Flexen. Flâneusen* schreiben Städte

Flexen. Flâneusen* schreiben Städte

Eine Stadt zu Fuß zu erobern, bedeutet, sie sich Schritt für Schritt anzueignen. Doch entspannt durch Straßen zu schlendern oder sich durch eine Menge treiben zu lassen, sind Privilegien. Für Frauen, People of Color oder LGBTQ-Personen ist es hingegen nicht selbstverständlich, sich frei und unbeschwert im öffentlichen Raum bewegen zu können. Wie anders ihre Perspektiven auf Städte sein können, zeigt die Anthologie „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“. Sie vereint 30 literarische Texte von jungen Autor*innen und rechnet mit dem Mythos des klassischen Flâneurs ab.

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Berlins freie Literaturszene: Im Gespräch mit Dr. Ingrid Wagner

Berlins freie Literaturszene: Im Gespräch mit Dr. Ingrid Wagner

Kulturhauptstadt, Autorenhauptstadt, Theatermetropole. Selten hat sich jemand davor gescheut, große Worte zu bemühen, wenn es um Berlin und seine Kulturlandschaft geht. Was ist dran an Berlins Ruf, vor kultureller Vielfalt nur so zu strotzen? Wie lebt es sich hier als KünstlerIn, welche Förderinstrumente gibt es und welche Strukturen müssen dringend verändert werden? Eva hat Moritz Malsch und Dr. Ingrid Wagner zu Gesprächen getroffen und wollte wissen: Woraus besteht Berlins Literaturlandschaft, wo positioniert sich darin die freie Szene und was will diese in nächster Zeit erreichen? Mehr lesen

Berlins freie Literaturszene: Im Gespräch mit Moritz Malsch (Lettrétage)

Berlins freie Literaturszene:  Im Gespräch mit Moritz Malsch (Lettrétage)

Kulturhauptstadt, Autorenhauptstadt, Theatermetropole. Selten hat sich jemand davor gescheut, große Worte zu bemühen, wenn es um Berlin und seine Kulturlandschaft geht. Was ist dran an Berlins Ruf, vor kultureller Vielfalt nur so zu strotzen? Wie lebt es sich hier als KünstlerIn, welche Förderinstrumente gibt es und welche Strukturen müssen dringend verändert werden? Eva hat Moritz Malsch und Dr. Ingrid Wagner zu Gesprächen getroffen und wollte wissen: Woraus besteht Berlins Literaturlandschaft, wo positioniert sich darin die freie Szene und was will diese in nächster Zeit erreichen? Mehr lesen

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

Von Corinna von Bodisco und Eva Schneider

Am Donnerstag startete in Moabit eine funkelnagelneue Literaturreihe: HAUSER UND TIGER. Randvoll war die Bar Kapitel 21 deshalb in der Lehrter Straße – übrigens nur zehn Minuten weiter wurde Kurt Tucholsky vor knapp 125 Jahren geboren. Bei Kürbis-Karotte-Ingwer-Suppe und dem fruchtigen, extra für die Literaturreihe kreierten Tucholsky-Gedenk-Cocktail, Kurt, fiel gar nicht auf, wie nervös die beiden Gastgeberinnen wirklich waren. Viktoria Hahn und Patricia Spies studieren Angewandte Literaturwissenschaft an der FU Berlin und erobern nebenbei gerne Inselbezirke. Für ihren HAUSER UND TIGER-Auftakt luden sie die Autoren Christine Koschmieder und Mikael Vogel ein. Mehr lesen

Roadtrip ohne Road

Roadtrip ohne Road

Im Jahr 2010 sorgte Helene Hegemann mit ihrem Debüt „Axolotl Roadkill“ für Aufruhr in den Feuilletons. Im letzten Jahr entließ die polarisierende Jungautorin ihren zweiten Roman auf den deutschen Buchmarkt. „Jage zwei Tiger“ ist nicht nur eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Es ist ein Roadtrip ohne Road, frech, schrill, unsexy. Auch dieses Mal scheiden sich über Hegemanns Buch die Geister. Mehr lesen

Gottes verfaulte Welt – Über Stefanie de Velascos Roman „Tigermilch“

Gottes verfaulte Welt – Über Stefanie de Velascos Roman „Tigermilch“

Jugendsprache, die von Erwachsenen geschrieben wird, geht gemeinhin in die Hose. Dass es funktionieren kann, hat uns Wolfgang Herrndorf mit seinem wunderbaren Roadtrip „Tschick“ gezeigt. Jetzt beweist auch Stefanie de Velasco mit ihrem Debütroman „Tigermilch“, dass sogar die etwas derbere Variante gute Literatur sein kann. „Tigermilch“ ist ein Jugendroman, es ist ein Freundschaftsroman und ein Berlinroman. Mehr lesen

Klasse statt Masse? – Ein Interview mit Metrolit

Klasse statt Masse? – Ein Interview mit Metrolit

Seit Anfang dieser Woche liegen 18 Neuerscheinungen des Berliner Jung-Verlags Metrolit in den Läden. Circa 40 Titel „Metroliteratur“ sollen dieses Jahr noch aus dem Aufbau-Haus am Moritzplatz kommen. Gegründet haben den neuen Verlag Aufbau-Eigner Matthias Koch, der Radiosender FluxFM sowie Walde + Graf. Belletristik-Verantwortliche Bärbel Brands erklärt Miriam Wienhold im Litaffin-Interview Ziele und Risiken einer solchen Neugründung. Mehr lesen

