Und was macht man damit? #20 Susann Kretzschmar

Und was macht man damit? #20 Susann Kretzschmar

„Wer will die Buddenbrooks lesen und darüber ein Referat halten? Niemand? Dann macht das Susann.“ – Was ihr in der Schulzeit anfangs wie Schikane vorkam, entwickelte sich im Verborgenen letztendlich zum Wunsch, Germanistik zu studieren –  der Deutschlehrerin sei Dank. Mittlerweile arbeitet Susann Kretzschmar in der Deutschen Welle als Assistentin der Hauptabteilungsleiterin für Wirtschaft und Wissenschaft. Nebenher unterstützt sie StenographInnen im Bundestag mit ihren flinken zehn Fingern und „schreibt buchstäblich Geschichte“. Alles in allem nur Gewinne: Sprache, Politik und Journalismus. Um es in Susanns Worten zu sagen: toll, toll toll!  Mehr lesen

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

„Huch, die kenne ich doch?“ Aus der Seminarbeschreibung ging hervor, dass wir uns in diesem Kurs meines Studiengangs Angewandte Literaturwissenschaft mit einem Debütroman des Suhrkamp Verlags beschäftigen würden – und zwar Monate vor dessen Erscheinen. Deshalb entfuhr mir ein leiser Ausdruck des Erstaunens, als der Hardcover-Einband von Außer sich mit dumpfem Geräusch vor mir auf dem Tisch landete. Sasha Marianna Salzmann steht in kleinen Lettern auf dem Umschlag. Der Name war mir doch allzu geläufig – allerdings aus keinem Bücherregal, sondern von meinen Streifzügen durch die Berliner Theaterlandschaft. Die Hausautorin des Maxim Gorki Theaters und ehemalige Leiterin der dortigen experimentellen Bühne Studio Я hatte sich also an einen Roman gewagt. Mehr lesen

„Musical ist nicht nur Show“

„Musical ist nicht nur Show“

Düster und sexy – so präsentieren sich die jungen Studierenden auf dem Plakat zu ihrem Musical-Projekt Lieber tot – und haben so wahrscheinlich auch meinen Blick gefangen, als ihre Werbung im Berliner Fenster aufflackerte. Traditionell stellt sich der zweite Jahrgang des Studiengangs Musical an der Universität der Künste (UdK) am Semesterende mit einer Musical-Collage vor. In diesem Jahr zeigten die zwölf Studierenden eine Neuinterpretation von William Shakespeares Romeo-und-Julia-Stoff. Mehr lesen

[PROSANOVA 17] Over and out. Rückblick.

[PROSANOVA 17] Over and out. Rückblick.

Es war uns ein Literaturrausch. Vier Tage in Hildesheim sind wie immer viel zu schnell vergangen, die PROSANOVA-Blase nun erst einmal für die nächsten drei Jahre geplatzt. Wir danken für die Medienpartnerschaft mit dem PROSANOVA 17 und präsentieren Euch hier ein kleines Resumee mit unseren Eindrücken. Fotos: Ann-Kathrin Canjé

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[PROSANOVA 17] AiRtists im Interview #1

[PROSANOVA 17] AiRtists im Interview #1

Von dem wunderbaren und neuen Programm Artists in Residence auf dem diesjährigen Prosanova haben wir euch ja bereits berichtet. Weil wir diese Idee toll finden und uns bekanntlich auch dem Support der jungen Literatur verschrieben haben, gibt es hier nun kleine Interviews mit den acht AiRtists. Im ersten Teil kommen Timo Brandt, Kristin Höller, Johannes Koch und Marcella Melien zu Wort und beantworten mal mehr, mal weniger konventionelle Fragen.

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Tommy Wieringa: DIES SIND DIE NAMEN

Tommy Wieringa: DIES SIND DIE NAMEN

Von „Büchern der Stunde“ ist in letzter Zeit immer dann die Rede, wenn es um Fluchtliteratur geht. Besonders scharf in die Kritik geraten Romane, die nicht wirklich von geflüchteten Autor*innen verfasst wurden und denen somit öfter die Authentizität abgesprochen wird. Der niederländische Autor Tommy Wieringa ist ein Beispiel dafür, dass man sich sehr wohl der Flucht als Sujet widmen kann, mit sorgfältiger Recherche, Wissen und Empathie. Was genau der Autor in DIES SIND DIE NAMEN erzählt, könnt ihr hier lesen. Mehr lesen