Sommer 2015: Das liest die LITAFFIN-Redaktion #Teil 2

Sommer 2015: Das liest die LITAFFIN-Redaktion #Teil 2

Der diesjährige Sommer ist ganz schön durchwachsen: mal sengende Hitze, mal grau-stürmisches Herbstwetter. Immerhin sollten so für jeden mal die perfekten Bedingungen zum Lesen dabei sein. Sommer heißt aber vor allem auch, raus aus dem Alltag und ab ans Meer, in die Berge oder eine neue Stadt erkunden. Welche Bücher wir von LITAFFIN diesen Sommer schon gelesen haben und welche in unsere Koffer wandern, erfahrt ihr hier. In unserem Teil 2 von Eva, Marie und Eva.

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Merkwürdige Ästheten

Merkwürdige Ästheten

Leif RandtLeif Randt machte dieses Jahr mit seinem Debütroman „Leuchtspielhaus“ sowie als Gewinner des MDR-Literaturpreises auf sich aufmerksam. Litaffin sprach mit dem 26-jährigen über exzessive Jugendliche, Generationentexte und die Romantik von Schreibschulen.

Litaffin: Auffällig in deinen Texten ist die Sehnsucht der Figuren nach Regelhaftigkeit. Du schreibst über avantgardistische, aber trotzdem schematisierte Lebensstile. Ist das die „neue Jugend“?

Randt: Meine Figuren sind meistens merkwürdige Ästheten und eher Stoffel als harte Partyköpfe. Interessant ist, dass scheinbar viele gerne lesen, wie extrem wild und exzessiv Jugendliche sind. Und das sind sie teils ja auch. Aber vieles, was erzählt und ausgelebt wird, bedient auch nur die leicht kitschigen Projektionen von älteren Leuten. Aber wer weiß? Vielleicht gibt es in der echten Welt tatsächlich mehr harte Partyköpfe als so nachdenkliche Oberflächenjungs, wie ich sie beschreibe. Mehr lesen