Ein Wochenende voller Liebe @ #fil15

Ein Wochenende voller Liebe @ #fil15

Weg mit dem Hass, her mit der Liebe, aber zackig! Frei nach dem Motto „Falling in Love“ fand am 28. und 29. November das 1. Orbanism Festival in Berlin sowie im Netz statt. In der ganzen Stadt wurden kleine Aktionen geplant und veranstaltet, die Berlin als Hauptstadt der offenen Kultur erfahrbar machten und für „Liebe und Offenheit statt Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit“ plädierten. Auch im ocelot gabs einiges auf die Ohren!

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Zuhause bei Herrn Holgersson

Zuhause bei Herrn Holgersson

Wie kann Buchhandel in Zeiten von Amazon und fortschreitender Digitalisierung noch funktionieren? Eine viel diskutierte Frage, auf die die zwei jungen Buchhändlerinnen Elisabeth Windfelder und Jasmin Marschall eine Antwort gefunden haben. Die beiden haben nämlich im Juli 2014 ihre eigene Buchhandlung mit dem schönen Namen herr holgersson – lesen&leben in der kleinen Stadt Gau-Algesheim in Rheinland-Pfalz eröffnet. Das besondere an der Buchhandlung ist, dass sie wie eine Wohnung eingerichtet ist. Hier kann man sich also wie zuhause fühlen.

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Die jungen Wilden – diesmal mit binooki

Die jungen Wilden – diesmal mit binooki
© Buchbox Berlin
© Buchbox Berlin

„Die jungen Wilden“ gehen diese Woche in eine neue Runde. Nach dem Verbrecher Verlag und dem Wagenbach Verlag ist es nun Selma Wels und ihr binooki Verlag, die ihr persönlich kennen lernen könnt.

Gastgeber ist die Kiezbuchhandlung BUCHBOX!, welche im Sechs-Wochen-Takt Verleger, Lektoren, Autoren und Illustratoren für uns einlädt. In kleiner Runde bei gutem Wein geht es dann natürlich um’s Bücher machen. Genauer: Was heißt es überhaupt, Bücher zu verlegen, die „abseits des Mainstreams den grauen Alltag erleuchten“?

Selma Wels ist Verlegerin des Kreuzberger Verlags „binooki“, den es erst seit 2011 gibt. Der Independent-Verlag hat sich darauf spezialisiert, türkische Klassiker und aktuelle türkische Belletristik in deutscher Erstübersetzung herauszubringen.

Diesen Donnerstag dreht sich auf der Kulturbühne am Helmholtzplatz bei freiem Eintritt also alles um binooki. Auch eine kleine Lesung aus einem Werk des Verlags wird es geben. Wenn ihr dabei seid, schickt eine Reservierungsmail an theresa.donner@buchboxberlin.de .

Übrigens: Lest doch zum Warmwerden schon mal das LITAFFIN-Interview mit binooki-Verlegerin Inci – hier.

Teil 3 von „Die jungen Wilden“ ­ binooki stellt sich vor, Donnerstag, 17. April 2014, um 20 Uhr, BUCHBOX! Kulturbühne am Helmholtzplatz, Lettestraße 5.

 

Das Buch ist tot. Lang lebe das Buch.

Das Buch ist tot. Lang lebe das Buch.

Über die „Zukunft der Bücher“ lohnt es sich zu sprechen: Julia Claren, die Leiterin des Kulturkaufhauses Dussmann, Elisabeth Ruge, die Leiterin des Hanser Berlin Verlages und der Schriftsteller Thomas Lehr sprachen im Literaturhaus Berlin über gute Argumente für das Buch. Ein Plädoyer für das Buch. Und gegen seine Produzenten.  Mehr lesen

Auf den Spuren eingebildeter Tiere

Auf den Spuren eingebildeter Tiere

Der Literaturbetrieb ist in hellem Aufruhr, Amazon und Apple zählen die Stunden bis zum Untergang des Abendlandes und die Frage bleibt: Was können eBooks eigentlich nicht? Streiflichter aus dem novemberlichen Wien und der Geschichte eines Kulturguts. Mehr lesen

Zadig
Die Französische Buchhandlung in Berlin-Mitte

ZadigDie Französische Buchhandlung in Berlin-Mitte

Von „Another Country“ aus reisen wir gleich weiter in frankophone Gefilde und besuchen diesmal die Buchhandlung „Zadig“ in Berlin-Mitte. Zwischen Neuer Synagoge und Oranienburger Tor befindet sich seit nunmehr sieben Jahren einer der Berliner „hot spots“ französischer Kultur. Mit Litaffin sprach Patrick Suel, der Inhaber, über Voltaire, Houellebecq, die Konkurrenz und das Jahr 2011.

Litaffin: Patrick, welche Idee steckt hinter der Namenswahl? Warum der Bezug zu Voltaires Erzählung Zadig ou la destinée?

Suel: Zunächst einmal hat Voltaire als Franzose auch einen Bezug zu Berlin – er lebte und publizierte ja eine Weile am Hof von Friedrich II. Der Name Zadig ist mehrdeutig: im Arabischen steht er für Wahrheit, im Hebräischen für Gerechtigkeit, er verkörpert die Idee der Aufklärung. Weder Voltaire noch die Figur Zadig sind Vorbilder für mich, aber auf intellektueller Ebene sind sie interessante Charaktere. Manchmal frage ich mich auch, ob Zadig nicht eigentlich ein schrecklicher Name für eine Buchhandlung ist, denn die Figur in Voltaires Erzählung macht viel Furchtbares durch. Doch am Ende zählt, dass er sich diesen Dingen stellt (und als Sieger aus dem Kampf hervorgeht). Das ist doch eine gute Philosophie!  Mehr lesen

Another Country English Language Second Hand Bookshop

Another Country English Language Second Hand Bookshop

Nachdem in unserer Vorstellungsreihe die Krimibuchhandlung „Hammett“ an der Marheineke Markthalle den Anfang gemacht hat, gehen wir nun einige Straßen weiter in die Riemannstraße. Hier pflegt das englischsprachige Antiquariat „Another Country“ Gelassenheit und literarischen Kulturaustausch.

Thomas Pynchon würde diesen Ort lieben, denke ich und stolpere in den Laden. Die Treppenstufen zum Eingang hinauf sind glatt. Vielleicht war ich aber auch nur zu befangen von dem Sog der Buchhandlung. Ich betrete den Eingangsraum mit seinem gefliesten Boden und den vollgestellten Holzregalen und weiß, dass es hier um gelebte Literatur geht, nicht um das Verkaufen von Büchern.

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