Die pure L i t e r a t u r – ein Rückblick auf den 23. open mike 2015

Die pure L i t e r a t u r – ein Rückblick auf den 23. open mike 2015

Eine Woche ist vergangen, seitdem der open mike zum 23. Mal veranstaltet wurde.  Zwei Tage lang bahnten sich 20 verschiedene Autoren und Autorinnen im Heimathafen Neukölln mit ihren Texten den Weg in die Ohren kritischer Zuhörer. Am Ende gab es drei Gewinnerinnen. Theresia Töglhofer. Jessica Lind. Andra Schwarz. Mit dem Publikumspreis der taz-jury wurde Philip Krömer ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

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18. Open Mike Wettbewerb: Tag 2

18. Open Mike Wettbewerb: Tag 2

Lange brauchte die Jury, bestehend aus Hanns-Josef Ortheil, Ilija Trojanow und Anja Utler, bis sie zu einer Entscheidung kam. Das 3:0 wollte sich nicht einstellen. Doch schließlich waren die Gewinner des Open Mike gefunden, beglückwünscht und ausgezeichnet. Aber immer langsam, mit den jungen Pferden. Stop and Rewind.

12:00 Uhr: Anthologie erstanden, Platz gefunden, noch ist das einfach, die WABE ist nur zu drei Vierteln gefüllt. Ist ja auch noch früh morgens. Naja, fast.

12: 15 Uhr: Eine „Schleuse“ in den Literaturbetrieb nannte Literaturwerkstatt-Leiter Wohlfahrt den Literaturwettbewerb am Freitagabend bei „Lesen und Schreiben nach dem Open Mike“, zu dem ehemalige Gewinner geladen waren. Judith Zander berichtete, sie habe ihren Lektor im Rahmen des Wettbewerbs gefunden, bei Inger-Maria Mahlke war es ebenso. Beide betonten jedoch, dass sie nicht aus dem Nichts gekommen waren, Kontakte in den Literaturbetrieb bestanden bereits über Wettbewerbe, Lesungen, Literaturzeitschriften. Auch die Autoren des zweiten Tages sind nicht so unbedarft, wie man es bei einem Nachwuchswettbewerb erwarten dürfte. Andreas Lehmann, der erste Lesende des Tages, nahm letztes Jahr an der Textwerkstatt Darmstadt teil und befand sich auch beim Open Mike schon einmal in der Finalrunde. Sein Text erzählt in unaufgeregtem Ton von irritierenden Ereignissen im sonst so eingespielten Alltag eines Ehepaares. Der Applaus noch etwas müde – mehr davon bekommt Katharina Hartwell mit ihrem Text „Göteborg“, erzählt aus der Perspektive eines Mädchens, dessen Bruder mit Depressionen zu kämpfen hat. Die Hoffnung der kleinen Louise richten sich auf die versprochene Reise nach Schweden, auf Elche und Köttbullar. Mehr lesen

18. Open Mike Wettbewerb: Tag 1

18. Open Mike Wettbewerb: Tag 1

Der 18. Open Mike Wettbewerb für junge, deutschsprachige Schriftsteller startete heute in Berlin. Es summte und brummte in der WABE – vor zahlreichen Interessierten sowie Agenten und Lektoren lasen die Nachwuchstalente aus ihren eingereichten Texten. Mal mehr, mal weniger überzeugend.

Die WABE – ehemals städtisches Gaswerk, heute ein verschachtelter Veranstaltungsort aus Klinkersteinen – war summend voll mit einer bunten Mischung aus Literaturbegeisterten. Im Publikum trafen eingesessene, schwarzumrahmte Brille tragende Lektortypen auf in Moleskin Heften schreibende Studenten, der eine oder andere saß in Adidasjacke oder mit einem Motorradhelm auf dem Schoß da. Weniger bunt (zumindest optisch) ging es unter den Autoren zu, die meisten Vortragenden trugen Grau, passend zur Farbe des diesjährigen Open-Mike-Flyers. Die Texte spielten auffallend oft in Berlin, es gab zahlreiche Tiere und erstaunlich viele verletzte Hände. Mehr lesen