Weihnachten 2016 // Buchempfehlungen der LITAFFIN-Redaktion // Teil 1

So here it is, Merry Christmas. Schon wieder. Das Jahr hat uns eingeholt, der Tannenbaum ist geschmückt, die letzte Adventskranzkerze bald schon runtergebrannt. Für die unter euch, denen noch das letzte Geschenk für Weihnachten fehlt – Rettung naht! Ein gutes Buch kann nie das falsche Geschenk sein. Was die Litaffin-Redaktion dieses Jahr so auf dem Radar hat, erfahrt ihr hier in unseren Redaktionsempfehlungen Teil 1: 

Ann-Kathrin empfiehlt:

Wir haben Raketen geangelt – von Karen Köhler. Hanser Verlag, 19,90 Euro

img_4357

Darum geht’s: Karen Köhlers Erzählband erschien bereits 2014 und beeindruckt vor allem durch die vielen verschiedenen Figuren, die auf 238 Seiten zum Leben erwachen und zu Verbündeten werden. Jede Geschichte beginnt hoffnungsvoll und schlägt zum Ende oft mit voller Wucht zu, zieht den Leser*innen den Boden unter den Füßen weg. Wir haben Raketen geangelt ist dennoch genauso tragisch wie komisch. Durch Köhlers Beobachtungsgabe und Fantasie werden die Figuren so lebendig und glaubwürdig und jede Geschichte bleibt zeitlos als kleiner Film in Erinnerung.

Das perfekte Geschenk für: Alle, die Erzählungen und Figuren, Sprachlust sowie besondere Settings lieben. Ich habe es bereits zweimal verschenkt und würde es immer wieder tun. (So lange, bis es endlich neuen Lesestoff von Frau Köhler gibt!)

Gemerkt:

Ich sitze auf einem Stein im Duck-Valley-Reservat und vor mir steht ein Indianer. Er trägt ein gelbes Baseballcap der Tankstellenmarke Jet, ein Gewand mit einem Brustschmuck aus Knochenstäbchen, die ein Muster ergeben, und perlenbestickte Mokkasins. Sein Name ist Schnee im Herbst und er hat zwei blaue Augen. Wir kennen uns schon ein ganzes Leben, und dieses Leben ist zwei Tage alt.

Dazu passt: 

Liv empfiehlt:

Space – Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls von Heather Couper & Nigel Henbest. Mairisch Verlag, 18,90 Euro

space_litaffin

Darum geht’s: Ich habe mir dieses Buch in erster Linie auch nur des Designs wegen gekauft und es gefühlt Stunden in den Händen umhergedreht und mich am Artwork von Karen Köhler erfreut. Und dann, ja dann habe ich tatsächlich doch mal angefangen zu lesen. Ich bin ganz sicher kein Astrophysik-Nerd und gehe maximal zum Hörbuch-Hören in die Sternwarte (Achtung, versteckter Geschenktipp!). Ich lese mich nun tatsächlich durch die Geschichte der Astrophysik von Stonehenge bis zum Hubble-Teleskop. Die Kapitel behandeln immer ganz neue Themenbereiche und lassen sich deshalb auch gut portionsweise vertilgen. So kann man dieses illustrierte Kleinod möglichst lange auf seinem Nachttisch platzieren und sich immer wieder daran erfreuen.

Das perfekte Geschenk, wenn … man sich nicht ganz sicher ist, für welche Themen sich der Beschenkte in spe interessiert, und in erster Linie mit einem verdammt schön illustrierten Buch punkten will.

Gemerkt: 

Wir haben eingangs absichtlich die Formulierung Große Männer benutzt. In Wahrheit wurden jedoch viele wichtige Errungenschaften von Frauen erzielt, die – nicht zuletzt wegen ihres Geschlechts – oft noch eher übersehen wurden als ihre männlichen Kollegen.

Dazu passt: 

Juliane empfiehlt:

Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel von Philip Krömer. homunculus verlag, 19,90 Euro

kroemer_weihnachten_litaffin

Darum geht’s:  Wir befinden uns zeitlich kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Örtlich spielt das Debüt von Philip Krömer aber nicht in Deutschland, sondern ganz woanders, nämlich in Island. Dorthin werden drei unterschiedliche, aber doch eher regimetreue Männer geschickt, um im Auftrag der Nazis ein großes Loch in der Erde zu untersuchen. Der ominöse „UrArier“ soll sich dort unten – vielleicht, unter Umständen, man weiß es nicht –befinden. Ein wildes und liebevoll illustriertes Abenteuer beginnt. An Fantasie und Ironie fehlt es diesem Buch zum Glück auch nicht – heftiges Schmunzeln garantiert!

Das perfekte Geschenk für: Menschen, die wahre Abenteuer lieber vom Sofa aus erleben und dabei gern dumme Nazis belächeln.

Gemerkt:

„Wir wollen essen“, verkündet Schnurri und lässt den rechten Arm hochschnellen. Als braver Bürger tue ich es ihm gleich und verkneife mir gerade noch das Heil Hitler. Er zeigt uns nämlich nur die Türe zum Speisesaal.

Dazu passt: Natürlich Abenteuer P U R mit Indiana Jones!

pixelstats trackingpixel
Ann-Kathrin Canjé

Ann-Kathrin Canjé

Litaffin. Musikaffin. Theateraffin. Tanzaffin. Medienaffin. Schreibaffin. Fernwehaffin. Zitataffin.
"Ich habe manchmal Heimweh, ich weiß nur nicht, wonach" -Mascha Kaléko
Ann-Kathrin Canjé

Letzte Artikel von Ann-Kathrin Canjé (Alle anzeigen)