Schemata abweichen, überhaupt nicht verkaufen.<br />
Ich persönlich ärgere mich sehr oft über Bücher, die zum x-ten Mal bereits bekannte Plots aufkochen. Von unvermeidlichen Love-Story-Nebenhandlungen in Krimis/Thrillern ganz zu schweigen. Wird das nur gemacht, damit die &#8220;Ähnliche Bücher&#8221;-Listen bei Amazon leichter gefüllt werden können? Damit die Presseabteilungen wieder den &#8220;neuen Salinger/Dostojewski/Eco&#8221; bejubeln können?</p>
<p>Nachtrag: Kritik aus dem Literaturbetrieb heraus gab es z.B. hier: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2725255&#038;em_cnt_page=1" rel="nofollow">Verleger Gerhard Steidl im Interview</a></p>
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		<title>Von: Maria S.</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-330</link>
		<dc:creator>Maria S.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:55:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.litaffin.de/?p=2404#comment-330</guid>
		<description>Der Unterschied ist aber, dass der Angriff hier (scheinbar jedenfalls) aus dem Betrieb heraus kommt. Wenn Autoren Kritik üben, hat das ja doch manchmal einen Beigeschmack: Rache für abgelehnte Manuskripte, verletzte Eitelkeit ... 
Und 80-100 Kommentare/Beitrag sind für so einen Blog beachtlich (bedenkt man auch die Kürze der Zeit). 
Ich glaube, wer aus dem Betrieb kommt, hinterfragt die Dinge, die hier besprochen werden nicht mehr - aber das sollten wir alle!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterschied ist aber, dass der Angriff hier (scheinbar jedenfalls) aus dem Betrieb heraus kommt. Wenn Autoren Kritik üben, hat das ja doch manchmal einen Beigeschmack: Rache für abgelehnte Manuskripte, verletzte Eitelkeit &#8230;<br />
Und 80-100 Kommentare/Beitrag sind für so einen Blog beachtlich (bedenkt man auch die Kürze der Zeit).<br />
Ich glaube, wer aus dem Betrieb kommt, hinterfragt die Dinge, die hier besprochen werden nicht mehr &#8211; aber das sollten wir alle!</p>
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	<item>
		<title>Von: Marion</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-312</link>
		<dc:creator>Marion</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 12:05:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.litaffin.de/?p=2404#comment-312</guid>
		<description>Natürlich! Kritikpunkte gibt´s auch am Literaturbetrieb, wie er in Deutschland abläuft. Die Diskussion dazu könnte aber offener, vielschichter und vor allem auch lauter sein. 

Vielleicht sollte man mal mit der Frage, wozu es überhaupt Verlagsprogramme gibt, anfangen! Sind sie doch eigentlich nur ein Mittel um Aufmerksamkeit (v.a. für die Spitzentitel) zu beschaffen und zu steuern.

Und die Frage nach den Genre-Grenzen finde ich auch überaus spannend. Zumal es Autoren bzw. Texte, die im Grenzbereich verschiedener Genres balancieren, bei Verlagen schwer haben. Obwohl die Texte gut sind. Für den Leser, der ja nicht in starren Genrekategorien denkt, sind diese künstlichen Grenzziehungen irrelevant.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich! Kritikpunkte gibt´s auch am Literaturbetrieb, wie er in Deutschland abläuft. Die Diskussion dazu könnte aber offener, vielschichter und vor allem auch lauter sein. </p>
<p>Vielleicht sollte man mal mit der Frage, wozu es überhaupt Verlagsprogramme gibt, anfangen! Sind sie doch eigentlich nur ein Mittel um Aufmerksamkeit (v.a. für die Spitzentitel) zu beschaffen und zu steuern.</p>
<p>Und die Frage nach den Genre-Grenzen finde ich auch überaus spannend. Zumal es Autoren bzw. Texte, die im Grenzbereich verschiedener Genres balancieren, bei Verlagen schwer haben. Obwohl die Texte gut sind. Für den Leser, der ja nicht in starren Genrekategorien denkt, sind diese künstlichen Grenzziehungen irrelevant.</p>
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		<title>Von: PvC</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-309</link>
		<dc:creator>PvC</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 11:21:55 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt auch in deutschsprachigen Landen Kritik am Literaturbetrieb in Blogs. Man kann das sogar sachlich unter vollem Namen tun.

Was jener italienische Lektor schreibt, wird langjährige Autoren allerdings auch hierzulande kaum erschrecken, solche Infos bekommt man in geschlossenen Autorenforen ebenfalls. Und wer aufmerksam Feuilleton liest, hat längst von im Pogramm eingeplanten &quot;Altpapiertapeten&quot; gehört, die Spitzentitel nur unterstreichen sollen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt auch in deutschsprachigen Landen Kritik am Literaturbetrieb in Blogs. Man kann das sogar sachlich unter vollem Namen tun.</p>
<p>Was jener italienische Lektor schreibt, wird langjährige Autoren allerdings auch hierzulande kaum erschrecken, solche Infos bekommt man in geschlossenen Autorenforen ebenfalls. Und wer aufmerksam Feuilleton liest, hat längst von im Pogramm eingeplanten &#8220;Altpapiertapeten&#8221; gehört, die Spitzentitel nur unterstreichen sollen.</p>
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		<title>Von: Franziska</title>
		<link>http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/ich-habe-die-nase-voll/#comment-308</link>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 11:15:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.litaffin.de/?p=2404#comment-308</guid>
		<description>Alles nichts Neues, was der vermeintliche Lektor da erzählt. Und auch für Berufseinsteiger im Literaturbetrieb gibt es Grund zur Wut: Unbezahlte Praktika, Volontariate für 500 Euro monatlich, Zukunft ungewiss. Das Büchermachen ist ein hartes Geschäft. Für Verbitterung und Zynismus fühle ich mich aber definitv noch zu jung. Es lebe der Idealismus!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alles nichts Neues, was der vermeintliche Lektor da erzählt. Und auch für Berufseinsteiger im Literaturbetrieb gibt es Grund zur Wut: Unbezahlte Praktika, Volontariate für 500 Euro monatlich, Zukunft ungewiss. Das Büchermachen ist ein hartes Geschäft. Für Verbitterung und Zynismus fühle ich mich aber definitv noch zu jung. Es lebe der Idealismus!</p>
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