Sex und Drogen? Nein: Literatur im Berghain

Sex und Drogen? Nein: Literatur im Berghain

Was können sich elektronische Musik und Literatur sagen? Das war die Leitfrage von „elektro.lit“, einem Experiment des Tonlabels und Verlags KOOKbooks, das am Donnerstagabend im Berghain stattfand. Monika Rinck, Lucy Fricke und Jörg Albrecht lasen im vermeintlich hippsten Club Europas; Holger Zilske, Stimming und Frank Bretschneider vertonten das Ganze elektronisch.

Man kennt ja die Klischees, die das Berghain begleiten. Ein Muss für alle, die mal so richtig Berlin erleben wollen, sagt man. Schließlich legt der Kalkbrenner da auf. Und es gibt überall Sex und Drogen. Und man muss Stunden anstehen, um dann vielleicht vom Türsteher heimgeschickt zu werden, wenn ihm die Visage nicht passt. Voll hip eben, total Berlin und so. Da soll Literatur einen Platz finden? Schaun mer mal, denke ich mir als literatur- und elektroaffine Neuberlinerin. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass in Szeneclubs gelesen wird. Airen las im Berghain und Hegemann im Tresor. Also machte ich mich auf den Weg. In Jogginghose.
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