Und was macht man damit? #9 Stefanie Burgert

Stefanie Burgert ist nun die fünfte im Bunde der AbsolventInnen des Masterstudiengangs „Angewandte Literaturwissenschaft“, die wir für die Reihe „Und was macht man damit?“ begrüßen dürfen. Mittlerweile arbeitet sie in dem Medienunternehmen Axel Springer SE und trägt den Titel Senior Consultant Talent Acquisition. Was genau dahinter steckt, hat sie uns berichtet.

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Was wolltest du als Kind werden?

Verhaltensforscherin.

Was genau hast du studiert und warum hast du dich dafür entschieden?

Zuerst Ökotrophologie, weil ich dachte, das sei zukunftssicher. Leider hat das Studium dann aber überhaupt keinen Spaß gemacht, so dass ich es nach nur einem Semester wieder abgebrochen habe. Ich bin dann nach Siegen gezogen und habe dort Literary, Cultural and Media Studies (BA) studiert. Anschließend folgte das Studium der Angewandten Literaturwissenschaft (MA) in Berlin. Berufsbegleitend habe ich später noch ein Zertifikatsstudium in Personalmanagement angehängt.

Wusstest du schon während deines Studiums, in welchen Beruf du möchtest?

Ich wollte immer freie Autorin werden. Das kommt noch ;) Abgesehen davon hatte ich während des Studiums keine konkrete Vorstellung von meinem späteren Beruf.

Wo hast du während des Studiums Berufserfahrungen gesammelt?

Uh, das ist eine lange Liste. Ich habe fünf Praktika absolviert, u.a. in einer Literaturagentur und beim Hörfunk. Außerdem habe ich als Freelancerin viele Projektaufträge übernommen, als Texterin, aber auch im Online Content Management. Ein total verrückter Auftrag war das Management einer Online Community vom Rotary Club für eine irre Geldsumme.

Wo arbeitest du jetzt und was genau sind deine Aufgaben?

Ich bin Beraterin für Personalgewinnungs-Themen bei der Axel Springer SE im Team Human Resources Digital. In dieser Rolle unterstütze ich die digitalen Units von Axel Springer, z.B. idealo Internet, GründerSzene, Business Insider Deutschland usw., bei ihren Recruiting-Themen. Dazu gehört die operative Besetzung von konkreten Vakanzen, aber auch die strategische Beratung und Projektdurchführung, etwa wenn der Recruitingprozess überarbeitet werden soll oder eine neue Karriere-Website her muss.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ein helles 3er-Büro mit Blick auf die Rudi-Dutschke-Straße, ein Schreibtisch, den ich per Knopfdruck in einen Stehtisch verwandeln kann, ein ergonomischer Drehstuhl, ein iPhone und ein MacBook Pro mit externem Bildschirm, eine bunte Projektwand und viele bunte Bilder, eine schlecht funktionierende Klimaanlage, lange Gänge, für die man ein Navi gebrauchen könnte.

Was gefällt dir besonders gut an deiner Arbeit?

Ich arbeite sehr selbstständig mit netten und interessanten Menschen zusammen und lerne ständig was Neues dazu. Außerdem habe ich die weltbesten Kolleg*innen.

Wenn du noch mal studieren könntest, würdest du dich für den gleichen Studiengang entscheiden?

Nein.

Wenn nein, was würdest du stattdessen wählen?

Informatik. Damit könnte ich ortsunabhängig von überall auf der Welt arbeiten, ich bekäme ständig super Jobangebote, könnte mir die Arbeitskonditionen weitestgehend frei aussuchen und würde on top noch spitzenmäßig verdienen. Kreativ ist die Arbeit als Software Developer außerdem!

Welches Buch liest du gerade? 

Vor allem viele Fachbücher. Außerdem „Macht“ von Karen Duve und „Endgültig“ von Andreas Pflüger (als Audible Hörbuch). Beides super Geschichten, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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Luisa Kaiser

Luisa Kaiser

1988 in Halle/Saale geboren, verbrachte die kommenden Jahre in einem kleinen Ort nebenan als Landei bis es sie zum Studieren nach Dresden verschlug. Nach mehreren Jahren in diesem besinnlichen und behüteten Städtchen lockte dann doch der Ruf der Wildnis. Seit 2014 lebt Luisa in Berlin und studiert 'Angewandte Literaturwissenschaft'. Das Studium macht Spaß, sagt sie, jedoch falle es ihr immer noch schwer, knackige Kurzbiographien zu schreiben.
Luisa Kaiser