Poesie für Japan

Poesie für Japan

© Juliane OttoZum 11. Welttag der Poesie veranstalteten die Literaturwerkstatt Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission eine Lesung der besonderen Art. Neben Lyrik in deutscher Sprache waren in diesem Jahr auch Stimmen aus Ungarn, Russland, Island und Japan hören. Die Naturkatastrophe in Japan und die Anwesenheit der Dichterin Mariko Nagai gaben dabei mehrfach Anlass zur Frage, ob es angesichts der aktuellen Lage überhaupt in Ordnung sei, sich der Poesie zu widmen. Die Veranstalter waren sich einig: Gerade in schweren Zeiten kann Lyrik Kraft und Orientierung geben, die die Menschen jetzt mehr denn je brauchen. So wurde der Abend den Opfern in Japan gewidmet. Mehr lesen

Poesie verfilmt – ein Gespräch mit Avi Dabach

Poesie verfilmt – ein Gespräch mit Avi Dabach

Avi Dabach hat in Jerusalem Film studiert und arbeitet heute als unabhängiger Regisseur und Videokünstler. Seine Poesiefilme werden auf internationalen Festivals gezeigt. Mit Litaffin spricht Dabach über die neue Kunst des Poesiefilms und dessen Auswirkungen auf die Poesie selbst.

Litaffin: Was kam zuerst für dich – Wort oder Bild? Poesie oder Film?

Dabach: Ich glaube, es war das Wort und mein Interesse an Poesie. Als Teenager habe ich häufig Gedichte gelesen. Später habe ich auch viele Filme gesehen, ohne jedoch zu denken, dass ich selbst irgendwann mal welche machen würde. Als ich dann anfing, Film zu studieren, sollten wir einen Kurzfilm mit nur einem Charakter drehen. Ich entschied mich, den Film über mein Lieblingsgedicht zu machen. In diesem Film habe ich Poesie und Bilder zum ersten Mal gemischt. Es lief nicht wirklich gut, aber es war ein Anfang. (Lacht). Einer meiner Lehrer sagte mir damals, es wäre keine gute Idee, die beiden Künste zu vermischen… Mehr lesen