Ein Buch wie ein Traum: Marion Poschmann „Die Kieferninseln“

Ein Buch wie ein Traum: Marion Poschmann „Die Kieferninseln“

Zartheit und subtiler Sprachwitz zeichnen Marion Poschmanns 2017 erschienen Roman Die Kieferninseln aus. Die Autorin, die vor allem für ihre Lyrik bekannt ist, sorgt auch mit ihren Prosawerken immer wieder für Aufmerksamkeit. So verwundert es nicht, dass Die Kieferninseln direkt auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis stand und sie für ihr Werk mit dem Berliner Buchpreis 2017 ausgezeichnet wurde. Dieser ist nicht nur mit einem Preisgeld von 30.000 Euro dotiert, sondern beinhaltet auch die Berufung auf die Gastprofessur für deutschsprachige Poetik der Stiftung Preussische Seehandlung an der Freien Universität Berlin, die Poschmann im Sommersemester dieses Jahres antritt.

Ein Grund mehr, um sich genauer mit ihrem aktuellen Roman zu beschäftigen. Mehr lesen

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Die Universität: Studieren und Vegetieren eines Protagonisten

Halbzeit: Andreas Maiers Die Universität ist seit Februar raus, Band sechs seines elfteiligen autobiografischen Romanzyklus Ortsumgehungen. Für Andreas Maier beginnt die Studienzeit und das junge Leben könnte jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Jedoch die Sinnlosigkeit eines Lebens, das bislang nur mit Philosophie, ein bisschen Philologie und ein bisschen mehr Alkohol gefüllt wird, vermag keinen Lebensfrühling zu erwecken – bis Gretel Adorno (ja! Adorno!) mit schmerzhaft langen Fingernägeln und im Rollstuhl erscheint. Ein kurzer Roman, der erzählerisch vor sich hin schleicht, an dessen sprachlichem Können und Witz man jedoch seine Freude haben kann – inklusive selbstkritischem Humor für Geisteswissenschaftler*innen. Mehr lesen

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

Vor Frust „außer sich“ vor Freude

„Huch, die kenne ich doch?“ Aus der Seminarbeschreibung ging hervor, dass wir uns in diesem Kurs meines Studiengangs Angewandte Literaturwissenschaft mit einem Debütroman des Suhrkamp Verlags beschäftigen würden – und zwar Monate vor dessen Erscheinen. Deshalb entfuhr mir ein leiser Ausdruck des Erstaunens, als der Hardcover-Einband von Außer sich mit dumpfem Geräusch vor mir auf dem Tisch landete. Sasha Marianna Salzmann steht in kleinen Lettern auf dem Umschlag. Der Name war mir doch allzu geläufig – allerdings aus keinem Bücherregal, sondern von meinen Streifzügen durch die Berliner Theaterlandschaft. Die Hausautorin des Maxim Gorki Theaters und ehemalige Leiterin der dortigen experimentellen Bühne Studio Я hatte sich also an einen Roman gewagt. Mehr lesen

Und was macht man damit? #19 Chris Möller

Und was macht man damit? #19 Chris Möller

Zum Glück hat sich Chris Möller gegen Tropenhut und eine Karriere als Naturforscherin entschieden und ist somit in den sogenannten Literaturbetrieb gestolpert. Sie ist Mitbegründerin der Lesereihe Kabeljau & Dorsch und absolviert derzeit ihr Volontariat im Suhrkamp Verlag. Vorhang auf: 

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Sommer 2016: Das liest die Litaffin Redaktion #1

Sommer 2016: Das liest die Litaffin Redaktion #1

Sommer, Sonne, Strandlektüre und die Litaffin Redaktion mittendrin. Für heiße Tage, lange Nächte und langersehnte Urlaube haben wir für euch unsere Lieblingsbücher zusammengestellt. Alle, die noch auf der Suche nach der passenden Strandlektüre sind oder die sich noch mit Lesestoff für unterwegs eindecken wollen, sollten unbedingt ein Auge auf unsere erfrischende Auswahl werfen!  Mehr lesen

