Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Gespräch mit BR*OTHER ISSUES

Im Kollektiv BR*OTHER ISSUES treten die beiden Performance-Künstler Johannes von Dassel und Moritz Sauer als Zwillinge auf. Sie sind schwule Männer, um genau zu sein sogenannte Twinks. Das steht im Szenejargon für schlank, unbehaart, junggeblieben und weiß, wie sie in ihrer ersten gemeinsamen Performance WINK’N TWINK im TiK Nord erklären. Twinks sind dadurch zugleich gesellschaftlich privilegiert und als von der Heteronorm Abweichende benachteiligt. Zwischen schwulem Klatsch und Tratsch bringen das die beiden Darsteller ziemlich genau auf den Punkt, obwohl sie das Performen auf der Bühne nach eigener Aussage mehr für sich selbst machen. Ich habe Tränen gelacht und war doch auch zu Tränen gerührt, als Johannes und Moritz beim tabulosen Berichten über ihre ersten sexuellen Erfahrungen plötzlich sehr zerbrechlich wirken.

Mehr lesen

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

„Huch, die kenne ich doch?“ Aus der Seminarbeschreibung ging hervor, dass wir uns in diesem Kurs meines Studiengangs Angewandte Literaturwissenschaft mit einem Debütroman des Suhrkamp Verlags beschäftigen würden – und zwar Monate vor dessen Erscheinen. Deshalb entfuhr mir ein leiser Ausdruck des Erstaunens, als der Hardcover-Einband von Außer sich mit dumpfem Geräusch vor mir auf dem Tisch landete. Sasha Marianna Salzmann steht in kleinen Lettern auf dem Umschlag. Der Name war mir doch allzu geläufig – allerdings aus keinem Bücherregal, sondern von meinen Streifzügen durch die Berliner Theaterlandschaft. Die Hausautorin des Maxim Gorki Theaters und ehemalige Leiterin der dortigen experimentellen Bühne Studio Я hatte sich also an einen Roman gewagt. Mehr lesen

„Musical ist nicht nur Show“

„Musical ist nicht nur Show“

Düster und sexy – so präsentieren sich die jungen Studierenden auf dem Plakat zu ihrem Musical-Projekt Lieber tot – und haben so wahrscheinlich auch meinen Blick gefangen, als ihre Werbung im Berliner Fenster aufflackerte. Traditionell stellt sich der zweite Jahrgang des Studiengangs Musical an der Universität der Künste (UdK) am Semesterende mit einer Musical-Collage vor. In diesem Jahr zeigten die zwölf Studierenden eine Neuinterpretation von William Shakespeares Romeo-und-Julia-Stoff. Mehr lesen

Und was macht man damit? #18 Sophia Zeil

Und was macht man damit? #18 Sophia Zeil

Schauspielerin ist sie nicht geworden, aber dem Zauber des Theaters konnte sich die junge Dresdnerin Sophia Zeil dennoch nicht ganz entziehen. Nach ihrem Studium der Editionswissenschaften an der FU Berlin arbeitet sie derzeit im Historischen Archiv der Sächsischen Staatstheater. Was sie dort genau macht und wie staubig es in so einem Archiv tatsächlich ist, berichtet sie als neue Kandidatin in unserer Reihe „Und was macht man damit?“. Mehr lesen

Und was macht man damit? #17 Svenja Heinrichs

Und was macht man damit? #17 Svenja Heinrichs

Bei dem, was gerade so auf den Bühnen und Leinwänden der Deutschen und Österreichischen Kultur zu sehen ist, da hat auch Svenja Heinrichs ein bisschen ihre Finger im Spiel. Die selbstständige Produktions- und Regieassistentin erzählt uns in einer neuen Ausgabe von „Und was macht man damit?“ wie ihr Sozialwissenschaftsstudium sie dahin gebracht hat, wo sie heute ist und sie beweist noch einmal: Sozial- und Geisteswissenschaftler gehören in kreative Berufe! Und können es sogar schaffen, dass ihre Filme auf der Berlinale laufen. Lest selbst:

Mehr lesen

Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Wenn man sich in der deutschen Verlagslandschaft umschaut, folgt die junge Literatur allzu oft einem ähnlichen Schema: Junge (hübsche) Autorinnen kommen frisch von der Schreibschule nach Berlin, um dort über ihre Partyerfahrungen zu schreiben. Dass das wenig originell und außerdem der absolut falsche Weg ist, um eine junge Leserschaft zu erreichen, finden die drei Gründer*innen des Korbinian VerlagsMarie hat Katharina, Sascha und David zum Interview getroffen und mit ihnen über ihre Verlagsgründung, den Literatursumpf und das Wetter geredet.  Mehr lesen

Die Theatermaschine lebt!

