Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Kollektiv BR*OTHER ISSUES treten die beiden Performance-Künstler Johannes von Dassel und Moritz Sauer als Zwillinge auf. Sie sind schwule Männer, um genau zu sein sogenannte Twinks. Das steht im Szenejargon für schlank, unbehaart, junggeblieben und weiß, wie sie in ihrer ersten gemeinsamen Performance WINK’N TWINK im TiK Nord erklären. Twinks sind dadurch zugleich gesellschaftlich privilegiert und als von der Heteronorm Abweichende benachteiligt. Zwischen schwulem Klatsch und Tratsch bringen das die beiden Darsteller ziemlich genau auf den Punkt, obwohl sie das Performen auf der Bühne nach eigener Aussage mehr für sich selbst machen. Ich habe Tränen gelacht und war doch auch zu Tränen gerührt, als Johannes und Moritz beim tabulosen Berichten über ihre ersten sexuellen Erfahrungen plötzlich sehr zerbrechlich wirken.

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Und was macht man damit? #22 Lisa Wiedemuth

Und was macht man damit? #22 Lisa Wiedemuth

Niemals hätte Lisa gedacht, nach ihrem Studium der Kulturarbeit in einem Wirtschaftsunternehmen zu landen, das auch noch Bier verkauft. Seit 2014 unterstützt sie das Sozialunternehmen Quartiermeister mit ihren Ideen und ihrem Engagement. Quartiermeister ist das Bier für den Kiez, das seit fünf Jahren verkauft wird, um mit dem Erlös soziale und kulturelle Projekte in der Stadt zu unterstützen. Neben Lisas Aufgabenbereichen der Fördermittelvergabe, der Ehrenamtskoordination sowie der Pressearbeit, setzte sie sich stark dafür ein, dass aus dem Quartiermeister Bier die Quartiermeister*in wurde. Mit der weiblichen Pilsedition und unter dem schönen Motto #gleichesbierfüralle ist seit letztem Jahr auf der Hälfte aller Etiketten statt eines Mannes auch eine Frau zu sehen – We like! – und stellen hiermit die Mitinitiatorin Lisa Wiedemuth vor!

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Und was macht man damit? #21 Marie Krutmann

Und was macht man damit? #21 Marie Krutmann

Schreiben war schon immer voll ihr Ding. Bereits als Kind träumte Marie Krutmann davon, Bielefeld mit ihren Regionalkrimis so richtig aufzumischen. Ein paar Jährchen später widmete sie sich aber dann doch lieber Literatur-, Film-, oder Theaterkritiken und probierte sich als freie Journalistin für verschiedene Magazine und Blogs aus. Mittlerweile kümmert sich Marie um den Ullstein Verlagsblog resonanzboden und genießt dort, neben dem Blick durch bodentiefe Fenster, vor allem die Freiheit, eigene Ideen zu realisieren.  Mehr lesen

Und was macht man damit? #20 Susann Kretzschmar

Und was macht man damit? #20 Susann Kretzschmar

„Wer will die Buddenbrooks lesen und darüber ein Referat halten? Niemand? Dann macht das Susann.“ – Was ihr in der Schulzeit anfangs wie Schikane vorkam, entwickelte sich im Verborgenen letztendlich zum Wunsch, Germanistik zu studieren –  der Deutschlehrerin sei Dank. Mittlerweile arbeitet Susann Kretzschmar in der Deutschen Welle als Assistentin der Hauptabteilungsleiterin für Wirtschaft und Wissenschaft. Nebenher unterstützt sie StenographInnen im Bundestag mit ihren flinken zehn Fingern und „schreibt buchstäblich Geschichte“. Alles in allem nur Gewinne: Sprache, Politik und Journalismus. Um es in Susanns Worten zu sagen: toll, toll toll!  Mehr lesen

[PROSANOVA 17] AiRtists im Interview #1

[PROSANOVA 17] AiRtists im Interview #1

Von dem wunderbaren und neuen Programm Artists in Residence auf dem diesjährigen Prosanova haben wir euch ja bereits berichtet. Weil wir diese Idee toll finden und uns bekanntlich auch dem Support der jungen Literatur verschrieben haben, gibt es hier nun kleine Interviews mit den acht AiRtists. Im ersten Teil kommen Timo Brandt, Kristin Höller, Johannes Koch und Marcella Melien zu Wort und beantworten mal mehr, mal weniger konventionelle Fragen.

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[PROSANOVA 17] Die Künstlerische Leitung

[PROSANOVA 17] Die Künstlerische Leitung

Zoë Martin ist, man mag sagen, eine alte Häsin des PROSANOVA Festivals in Hildesheim. Wie es sich für sie anfühlt, nach drei Jahren des Wartens 2017 Teil der Künstlerischen Festivalleitung zu sein, hat sie uns in ein paar Fragen beantwortet. Let the PROSANOVA 17 fever begin! 

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Im Gespräch mit ZurQuelle

Im Gespräch mit ZurQuelle

Deutscher Vormärz, 1848. Die ersten Demokraten bilden – noch bevor es Parteien gab – Fraktionen. Es muss ein Name her und was eint mehr als die Lieblingskneipe, in der man sich mit politisch Gleichgesinnten nachts besinnungslos besoffen hat? Hinter klingenden Namen wie Donnersberg, Westendhall und Augsburger Hof verbarg sich das breite politische Spektrum der ersten deutschen Revolution.

2017. Zur Quelle. Eine Kneipe in Moabit – die Art an der man normalerweise vorbeigeht auf der Suche nach der nächsten Gin Tonic Bar. Hier wird noch allein an der Theke gechillt und ins Bier gestarrt. Die Musik variiert von feuchtfröhlichem Schlager bis zu guten altem Rock ’n‘ Roll. In dieser Hochburg von Zigarettenqualm, kaputten Spielautomaten und grölenden Mittvierzigern am Billardtisch trifft sich regelmäßig die ZurQuelle-Redakion. Nun sitzen hier die Zaubernden hinter dem preisgekrönten Studierendenmagazin: Anne, Robert und Patrick.

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