“BERLIN trifft NEW YORK”
Zwei Großstadtautoren und die Suche nach dem Glück

“BERLIN trifft NEW YORK”Zwei Großstadtautoren und die Suche nach dem Glück


Von Katharina Kohlhaas und Dennis Grabowsky

Lucy Fricke und John Wray lasen am Montag im Kultursalon Roderich aus ihren Romanen „Ich habe Freunde mitgebracht“ und „Retter der Welt“. Die Hamburgerin Fricke wohnt seit zehn Jahren in Berlin und der New Yorker Wray durfte dank der American Academy drei Monate am Wannsee leben und schreiben. Sie liest und spricht mit fester Stimme, er mit vereinnahmendem amerikanisch-österreichischen Akzent. Beide haben etwas gemein: Sie leben in Metropolen und verarbeiten ihre Erfahrungen in Romanen. Im Laufe des Abends stellt sich jedoch heraus, dass das ihre einzige Gemeinsamkeit ist.

Zwischen Glockenlilien auf einem kleinen Podest, das wie die Sofas und Sessel der Zuhörer von Bücherregalen eingerahmt ist, beginnt eine Diskussion, die einen Rahmen bilden wird um die Lesungen aus ihren Büchern. Die Fragen und Antworten kreisen dabei immer wieder um das Phänomen, wie schnell man sich in Städten verlieren kann. Dabei offenbaren sich zwei sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen.

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Ein Buch für … Männer?

Ein Buch für … Männer?

Der etwas andere Bildungsroman geht in die dritte Runde

Felix Holm ist der Wilhelm Meister des Unterhaltungsromans. Wofür Goethes Aufklärungsheld allerdings nur zwei Bände brauchte, benötigt Matthias Keidtels Holm derer schon drei: seinen Platz im Leben zu finden. Das nimmt aber nicht Wunder, ist der inzwischen Enddreißiger aus Berlin-Rudow doch ein schwerer Fall – und alles andere als aufgeklärt in vielerlei Hinsicht. Er ist pedantisch und rational bis zur Irrationalität, wägt alle seine und nicht zuletzt die Handlungen anderer nach deren Übereinstimmung mit der bundesdeutschen Rechtsordnung ab und ist überhaupt ein weltfremder Zeitgenosse. Er ist das uncoole Abbild des modernen Mannes, der seinen Lesern das entspannte Gefühl gibt, doch mehr drauf zu haben als es ihm eine testosteronstrotzende Männermedienwelt zuweilen suggeriert.

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Abrechnung mit Helene Hegemann

Der Verband Deutscher Schriftsteller sorgt sich um das Urheberrecht: Kurz vor der Leipziger Buchmesse wurde eine Petition veröffentlicht, die eine uneingeschränkte Beachtung des Urheberrechts fordert, und von namhaften Autoren wie Sibylle Lewitscharoff, Günter Grass, Christa Wolf und Günter Kunert unterzeichnet wurde. Das merkwürdige an dieser „Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums“: Der Name Helene Hegemann fällt kein einziges Mal – und doch liest sich diese Erklärung wie eine Abrechnung mit der Autorin und ihren Unterstützern im Literaturbetrieb. Der Ton ist anklagend bis vorwurfsvoll belehrend, die Forderung eindeutig: Plagiate verdienen keinen Preis.

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Nina Lorenzen im Gespräch mit dem Schriftsteller Pol Sax

Die Vielzahl an Großstadtromanen auf dem Buchmarkt beweist die schier unerschöpfliche Begeisterung für die Verbindung von Stadt und Text in der Literatur. Ob in Lyrik oder in Prosa: Die Wahrnehmung von Stadt ist allgegenwärtig.
Dass Stadt mehr als nur ein Setting für literarische Texte sein kann, zeigt Nina Lorenzen in ihrem Radio-Beitrag zum Berliner U-Bahn-Roman „U5“ von Pol Sax.
[audio:http://www.litaffin.de/wp-content/uploads/Nina-Lorenzen-im-Gespräch-mit-dem-Schriftsteller-Pol-Sax.mp3|titles=Nina Lorenzen im Gespräch mit dem Schriftsteller Pol Sax]

Dieser Beitrag wurde erstmals am 10. Januar im Uniradio Berlin-Brandenburg im Rahmen der Literatursendung „Dalehmer Diwan“ ausgestrahlt. Diese Sendung wird von Studierenden der Freien Universität Berlin konzipiert.

Hörtipp: „Stadt & Literatur“ im uniRadio

Morgen gibt es Literatur auf die Ohren: Am Sonntag läuft von 17 bis 18 Uhr die Sendung „Dahlemer Diwan“ im uniRadio 97,2 – gestaltet von Studierenden der Allgemein Vergleichenden und der Angewandten Literaturwissenschaft. Thema der Sendung ist „Stadt & Literatur“. Vorgestellt werden eine Gedicht-Plakataktion in Leipzig, der Roman „U5“, Literaturcafés in Berlin sowie der Poetry Slam im Rosi’s. Zu hören sind außerdem Umfragen, Veranstaltungstipps und natürlich gute Musik. Also: Ran an die Radios.

Mehr Infos zur Sendung „Dahlemer Diwan“ sowie alte Beiträge vergangener Sendungen gibt es [hier].