Die Theatermaschine lebt!

„Gießen? Was willst du denn dort?!“ So reagierten die meisten Hauptstädter – woher auch immer sie zugezogen waren – etwas überheblich auf meine Reisepläne. Aber zugegebenermaßen habe ich auch lange damit gehadert, das Exkursionsangebot zur Theatermaschine nach Gießen anzunehmen. Die Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universiät feiern dort jedes Jahr ihre Werkschau in Form eines Theaterfestivals. Eingeladen werden Studierende verwandter Studiengänge. So waren dieses Jahr vom 1. bis 5. Juni unter anderem Berliner von der FU, HU und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch vertreten, aber auch Theaterwissenschaftler aus Mainz und szenische Künstler aus Hildesheim. Mehr lesen

Im Gespräch mit Henrike Iglesias

Im Gespräch mit Henrike Iglesias

Wer ist diese Henrike Iglesias? Hinter dem Namen verstecken sich Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan und Sophia Schroth. Das Berliner Autorinnen- und Performerinnenkollektiv gründete sich 2012 in Hildesheim und macht Stücke über Frauen. Die Themen reichen von Pop bis Politik, über Persönliches zurück zu Populärem. Ich traf Marielle Schavan stellvertretend auf ein Eis. Wir sprachen über Stückentwicklungen, Tourneeerlebnisse und GRRRRRLs. Mehr lesen

Und was macht man damit? #7 Paul Spittler

Und was macht man damit? #7 Paul Spittler

So so, der ‚Zauber‘ ist es also, der es dem Jungregisseur Paul Spittler schon immer angetan hat. Nach einer Überdosis Harry Potter begab er sich schließlich selbst auf die Suche nach magischen Erlebnissen, und wo sonst kann man diese finden, wenn nicht im Theater. Mit sportlichen Ehrgeiz und seiner Zauberformel — Leben heißt Lernen, und Probieren geht über Studieren — hat sich der junge Mann vor, während und nach seinem Studium immer wieder aufs Neue mit Herz und Leib der Schönheit des Theaters hingegeben. Seit diesem Jahr führt Paul mit größtmöglicher Sorgfalt das Regiebuch am Wiener Volkstheater und übernimmt alle anfallenden künstlerischen, technischen sowie organisatorischen Aufgaben eines Regieassistenten. Im ‚Händchen halten‘ und ‚Prügel einstecken‘ ist er mittlerweile Meister und auf alles weitere dürfen wir uns jetzt schon freuen. Hiermit geht die Reihe „Und was macht man damit?“ in die nächste Runde. Also dann, Vorhang auf und Bühne frei für Paul, und bitte! 

Mehr lesen

Hidden Stories: Ein Theaterprojekt von & mit Jugendlichen

Hidden Stories: Ein Theaterprojekt von & mit Jugendlichen

Die blu:boks in Berlin ist eine sozial-kulturelle Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche, die regelmäßige Kreativ-Workshops anbietet. Darunter ist auch ein Schauspiel-Workshop, der von der jungen Theaterwissenschaftlerin und pädagogischen Mitarbeiterin Franziska Strepp geleitet wird. Eva hat die Jugendlichen (Lisa,  Laura, Jaclyn, Lukas, Lucas) und Franziska während einer Probe zum Stück „Hidden Stories“ getroffen.

Mehr lesen

Pinocchio im Zuckerrausch

Pinocchio im Zuckerrausch

Die Geschichte vom kleinen Pinocchio kennen wir alle. Dachten wir zumindest. Doch wie so oft, haben sich die Disney-Bilder wie ein Zuckerfilm über das Original gezogen. Die Performance-Gruppe bösediva liefert mit ZUCKER I : PINOCCHIO einen drastischen Gegenentwurf zu „Walt Disneys Diktatur des Zuckerglücks“ und schickt alle Illusionisten auf Entzug. Der perfekte Ort für ihre Mission: das alte Krematorium Wedding. Respekt für alle, die danach noch Lust auf Zuckerwatte haben! Mehr lesen