Im Gespräch mit Kabeljau & Dorsch

Im Gespräch mit Kabeljau & Dorsch

LITAFFIN hat sich zu einem gemütlichen Gespräch mit den drei Veranstaltern der Berliner Lesereihe für junge Literatur Kabeljau & Dorsch getroffen. Malte, Chris und Sven bekommen für ihr erfolgreiches Projekt seit kurzem eine Förderung. Was sich seither verändert hat und was die drei als nächstes planen, das erfahrt ihr im Video-Interview. Mehr lesen

LESUNGSFETZEN* Lettrétage: Wer darf eigentlich schreiben?

LESUNGSFETZEN* Lettrétage: Wer darf eigentlich schreiben?

Wer darf denn eigentlich schreiben? Das fragten am Dienstagabend Martina Koesling und Susanne Klimroth in der Lettrétage. Vier Berliner Autorinnen  und Autoren (Kurz-Bios gibt es HIER) waren eingeladen, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Heraus kam eine ehrliche Diskussion und der Konsens: Jeder darf schreiben. Klar. Aber darf man diese Frage denn eigentlich stellen? Ein paar LESUNGSFETZEN*.

 

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You’re a Rock-Star, T.C. Boyle!

You’re a Rock-Star, T.C. Boyle!

T.C. Boyle ist auf Deutschland-Tournee. In Berlin ist er diese Woche mit der Weltpremiere seines neuesten Romans Hart auf Hart aufgetreten. Dabei ist die englische Originalfassung The Harder They Come noch nicht einmal erschienen, obwohl sie schon seit 2013 fertig ist. Der Übersetzer Dirk van Gunsteren musste sich also gar nicht hetzen. Man ist sichtlich stolz bei Hanser, mit diesem Titel die Nase vorn zu haben. Und was für eine Nase!

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Das rote Schaf der Familie

Das rote Schaf der Familie

Was hat “Six Feet Under”, die amerikanische Serie über ein Beerdigungsinstitut, wohl mit dem britischen Straßenfeger “Downton Abbey” gemeinsam, einmal abgesehen davon, dass es sich bei beiden um ausgesprochen populäre Fernsehproduktionen handelt? Die Antwort liegt in der Inspirationsquelle, die, so unwahrscheinlich es auf den ersten Blick scheinen mag, in beiden Fällen bei einer berühmt-berüchtigten englischen Adelsfamilie zu finden ist; bei den hierzulande bis dato eher vernachlässigten Mitford-Schwestern, Lord Redesdale’s sechs skandalträchtige Töchter. In England lassen sich viele Regalmeter (von ihnen und über sie verfasste) Literatur finden. Mehr lesen

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

Von Corinna von Bodisco und Eva Schneider

Am Donnerstag startete in Moabit eine funkelnagelneue Literaturreihe: HAUSER UND TIGER. Randvoll war die Bar Kapitel 21 deshalb in der Lehrter Straße – übrigens nur zehn Minuten weiter wurde Kurt Tucholsky vor knapp 125 Jahren geboren. Bei Kürbis-Karotte-Ingwer-Suppe und dem fruchtigen, extra für die Literaturreihe kreierten Tucholsky-Gedenk-Cocktail, Kurt, fiel gar nicht auf, wie nervös die beiden Gastgeberinnen wirklich waren. Viktoria Hahn und Patricia Spies studieren Angewandte Literaturwissenschaft an der FU Berlin und erobern nebenbei gerne Inselbezirke. Für ihren HAUSER UND TIGER-Auftakt luden sie die Autoren Christine Koschmieder und Mikael Vogel ein. Mehr lesen

Ringvorlesung „Mein Roman“

Ringvorlesung „Mein Roman“

Stundenpläne, Seminare, Sprechstunden, Hausaufgaben – das Sommersemester hat angefangen und von Neuem beginnt der Unistress. Aber nicht nur für uns Studenten, sondern auch für unsere werten Herren und Damen Professoren, Dozenten, Doktoren und Privatgelehrten. Dass unsere Lehrer nebenbei auch so etwas wie ein Privatleben haben, vergisst man bei all dem Trubel schnell. Ab dem 22. April stellen deshalb nun 13 Dozenten der Geisteswissenschaften ihre persönliche Lieblingslektüre in der Ringvorlesung „Mein Roman“ vor und erklären, welche Bücher sie dazu inspiriert haben, Wissenschaftler zu werden. Teilnehmen kann jeder der will, gelesen wird immer Dienstags, von 16 bis 18 Uhr, im Hörsaal 1 b.

