„Musical ist nicht nur Show“

„Musical ist nicht nur Show“

Düster und sexy – so präsentieren sich die jungen Studierenden auf dem Plakat zu ihrem Musical-Projekt Lieber tot – und haben so wahrscheinlich auch meinen Blick gefangen, als ihre Werbung im Berliner Fenster aufflackerte. Traditionell stellt sich der zweite Jahrgang des Studiengangs Musical an der Universität der Künste (UdK) am Semesterende mit einer Musical-Collage vor. In diesem Jahr zeigten die zwölf Studierenden eine Neuinterpretation von William Shakespeares Romeo-und-Julia-Stoff. Mehr lesen

Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Im Gespräch mit dem Korbinian Verlag

Wenn man sich in der deutschen Verlagslandschaft umschaut, folgt die junge Literatur allzu oft einem ähnlichen Schema: Junge (hübsche) Autorinnen kommen frisch von der Schreibschule nach Berlin, um dort über ihre Partyerfahrungen zu schreiben. Dass das wenig originell und außerdem der absolut falsche Weg ist, um eine junge Leserschaft zu erreichen, finden die drei Gründer*innen des Korbinian VerlagsMarie hat Katharina, Sascha und David zum Interview getroffen und mit ihnen über ihre Verlagsgründung, den Literatursumpf und das Wetter geredet.  Mehr lesen

HAM.LIT 2016

HAM.LIT 2016

Viel zu schnell ist sie vergangen, die wunderbare, lange Nacht der jungen Literatur und Musik in Hamburg vergangene Woche: HAM.LIT. Der Abend bot ein vielseitiges Programm. Mit dabei: Heinz Helle, Teresa Präauer, Thomas von Steinaecker, Rasha Khayat und viele andere AutorInnen. Als musikalische I-tüpfelchen brillierten Enno Bunger, Lùisa und Talking to Turtles. Mehr lesen

Welcome to Bavaria. Das Erbe der Biermösl Blosn

Welcome to Bavaria. Das Erbe der Biermösl Blosn

Der Anlass der Nachricht ist irgendwie traurig, die Urheber dagegen gehören zum Komischsten, was das deutschsprachige (Musik-)Kabarett zu bieten hat: Die Biermösl Blosn lösen sich auf. Das haben die drei Brüder Hans, Christoph und Michael Well für Anfang 2012 angekündigt. Sie hinterlassen ein gewichtiges Erbe – für Bayern UND Preußen. Mehr lesen

Mixtape: Die 10 besten Songtexte

Mixtape: Die 10 besten Songtexte

Sie sind hochpoetisch, mal melancholisch, mal gewitzt, absurd oder einfach nur schön: Songtexte deutscher Musiker können sich hören lassen – und das auch ohne akustische Stütze. Das bewies beispielsweise Max Herre, füherer Freundeskreis-Frontman, der im letzten Jahr auf der lit.Cologne zu Gast war: Er las seine Texte ohne Band im Rücken – ein voller Erfolg, wie ihr bei einem meiner Lieblingsblogger nachlesen könnt.

Das Verhältnis von Poesie und Songtext lotet nun zum ersten Mal auch das Poesiefestival Berlin aus: Am Freitag diskutieren zunächst Literaturwissenschaftler, Autoren und Musiker zum Thema „Lyriks. Songtexte als Dichtung“ – im Anschluss daran verwirklichen PeterLicht, Gustav und Thomas Meinecke die Theorie in tanzbare Praxis. Ein schöner Anlass, um meine Lieblingszeilen aus den 10 besten deutschen Songs zusammenzustellen. Voilà! Mehr lesen

As Smart As We Are – Literatur, Musik und eine Planänderung

As Smart As We Are – Literatur, Musik und eine Planänderung

Die interessantesten Momente beginnen oft mit einem Geständnis. Hier kommt meins:
Es sollte eigentlich um den Konzertpianisten a.D. und Schriftsteller Alfred Brendel gehen, um die Verbindung zweier Kunstformen in einer Person und um den Begriff des „Musikschriftstellers“, der ihm vom Feuilleton gerne aufgetragen wird und gegen den er sich mindestens genauso gerne wehrt, wie gegen Hustenanfälle in Konzertsälen.

Ich hatte bereits alles vorbereitet. Mein aktueller Bezug sollte Brendels Lyrik-Lesung in der Berliner Philharmonie sein, von der ich etwas enttäuscht war. Zudem besorgte ich mir das im Hanser Verlag erschienene Buch Nach dem Schlussakkord. Die Enttäuschung über die Lesung wollte ich mit dadaistischen Verweisen verknüpfen, da sich Alfred Brendel als Lyriker selbst in diese Tradition einreiht. Aber wie es nun einmal so ist mit Situationen, in denen Geständnisse auftauchen, kam es auch hier anders, als zunächst vermutet. Mehr lesen