Ich heiße Fatima Daas

Ich heiße Fatima Daas

Fatima Daas ist Französin, gläubige Muslima, Feministin und Lesbe. Gefangen zwischen den traditionellen Rollenbildern ihrer muslimischen Eltern und ihrer Homosexualität versucht sie, ihre inneren Widersprüche zu vereinbaren. Sie fühlt sich zerrissen zwischen den Welten und will sich nicht für eine entscheiden müssen. Stattdessen erhebt sie ihre Stimme: Mutig, laut und entschlossen stellt sie sich uns in ihrem Debütroman Die jüngste Tochter vor.

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Zwischen Tagebuch und Theoriesammelsurium: Ich denk, ich denk zu viel

Zwischen Tagebuch und Theoriesammelsurium: Ich denk, ich denk zu viel

Eine Hymne an das Butterbrot, Jean-Paul Sartre über das Schwindelgefühl und Bologna zwischen Bildungsreform und Songtext. All das und noch viel mehr vereint Nina Kunz in ihrem Buch Ich denk, ich denk zu viel. Auf 180 Seiten lädt uns die Kolumnistin in ihre Gedankenwelt ein, teilt ihre Krisen, Zweifel und Sehnsüchte und zeichnet ein facettenreiches Bild unserer Gegenwart, das vor allem zeigt, dass wir viel zu viel nachdenken.

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Emma Jane Unsworth: Adults

Emma Jane Unsworth: Adults

Dieses Erwachsensein

Emma Jane Unsworths neuer Roman „Adults“ zeigt schonungslos die Tücken unserer heutigen Gesellschaft auf. Social-Media-Abhängigkeit, ungesunde Arbeitshaltung und die kaputte Beziehung zur Mutter sind nur einige der Verwicklungen, denen Protagonistin Jenny McLaine ausgeliefert ist. Als sie dann noch entlassen wird, ihr Freund sie ausgerechnet für ihr Instagram-Idol verlässt und ihre Mutter bei ihr einzieht, ist das Chaos perfekt und die Midlife-Crisis in vollem Gange. Ein rasanter, witziger und brutal ehrlicher Roman, der sich als ziemlich tiefgründig entpuppt.

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Ditch Platon!

Ditch Platon!

Es knallt. Rot auf lila, Philosophie auf Frauen. Die eine oder der andere mag kurz stutzen, fallen uns doch vor allem männliche Namen ein, wenn wir nach den philosophischen Größen der Geschichte gefragt werden. Das sind die beiden jungen britischen Philosophinnen Rebecca Buxton und Lisa Whiting leid und starten einen Crowdfunding-Aufruf mit eben jener Frage: Wie viele Philosophinnen kennen wir eigentlich? 

Die Ratlosigkeit ist erschreckend, nicht eine der befragten Personen vermag eine Philosophin aufzuzählen. So findet das unkonventionelle Buchprojekt großen Anklang und rasch stehen genügend Mittel zur Verfügung. Ergebnis ist die Anthologie Philosophinnen, die dieses Frühjahr in deutscher Übersetzung erschien und weiblichen Philosophinnen jene breite außeruniversitäre Anerkennung schenkt, die sie verdient haben.

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Lux: Eine toxische Beziehung und ein Roadtrip

Lux: Eine toxische Beziehung und ein Roadtrip

Lux hat viele Ängste. Um sich diesen Gefühlen zu stellen und ihrer Vergangenheit zu entfliehen, fliegt sie kurzerhand in die USA. Dort begegnet sie während einer Busfahrt der wunderschönen Kat. Gemeinsam starten sie einen Roadtrip durch die amerikanische Landschaft. Olivia Kuderewski beschäftigt sich in ihrem Debüt „Lux“ mit einer toxischen Beziehung, die sich durch Zuneigung und gleichzeitig Misstrauen und Machtspielen entwickelt.

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Melodie Michelberger: „Leben mit angezogener Handbremse“

Melodie Michelberger: „Leben mit angezogener Handbremse“

von Mara Hartung & Victoria Lückemann

Gestern 90-60-90, heute am besten gar kein Gramm mehr auf den Rippen: Die Gesellschaft gibt seit jeher vor, wie Frauen auszusehen haben. Weichen sie vom Ideal ab, sollen sie wenigstens sich selbst lieben. Auf etlichen Ebenen erfahren dadurch mehrgewichtige Personen Diskriminierung. Melodie Michelberger nimmt uns mit auf ihre persönliche Körperreise, die schon im frühen Kindesalter beginnt. Sie erzählt von ihren Kämpfen, ihren Erfolgen und von den Menschen, die sie zu der Person gemacht haben, die sie heute ist. In ihrem Buch Body Politics zeigt sie eindrücklich, dass dicke Körper vor allem eins sind: politisch.

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