Vor Frust „außer sich“ vor Freude

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

„Huch, die kenne ich doch?“ Aus der Seminarbeschreibung ging hervor, dass wir uns in diesem Kurs meines Studiengangs Angewandte Literaturwissenschaft mit einem Debütroman des Suhrkamp Verlags beschäftigen würden – und zwar Monate vor dessen Erscheinen. Deshalb entfuhr mir ein leiser Ausdruck des Erstaunens, als der Hardcover-Einband von Außer sich mit dumpfem Geräusch vor mir auf dem Tisch landete. Sasha Marianna Salzmann steht in kleinen Lettern auf dem Umschlag. Der Name war mir doch allzu geläufig – allerdings aus keinem Bücherregal, sondern von meinen Streifzügen durch die Berliner Theaterlandschaft. Die Hausautorin des Maxim Gorki Theaters und ehemalige Leiterin der dortigen experimentellen Bühne Studio Я hatte sich also an einen Roman gewagt. Mehr lesen

Ein Wochenende voller Liebe @ #fil15

Ein Wochenende voller Liebe @ #fil15

Weg mit dem Hass, her mit der Liebe, aber zackig! Frei nach dem Motto „Falling in Love“ fand am 28. und 29. November das 1. Orbanism Festival in Berlin sowie im Netz statt. In der ganzen Stadt wurden kleine Aktionen geplant und veranstaltet, die Berlin als Hauptstadt der offenen Kultur erfahrbar machten und für „Liebe und Offenheit statt Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit“ plädierten. Auch im ocelot gabs einiges auf die Ohren!

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Berlins freie Literaturszene: Im Gespräch mit Dr. Ingrid Wagner

Berlins freie Literaturszene: Im Gespräch mit Dr. Ingrid Wagner

Kulturhauptstadt, Autorenhauptstadt, Theatermetropole. Selten hat sich jemand davor gescheut, große Worte zu bemühen, wenn es um Berlin und seine Kulturlandschaft geht. Was ist dran an Berlins Ruf, vor kultureller Vielfalt nur so zu strotzen? Wie lebt es sich hier als KünstlerIn, welche Förderinstrumente gibt es und welche Strukturen müssen dringend verändert werden? Eva hat Moritz Malsch und Dr. Ingrid Wagner zu Gesprächen getroffen und wollte wissen: Woraus besteht Berlins Literaturlandschaft, wo positioniert sich darin die freie Szene und was will diese in nächster Zeit erreichen? Mehr lesen

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

„Es heißt immer, der Wedding kommt“

Von Corinna von Bodisco und Eva Schneider

Am Donnerstag startete in Moabit eine funkelnagelneue Literaturreihe: HAUSER UND TIGER. Randvoll war die Bar Kapitel 21 deshalb in der Lehrter Straße – übrigens nur zehn Minuten weiter wurde Kurt Tucholsky vor knapp 125 Jahren geboren. Bei Kürbis-Karotte-Ingwer-Suppe und dem fruchtigen, extra für die Literaturreihe kreierten Tucholsky-Gedenk-Cocktail, Kurt, fiel gar nicht auf, wie nervös die beiden Gastgeberinnen wirklich waren. Viktoria Hahn und Patricia Spies studieren Angewandte Literaturwissenschaft an der FU Berlin und erobern nebenbei gerne Inselbezirke. Für ihren HAUSER UND TIGER-Auftakt luden sie die Autoren Christine Koschmieder und Mikael Vogel ein. Mehr lesen

Hasenspur mit Literaturbeilage

Hasenspur mit Literaturbeilage

 

Die Buchmesse ist geschafft; die Finnen sind nach ihrem sehr erfolgreichen Auftritt als “Finnland.Cool” wieder abgereist. Glücklicherweise haben sie uns viele Lese-Anregungen für den kommenden Winter dagelassen. Lauras Verschwinden im Schnee ist das perfekte Buch für lange Winterabende. Der Autor Pasi Ilmari Jääskeläinen, heißt es, ist Finnlands am besten gehütetes literarisches Geheimnis. Lumikko ja yhdeksän muuta, so der Originaltitel, ist in Finnland bereits 2006 erschienen und liegt seit September auch in deutscher Übersetzung vor. Mehr lesen

Roadtrip ohne Road

Roadtrip ohne Road

Im Jahr 2010 sorgte Helene Hegemann mit ihrem Debüt „Axolotl Roadkill“ für Aufruhr in den Feuilletons. Im letzten Jahr entließ die polarisierende Jungautorin ihren zweiten Roman auf den deutschen Buchmarkt. „Jage zwei Tiger“ ist nicht nur eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Es ist ein Roadtrip ohne Road, frech, schrill, unsexy. Auch dieses Mal scheiden sich über Hegemanns Buch die Geister. Mehr lesen

Zauberhaft schreckliche Realität – Eva Roman mit ihrem Debüt „Siebenbrunn“

Zauberhaft schreckliche Realität – Eva Roman mit ihrem Debüt „Siebenbrunn“

2014 – das 50. Jubiläumsjahr des Wagenbach-Verlags ist für Eva Roman zugleich ihr Debütjahr. Nach einigen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien erschien im März nun ihr Roman „Siebenbrunn“. Dabei wagt sich die junge Autorin an Tiefgründiges, ja an schwere Kost, arbeitet sich an großen Emotionen ab. Und doch ist es ein leichtfüßiges Stück geworden. Mehr lesen

Von Büchern, Brücken und Protesten: Der Programmschwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse

Von Büchern, Brücken und Protesten: Der Programmschwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse

Wer nach diesem und jenem Verlagsstand die Halle 4 der Leipziger Buchmesse erreicht hat, ein bisschen kaputt, ein bisschen reizüberflutet, ein bisschen gedrängelt, entdeckt das Forum OstSüdOst. Hier ist seit drei Jahren schon das Leipziger Zuhause für Literatur aus Osteuropa: Weißrussland, Ukraine und Polen. Der Programmschwerpunkt  „tranzyt. kilometer 2014“ will in seinem letzten Jahr wieder Messebesucher faszinieren und ja, auch an die Hand nehmen. Mehr lesen