Vor Frust „außer sich“ vor Freude

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

„Huch, die kenne ich doch?“ Aus der Seminarbeschreibung ging hervor, dass wir uns in diesem Kurs meines Studiengangs Angewandte Literaturwissenschaft mit einem Debütroman des Suhrkamp Verlags beschäftigen würden – und zwar Monate vor dessen Erscheinen. Deshalb entfuhr mir ein leiser Ausdruck des Erstaunens, als der Hardcover-Einband von Außer sich mit dumpfem Geräusch vor mir auf dem Tisch landete. Sasha Marianna Salzmann steht in kleinen Lettern auf dem Umschlag. Der Name war mir doch allzu geläufig – allerdings aus keinem Bücherregal, sondern von meinen Streifzügen durch die Berliner Theaterlandschaft. Die Hausautorin des Maxim Gorki Theaters und ehemalige Leiterin der dortigen experimentellen Bühne Studio Я hatte sich also an einen Roman gewagt. Mehr lesen

„Musical ist nicht nur Show“

„Musical ist nicht nur Show“

Düster und sexy – so präsentieren sich die jungen Studierenden auf dem Plakat zu ihrem Musical-Projekt Lieber tot – und haben so wahrscheinlich auch meinen Blick gefangen, als ihre Werbung im Berliner Fenster aufflackerte. Traditionell stellt sich der zweite Jahrgang des Studiengangs Musical an der Universität der Künste (UdK) am Semesterende mit einer Musical-Collage vor. In diesem Jahr zeigten die zwölf Studierenden eine Neuinterpretation von William Shakespeares Romeo-und-Julia-Stoff. Mehr lesen

Wir entziehen uns der Welt im Jetzt

Wir entziehen uns der Welt im Jetzt

Nanu, malen auf dem Overheadprojektor? Fühlt man sich da nicht zurückversetzt in die Schule? In eine Zeit, in der es so etwas wie Overheadprojektor noch gab und die Welt irgendwie noch ganz anders aussah, womöglich sogar überschaubarer und einfacher? Genau um dieses Gefühl ging es bei der Leseperformance mit Jakob Nolte und der Gründung der Anachronistischen Jugend Berlin. Mehr lesen

Im Gespräch mit Felix Roadkill

Im Gespräch mit Felix Roadkill

Felix Roadkill ist Berliner Performance-Künstler und feierte in den letzten Jahren bereits mehrere internationale Erfolge. Schon während seines Studiums in Hildesheim fokussierte er sich innerhalb seiner Arbeiten stark auf schmerzbasierte Performance-Kunst. Themen wie Folterschmerz, öffentliche Hinrichtungen und gewaltsames Morden sind nur wenige, die in seinen Arbeiten wie Murder Series Platz finden. Eine seiner letzten Performances Fuchs 6: A closer look on Poland ist Teil der Performance-Reihe FUCHS, die sich in ihren ersten fünf Teilen mit dem Populismus von Rechts in Form von PEGIDA beschäftigt hat und jetzt ihre Weiterführung auf europäischer Ebene in der Auseinandersetzung mit der fremdenfeindlichen Regierung Polens findet.

Mit Litaffin hat er über körperliche und psychische Grenzerfahrungen gesprochen, wie wichtig diese für seine Arbeiten sind und welchen Themen er sich perspektivisch widmen möchte. Mehr lesen

Im Gespräch mit Anna Bolz von Miss O’Paque

Im Gespräch mit Anna Bolz von Miss O’Paque

Mit ihrem Debütalbum „The Small Things“ setzen die beiden Musikerinnen von Miss O’Paque ein Kleinod in die Welt der Singer-Songwriter. Kennengelernt haben sich Sängerin Anna Bolz und Gitarristin und Filmmusikkomponistin Franziska Henke zu Beginn ihrer Studienzeit im Winter 2007 in Dresden. Ausschließlich mit zwei Stimmen und einer Gitarre entstanden zahlreiche Songs, die von der Berlinerin Anna geschrieben werden. Mit ihr habe ich über die Entstehung ihrer Texte gesprochen und inwiefern Beobachtungen, Gefühle oder Alltägliches Einfluss auf ihr Schreiben nehmen.