Das Programm:

  • 22. April 2014, Prof. Dr. Ulla Haselstein: Gertrude Stein, The Making of Americans
  • 29. April 2014, Prof. Dr. Susanne Zepp: Clarice Lispector, A Hora da Estrela (Die Sternstunde)
  • 6. Mai 2014, Prof. Dr. Andreas Mahler: Gustave Flaubert, L’Éducation sentimentale
  • 13. Mai 2014, Prof. Dr. Werner Busch: E. T. A. Hoffmann, Lebens-Ansichten des Katers Murr nebst fragmentarischer Biographie des Kapellmeisters Johannes Kreisler in zufälligen Makulaturblättern
  • 20. Mai 2014, Prof. Dr. Andrew James Johnston: Evelyn Waugh, Brideshead Revisited
  • 27. Mai 2014, Prof. Dr. Georg Witte: Saša Sokolov, Škola dlja durakov (Die Schule der Dummen)
  • 3. Juni 2014, Prof. Dr. Remigius Bunia: Laurence Sterne, Tristram Shandy
  • 10. Juni 2014, Prof. Dr. Peter Geimer: Marcel Proust, À la recherche du temps perdu
  • 17. Juni 2014, Prof. Dr. Peter-André Alt: Franz Kafka, Der Prozess
  • 24. Juni 2014, Prof. Dr. Joachim Küpper: Honoré de Balzac, Le père Goriot; Gustave Flaubert, L’Éducation sentimentale
  • 1. Juli 2014, Prof. Dr. Anne Fleig: Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
  • 8. Juli 2014, Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm: Ingo Schulze, Neue Leben
  • 15. Juli 2014, Prof. Dr. Gertrud Koch: Gustave Flaubert, Madame Bovary

Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Alle 45, Hörsaal 1 b, 14195 Berlin, U-Bahnhof Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3)

Zum Geburtstag alles Gute: 50 Jahre Wagenbach-Verlag

Zum Geburtstag alles Gute: 50 Jahre Wagenbach-Verlag

In diesem Jahr wird der Wagenbach-Verlag 50 Jahre alt. Grund zum Feiern und um einmal zurückzublicken auf die bewegte Geschichte des Berliner Verlagshauses. Gefeiert wird unter anderem im Literarischen Colloqium am Wannsee, am 27.03 mit einer Lesung, die das vielschichtige Jubiläumsprogramm vorstellt. Das ist wie immer international, jung und scheut sich nicht vor unbequemen Themen. Diesmal geht die Reise in den Norden von Mexiko, wo die Mafia herrscht, über die Katakomben von Rom, wo sich Partisanen vor den Nazis verstecken, bis nach Sankt Petersburg, wo ein Jazzmusiker seine Stimme verliert – die Autoren Orfa Alarcón, Arthur Larrue, Owen Martell, Eva Roman und Paolo Soriga werden von ihren Lektoren vorgestellt und lesen aus ihren Werken.

APO, Rote Armee Fraktion und Literatur – die Geschichte des Wagenbach-Verlags ist eng verbunden mit den Studentenrevolten der 70er Jahre. Die berühmten schwarzen Quarthefte (ehemalige Schulhefte) des Verlages haben die BRD entscheidend geprägt. Doch wie kann ein unabhängiger Verlag überleben, dessen Startkapital aus dem Verkauf einer Wiese stammt und dessen Bücher politisch so stark aneckten, dass sie per Gerichtseintscheid aus dem Buchhandel genommen wurden? Die Jubiläums-Ausstellung im Literaturhaus Leipzig, die ab dem 27. Mai auch in der Berliner Staatsbibliothek zu sehen sein wird, beleuchtet die bewegte Geschichte des Wagenbach-Verlags. Unter den Exponaten befindet sich neben dem Schlagring des Urgroßvaters des Verlagsgründers Klaus Wagenbach auch das hektographierte Original des ersten Manifests der Roten Armee Fraktion.

Von Büchern, Brücken und Protesten: Der Programmschwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse

Von Büchern, Brücken und Protesten: Der Programmschwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse

Wer nach diesem und jenem Verlagsstand die Halle 4 der Leipziger Buchmesse erreicht hat, ein bisschen kaputt, ein bisschen reizüberflutet, ein bisschen gedrängelt, entdeckt das Forum OstSüdOst. Hier ist seit drei Jahren schon das Leipziger Zuhause für Literatur aus Osteuropa: Weißrussland, Ukraine und Polen. Der Programmschwerpunkt  „tranzyt. kilometer 2014“ will in seinem letzten Jahr wieder Messebesucher faszinieren und ja, auch an die Hand nehmen. Mehr lesen

Auf Magical Mystery-Tour – Sven Regener holt Karl Schmidt zurück

Auf Magical Mystery-Tour – Sven Regener holt Karl Schmidt zurück

Man nehme einen gescheiterten Helden, ganz viel Musik und planlose Fahrten durchs Land – fertig ist der Pop-Roman. Mal ganz vereinfacht gesagt. Das ist nichts Neues, das ist nicht innovativ. So steht bei einigen deutschen Pop-Romanen am Ende der Lektüre eher ein Schulterzucken: kann man lesen (und kann geschrieben werden) – muss aber auch nicht sein. Doch es geht auch anders, besser. Mehr lesen