Ein bunter Vogel
Ulrike Almut Sandig: Flamingos

Ein bunter Vogel Ulrike Almut Sandig: Flamingos

Vorsicht: Verbrennungsgefahr – Teil 3. Litaffin hat die Vorschläge für die Hotlist begutachtet, um vorzukosten, ob da wirklich alles so “hot” gegessen wird, wie es gekocht wird.

Cover Flamingos
„Sie erwecken den Anschein, als wären sie gar nicht da. Sie sind aber da.“

Die bisher als Lyrikerin bekannte Autorin Ulrike Almut Sandig wagt in Flamingos einen ersten Ausflug in fremde Erzählwelten und landet dabei sicher auf neuem Boden.

Wie viele ihrer Kollegen entschied sich auch Ulrike Almut Sandig, nach ihrem Studium der Religionswissenschaft und modernen Indologie, für eine Ausbildung am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, an dem sie in diesem Jahr ein Schriftstellerdiplom ablegte. Somit reiht sich die 1979 in Riesa geborene Autorin zwischen bekannten DLL-Absolventen wie Juli Zeh, Clemens Meyer, Kristof Magnusson und Hanna Lemke ein. Die Befürchtung, sich nun durch einen Einheitsbrei an Leipziger Institutsprosa blättern zu müssen, erweist sich mit Flamingos allerdings als unbegründet. Schließlich bewies die Leonce-und-Lena-Preisträgerin bereits mit zahlreichen Lyrikbänden und Hörspielen ihre literarische Wandelbarkeit.

In ihrem Erzähldebüt Flamingos zeichnet Ulrike Almut Sandig Menschen, die wie Randgestalten wirken, die in Außenseiterpositionen gedrückt werden, aber eine eigene Geschichte zu erzählen haben. Sandigs Figuren ähneln den Flamingos, die sie eingangs beschreibt: Sie sind unter uns, kaum bemerkbar, laufen uns davon und fliegen irgendwann auf. Mehr lesen

Nina Lorenzen im Gespräch mit dem Schriftsteller Pol Sax

Die Vielzahl an Großstadtromanen auf dem Buchmarkt beweist die schier unerschöpfliche Begeisterung für die Verbindung von Stadt und Text in der Literatur. Ob in Lyrik oder in Prosa: Die Wahrnehmung von Stadt ist allgegenwärtig.
Dass Stadt mehr als nur ein Setting für literarische Texte sein kann, zeigt Nina Lorenzen in ihrem Radio-Beitrag zum Berliner U-Bahn-Roman „U5“ von Pol Sax.
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Dieser Beitrag wurde erstmals am 10. Januar im Uniradio Berlin-Brandenburg im Rahmen der Literatursendung „Dalehmer Diwan“ ausgestrahlt. Diese Sendung wird von Studierenden der Freien Universität Berlin konzipiert.