Eine Hölle für Literat*innen, ein Himmel für Lesende

Eine Hölle für Literat*innen, ein Himmel für Lesende

Wer mit dem Gedanken spielt Autor*in zu werden, sollte sich eines klarmachen: In der Literat*innenhölle gilt das Credo: Wie du deinen Leser*innen, so auf ewig dir. So zumindest das höllische Konzept, das sich in Beka Adamaschwilis Roman mit dem optimistischen Titel Bestseller entspinnt und in Georgien zum selbigen wurde. Ein starkes Debüt zum Thema Literatur in Literatur und eine gelungene deutsche Übersetzung von Sybilla Heinze, die Lust auf die Frankfurter Buchmesse 2018 und ihr Gastland Georgien machen. Mehr lesen

Von Debütantinnen und ihren Macher*innen

Von Debütantinnen und ihren Macher*innen

Bevor sich am Wochenende junge Autor*innen der Jury des open mike und dem Publikum im Heimathafen Neukölln präsentierten, kehrten ehemalige Finalistinnen auf dieselbe Bühne zurück, auf der sie einst am Wettbewerb teilnahmen. Sichtlich entspannt präsentierten Doris Anselm, Alina Herbing und Andra Schwarz in Begleitung ihrer Lektor*innen und Verleger*innen sich und ihre literarischen Debüts. Durch den Abend führte die Radiojournalistin Gesa Ufer. Mehr lesen

Ach, du liebe Lyrik: Proben von Stein und Licht

Ach, du liebe Lyrik: Proben von Stein und Licht

Ach, du liebe Lyrik! Der Zugang zu dir ist oft nicht leicht. Doch nimmt man sich einmal Zeit und lässt dich so richtig wirken, dann kannst du ganze Berge in der Seele und auch im Kopf versetzen. So ging es mir jedenfalls mit Anja Kampmanns Lyrikdebüt Proben von Stein und Licht, das im vergangenen Jahr in der Reihe Edition Lyrik Kabinett bei Hanser erschienen ist.

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Vogelkäfig Trainingscamp

Vogelkäfig Trainingscamp

Zwei Vögel, die zusammen vier Flügel haben und trotzdem nicht fliegen können. Albert und Aladdin könnten diese zwei Tiere heißen. Nicht nur den Anfangsbuchstaben ihres Namens scheinen sich die beiden Figuren in Isabelle Lehns Debütroman „Binde zwei Vögel zusammen“ zu teilen. Aber erstmal der Reihe nach: Mehr lesen

Die Last meiner eigenen Gegenwart

Die Last meiner eigenen Gegenwart

Was ist schön? Die Frage ist tausende von Jahre alt, und die Antworten darauf, was das Schöne sei, verändern sich mit den Epochen. Was Schönheit oder gutes Aussehen heute ist, sagt uns vor allem die Werbung. Alexandra Kleeman greift in ihrem Debütroman „A wie B und C“ die Rolle der weiblichen Schönheit und deren Kommerzialisierung auf und schreibt über das Verstörende einer Kultur, die von Frauenkörpern besessen ist. Mehr lesen

From Panels With Love #3 — Der alte Mann und das Meer

From Panels With Love #3 — Der alte Mann und das Meer

Berühmt wurde Hemingway als Kriegsreporter, Abenteurer und Frauenheld. Jagd, Hochseefischen, Boxen und Stierkampf begeisterten ihn. Depressionen und Alkohol gehörten zu seinem Alltag — Sein Schreibstil war dagegen eher nüchtern. Dies hinderte ihn aber nicht daran, einer der erfolgreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zu werden. Seine Novelle „Der alte Mann und das Meer“ ist mittlerweile nicht nur ein Klassiker der Weltliteratur, sie ist wohl auch das bekannteste Werk des Autors. Nun erschien von Thierry Murat Hemingways Geschichte über den epischen Kampf zwischen dem alten Fischer Santiago und seiner lang gejagten Beute als Graphic Novel im Knesebeck Verlag.  Mehr lesen

Wie? Die liest jetzt einfach nur?

Wie? Die liest jetzt einfach nur?

Die Lyrikerin, Rapperin und nun auch Romandebütantin Kate Tempest präsentiert im ausverkauften Lido ihren Roman Worauf du dich verlassen kannst. Als sie die Bühne betritt, klärt sie direkt auf: „Ich weiß nicht, was ihr hier alle macht! Wenn ihr eine Show erwartet — das wird nicht passieren!“ Aber genau das passierte dann irgendwie doch.

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Lieber Raketen als Zombies

Lieber Raketen als Zombies

Lola, die Protagonistin in Mirna Funks Roman Winternähe, hat genug von hirntoten Berlinern, die mit ihren Sneakers wie Zombies durch die Gegend gleiten. In den Augen der jungen Fotografin wurde die Geschichte der Juden  in Deutschland plattgeredet und glattgebügelt. Festen Boden mit rauen Kanten zum Festhalten sieht sie hingegen in Israel. Wo das Leben noch nicht aus den Körpern der Menschen gesaugt wurde. Im Fokus des Debüts der ZEIT-Journalistin steht die Reise einer modernen Frau, die sich permanent dazu gedrängt sieht, ihre jüdisch-deutsche Identität vor sich und ihrem Umfeld zu rechtfertigen. Mehr lesen