Im Gespräch mit ZurQuelle

Im Gespräch mit ZurQuelle

Deutscher Vormärz, 1848. Die ersten Demokraten bilden – noch bevor es Parteien gab – Fraktionen. Es muss ein Name her und was eint mehr als die Lieblingskneipe, in der man sich mit politisch Gleichgesinnten nachts besinnungslos besoffen hat? Hinter klingenden Namen wie Donnersberg, Westendhall und Augsburger Hof verbarg sich das breite politische Spektrum der ersten deutschen Revolution.

2017. Zur Quelle. Eine Kneipe in Moabit – die Art an der man normalerweise vorbeigeht auf der Suche nach der nächsten Gin Tonic Bar. Hier wird noch allein an der Theke gechillt und ins Bier gestarrt. Die Musik variiert von feuchtfröhlichem Schlager bis zu guten altem Rock ’n‘ Roll. In dieser Hochburg von Zigarettenqualm, kaputten Spielautomaten und grölenden Mittvierzigern am Billardtisch trifft sich regelmäßig die ZurQuelle-Redakion. Nun sitzen hier die Zaubernden hinter dem preisgekrönten Studierendenmagazin: Anne, Robert und Patrick.

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Recipients Welcome!

Recipients Welcome!

„Flüchtlinge“ … sind derzeit das Thema Nummer 1 in der Politik, in den Medien, in Kulturproduktionen. Von Jelineks Die Schutzbefohlenen bis Ronens The Situation – es gibt zahlreiche Theaterstücke, Texte, Aktionen, die sich um das Thema drehen. Oft werden dabei auch geflüchtete Menschen selbst mit einbezogen – entwickelt werden diese Werke im Grunde aber doch von (uns) weißen Westlichen für (uns) weiße Westliche. Dem möchte ich auch gar nichts kritisch entgegnen! Solche Produktionen informieren, erregen Aufmerksamkeit, sind wichtig. Doch frage ich mich: Was interessiert unsere neuen Mitbürger eigentlich selbst? Mehr als 800.000 Geflüchtete leben nach Recherchen der FAZ in Deutschland – 800.000 Kulturrezipienten? Mehr lesen

„Bitteres Glück“: Liao Yiwu beim Internationalen Literaturfestival Berlin

„Bitteres Glück“: Liao Yiwu beim Internationalen Literaturfestival Berlin

Das Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) gab letzten Mittwoch einen Vorgeschmack auf die diesjährige Programmgestaltung: Der chinesische Flüchtling Liao Yiwu stellte  Für ein Lied und hundert Lieder – ein Bericht aus chinesischen Gefängnissen im Haus der Berliner Festspiele vor. Der Roman thematisiert die brutalen Realitäten der vierjährigen Haftzeit, zu der der Autor wegen des Gedichts Massaker verurteilt wurde. Mehr lesen