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Heimat, Freundschaft, Fremde

Heimat, Freundschaft, Fremde

Im Oktober letzten Jahres startete die Zentral- und Landesbibliothek einen Workshop für „Menschen mit und ohne Fluchterfahrung“. In Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Glocal Films und Berliner Geflüchteteninitiativen lernten neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Rumänien, Kurdistan, Syrien und Deutschland, wie man technisch und dramaturgisch digital Geschichten erzählt. Welche Geschichten sie erzählten, war allerdings ihnen überlassen. Am vergangenen Freitag war Premiere des sogenannten „#LibraryOfStories“-Projekts. Mehr lesen

Der kleine große Litaffin-Film

Der kleine große Litaffin-Film

Litaffin ist für uns Studierende der „Angewandten Literaturwissenschaft“ auch ein bisschen Spielwiese, um uns auszuprobieren. Wir haben uns nun einfach mal ganz weit aus dem Fenster gelehnt und uns selbst ein kleines Blogportrait gedreht. Darin nehmen wir euch mit durch unsere kleine Welt, die wir versuchen im Blog wiederzuspiegeln. Seht am besten selbst: Mehr lesen

jung und unabhängig — Ist das noch Literatur?

jung und unabhängig — Ist das noch Literatur?

„Ist das noch Literatur?“ fragen sich Charlotte Kraft, Leonhard Hieronymi, Max Andereya, sowie Sascha, Katharina & David vom Korbinian Verlag. Alle zwei Monate laden die Rich Kids of Literature zwei Autor*innen ein, die ihre Texte passend zum Thema des Abends vortragen und sich danach in ein unterhaltsames Blitzinterview verwickeln lassen. Im Anschluss werden nach dem Tucholsky-Prinzip Bücher verkloppt und Platten aufgelegt. Für gute Stimmung ist also gesorgt. Oder, um es mit den Worten der Veranstalter*innen zu sagen: Kommt vorbei, es gibt auf`s Maul!

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Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Wenn man sich in der deutschen Verlagslandschaft umschaut, folgt die junge Literatur allzu oft einem ähnlichen Schema: Junge (hübsche) Autorinnen kommen frisch von der Schreibschule nach Berlin, um dort über ihre Partyerfahrungen zu schreiben. Dass das wenig originell und außerdem der absolut falsche Weg ist, um eine junge Leserschaft zu erreichen, finden die drei Gründer*innen des Korbinian VerlagsMarie hat Katharina, Sascha und David zum Interview getroffen und mit ihnen über ihre Verlagsgründung, den Literatursumpf und das Wetter geredet.  Mehr lesen

Recipients Welcome!

Recipients Welcome!

„Flüchtlinge“ … sind derzeit das Thema Nummer 1 in der Politik, in den Medien, in Kulturproduktionen. Von Jelineks Die Schutzbefohlenen bis Ronens The Situation – es gibt zahlreiche Theaterstücke, Texte, Aktionen, die sich um das Thema drehen. Oft werden dabei auch geflüchtete Menschen selbst mit einbezogen – entwickelt werden diese Werke im Grunde aber doch von (uns) weißen Westlichen für (uns) weiße Westliche. Dem möchte ich auch gar nichts kritisch entgegnen! Solche Produktionen informieren, erregen Aufmerksamkeit, sind wichtig. Doch frage ich mich: Was interessiert unsere neuen Mitbürger eigentlich selbst? Mehr als 800.000 Geflüchtete leben nach Recherchen der FAZ in Deutschland – 800.000 Kulturrezipienten? Mehr lesen

From Panels With Love #1: Illustrierte Machwerke

From Panels With Love #1: Illustrierte Machwerke

Der Jaja Verlag ist einer der kleineren unabhängigen Verlage, die dafür sorgen, dem Nachwuchs literarischer Comics eine Plattform zu geben. Mit seinem Sitz in Berlin-Neukölln publiziert der Verlag seit 2011 laut der Verlegerin Annette Köhn „fein illustrierte Machwerke“ jener junger, unbekannter Illustrator*innen, die „zu mehr Ruhm und Anerkennung kommen sollen.“ Das Verlagsprogramm bietet ein ausgezeichnetes Potpourri aus Comics und Graphic Novels, illustrierter Belletristik, Kinderbücher, Koch- und Sachbücher und alljährlich schön gestalteter Kalender.

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Was wenn das E-Book doch die Zukunft ist?

Was wenn das E-Book doch die Zukunft ist?

Am Wochenende habe ich auf dem E-Book Festival im Colonia Nova gearbeitet. Das hat sich ganz kurzfristig ergeben. Ich war ein bisschen hinter der Bar, ein bisschen als Betreuer in den angebotenen Workshops, ein bisschen hier, ein bisschen da. Ein Gelegenheitsjob. Was ich genau tun sollte, erfuhr ich erst am Tag vor meiner Schicht. Bis dahin hatte ich nicht einmal eine Vorstellung, was das E-Book Festival eigentlich ist. Zum Googlen hatte ich keine Lust. E-Books fand ich blöd. Ein E-Book Festival musste also totaler Quatsch sein. Mehr lesen