Poesie verfilmt – ein Gespräch mit Avi Dabach

Poesie verfilmt – ein Gespräch mit Avi Dabach

Avi Dabach hat in Jerusalem Film studiert und arbeitet heute als unabhängiger Regisseur und Videokünstler. Seine Poesiefilme werden auf internationalen Festivals gezeigt. Mit Litaffin spricht Dabach über die neue Kunst des Poesiefilms und dessen Auswirkungen auf die Poesie selbst.

Litaffin: Was kam zuerst für dich – Wort oder Bild? Poesie oder Film?

Dabach: Ich glaube, es war das Wort und mein Interesse an Poesie. Als Teenager habe ich häufig Gedichte gelesen. Später habe ich auch viele Filme gesehen, ohne jedoch zu denken, dass ich selbst irgendwann mal welche machen würde. Als ich dann anfing, Film zu studieren, sollten wir einen Kurzfilm mit nur einem Charakter drehen. Ich entschied mich, den Film über mein Lieblingsgedicht zu machen. In diesem Film habe ich Poesie und Bilder zum ersten Mal gemischt. Es lief nicht wirklich gut, aber es war ein Anfang. (Lacht). Einer meiner Lehrer sagte mir damals, es wäre keine gute Idee, die beiden Künste zu vermischen… Mehr lesen