Zuhause bei Herrn Holgersson

Zuhause bei Herrn Holgersson

Wie kann Buchhandel in Zeiten von Amazon und fortschreitender Digitalisierung noch funktionieren? Eine viel diskutierte Frage, auf die die zwei jungen Buchhändlerinnen Elisabeth Windfelder und Jasmin Marschall eine Antwort gefunden haben. Die beiden haben nämlich im Juli 2014 ihre eigene Buchhandlung mit dem schönen Namen herr holgersson – lesen&leben in der kleinen Stadt Gau-Algesheim in Rheinland-Pfalz eröffnet. Das besondere an der Buchhandlung ist, dass sie wie eine Wohnung eingerichtet ist. Hier kann man sich also wie zuhause fühlen.

Read more

„Das Schreiben bewahrt mich davor, wütend zu werden.“

„Das Schreiben bewahrt mich davor, wütend zu werden.“

Die französische Schriftstellerin Véronique Ovaldé hat seit dem Jahre 2000 sechs Romane veröffentlicht, von denen zwei ins Deutsche übersetzt wurden: „Alles glitzert“ und „Die Männer im Allgemeinen gefallen mir sehr“ (beide erschienen im Kunstmann Verlag). In ihren Romanen erzählt sie märchenartige Geschichten, deren Inhalte tief im realen Leben verwurzelt sind. litaffin sprach mit ihr im Rahmen des rendez-vous littéraire über ihren neuen Roman, die Verhängnisse des Weiblichen und den Umgang mit Feminismus im 21. Jahrhundert.

Litaffin: Worum geht es in Ihrem neuesten Roman „Ce que je sais de Vera Candida“?

Ovaldé: Der Roman erzählt von vier Frauengenerationen, die auf einer imaginären Insel in Lateinamerika leben. Ich verwende in meinen Büchern immer imaginäre Orte. Mein Text erzählt von Frauen und ihrer Befreiung, von ihrem familiären Schicksal. Denn wie in vielen Familien hat man auch hier den Eindruck, dass die Dinge immer wiederholt werden.
Die Geschichte beginnt wie ein lateinamerikanisches Märchen. Mit Rose Bustamente, die Fischerin von fliegenden Fischen ist und Prostituierte war. Schließlich kommt die Geschichte im Alltag ihrer Enkelin an, die die Insel verlässt und zum Kontinent aufbricht. Um sich zu emanzipieren, muss sie allerlei Ereignisse und verschiedene Arten von Gewalt überwinden.
Read more

„Ich kann mir vorstellen, dass man da das Kotzen bekommt“

„Ich kann mir vorstellen, dass man da das Kotzen bekommt“

© Dylan Thompson (kamerakopf.de)

Finn-Ole Heinrich, der 2007 mit seinem Debütroman „Räuberhände“ auf sich aufmerksam machte, ist nicht nur Autor, sondern auch Filmemacher. Als er vor zwei Jahren drei kurze Filmsequenzen zu seinem Roman auf Youtube stellte, war der Hype um Buchtrailer gerade erst am entstehen. Litaffin sprach mit dem 27-Jährigen übers Bücherschreiben und Filmemachen, über perfekte Eltern und Putzfrauen im Schneideraum.

Read more