Poesiefestival 2013

Poesiefestival 2013

Poesie hautnah erleben: Zum 14. Mal veranstaltet die Literaturwerkstatt das Poesiefestival in der Akademie der Künste. Am Freitag hat es traditionell mit der Weltklangnacht der Poesie begonnen, mit dabei waren Ursula Krechel, Dichterin TJ Dema aus Botswana, der Schotte Don Paterson und der dichtende Informatiker The Maw Naing aus Myanmar. Das Festival läuft noch bis zum 15. Juni und bietet ein vielfältiges Lyrikerlebnis aus Lesungen, Gesprächen, Musik und Performance.  Mehr lesen

Gegen den Sprachmatsch

Gegen den Sprachmatsch

57 Gedichte, neun Poeten, sieben Sprachen: Das Poesiefestival Berlin eröffnete mit babylonischem Sprachgewirr.

Ein wenig ist es, als hätten sich hunderte von Menschen in einem Raum versammelt, um gemeinsam unter der Bettdecke zu lesen. Unzählige Lämpchen brennen im Dunkel des Studios in der Akademie der Künste, es herrscht konzentrierte Stille. Auf der Bühne steht Yang Lian, der etwas liest, was nach „tjodee sijun tschauschu“ klingt. Es könnte Bahnhof heißen. Oder auch „Auf asphaltiertem Meer ist ein Vogel in den Lüften so weiß wie eine arme Seele“.

Nicht umsonst heißt dieser Abend „Weltklang. Nacht der Poesie“. Alle geladenen Dichterinnern und Dichter lesen in ihrer jeweiligen Muttersprache – ohne Untertitel, ohne Simultanübersetzung. Damit wendet sich die Veranstaltung gegen den „Sprachmatsch“, wie er beim Grand Prix zu hören gewesen ist, erklärt Moderatorin Luzia Braun, gegen das immergleiche Englisch, das die Sprachunterschiede einebnet wie eine Dampfwalze.

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Hämorrhoiden für den Weltfrieden: Warum Lyrik geil ist

Hämorrhoiden für den Weltfrieden: Warum Lyrik geil ist

Lyrik ist etwas Wunderbares! Mit dieser Meinung stehe ich manchmal ganz schön alleine da. Auch unter Literaturwissenschaftlern höre ich immer wieder: „Gedichte sind ehrlich gesagt nicht so mein Ding, da hab ich keinen Zugang zu“.

Irgendwie auch kein Wunder. Da lernt man in der Schule hinter Versenden a-b-b-a zu schreiben. Kreuzchen und Häkchen über betonte und unbetonte Silben zu machen. Eine Anapher von einer Alliteration zu unterscheiden. Aber niemand sagt einem, dass das Lesen von Gedichten verstörend und aufregend sein kann, lustig und unterhaltsam, mitunter tröstend und heilsam.

Fünf Schlüssel, die das Tor zur Lyrik öffnen…

Ich glaube eigentlich, dass jeder, der irgendwie Sprache und Musik mag, auch etwas mit Gedichten anfangen kann. Weil man den Rhythmus eines Gedichts auch ohne Silbenzählen fühlen kann. Weil der Reim ein absolutes Wunder ist, bringt er doch zwei Wörter mit völlig unterschiedlichem Sinngehalt ganz nah zusammen. Weil Poesie Selbsterfahrung ist und zu Gedanken führt, die man so noch nie gedacht hat.

Deshalb hier meine fünf besten Tipps, Zugang zu Gedichten zu finden: Mehr lesen