Weihnachten 2015 // Buchempfehlungen der LITAFFIN-Redaktion // Teil 2

Weihnachten 2015 // Buchempfehlungen der LITAFFIN-Redaktion // Teil 2

Bald ist Weihnachten und ihr wisst schon wieder nicht, mit welchen Geschenken ihr eure Verwandten oder Freunde erfreuen könnt? Wir finden: Mit einem guten Buch kann man nichts falsch machen. Welche Bücher wir von Litaffin verschenken, erfahrt ihr in unseren Redaktionsempfehlungen Teil 2: Mehr lesen

Ein Buch, zwei Meinungen – Meinung Nr. 1

Ein Buch, zwei Meinungen – Meinung Nr. 1

Wer kennt das nicht: Ein Buch und unzählig viele Meinungen dazu. Gute Bücher regen zur Diskussion an, da jeder Leser und jede Leserin etwas anderes in ihnen sieht und liest. Besonders deutlich wird das, wenn man Rezensionen zu Büchern verfassen muss, denn hier muss man eindeutig Stellung beziehen und kann sich keine Unklarheiten in der Beurteilung erlauben. Wie unterschiedlich die Sichtweise auf ein und dasselbe Buch ausfallen kann, wollen wir hier im direkten Vergleich zeigen. Eleonora Pauli und Anna Seibt (Meinung Nr. 2) über Annika Scheffels zweiten Roman Bevor alles verschwindet (Suhrkamp, Februar 2013). Mehr lesen

Ein Buch, zwei Meinungen – Meinung Nr. 2

Ein Buch, zwei Meinungen – Meinung Nr. 2

Wer kennt das nicht: Ein Buch und unzählig viele Meinungen dazu. Gute Bücher regen zur Diskussion an, da jeder Leser und jede Leserin etwas anderes in ihnen sieht und liest. Besonders deutlich wird das, wenn man Rezensionen zu Büchern verfassen muss, denn hier muss man eindeutig Stellung beziehen und kann sich keine Unklarheiten in der Beurteilung erlauben. Wie unterschiedlich die Sichtweise auf ein und dasselbe Buch ausfallen kann, wollen wir hier im direkten Vergleich zeigen. Eleonora Pauli (Meinung Nr. 1) und Anna Seibt über Annika Scheffels zweiten Roman Bevor alles verschwindet (Suhrkamp, Februar 2013). Mehr lesen

E-Publishing für das Sachbuch – Neue Formate von der Single bis zur App

E-Publishing für das Sachbuch – Neue Formate von der Single bis zur App

Die digitale Revolution ist in vollem Gange, auch der Buchmarkt steckt mittendrin. eBooks sind auf dem Vormarsch, und gerade im Sachbuchbereich bieten neue Möglichkeiten zur Gestaltung von Inhalten viele Chancen. Durch Multimedia oder Animation können Inhalte visualisiert und unter unterschiedlichen Aspekten beleuchtet werden. Das Spektrum des E-Publishing reicht vom digitalen Text bis zur interaktiven App. Welche neuen Formate sich in den letzten zwei Jahren aus den Experimenten im digitalen Sachbuch ergeben haben gibt es im Folgenden im Überblick. Mehr lesen

„Eine offene Stadt der Bücher“: Buenos Aires lädt zur Buchmesse

„Eine offene Stadt der Bücher“: Buenos Aires lädt zur Buchmesse

Anm. d. Red. [06.03.2018]: Der Autor des folgenden Beitrags, Johannes Schüller, schrieb in den Jahren 2010 und 2011 für Litaffin. Mittlerweile bewegt er sich in rechtspopulistischen Kreisen und gilt als Mitbegründer der Identitären Bewegung in Deutschland. Wir, die Litaffin-Redaktion, wollen uns hiermit ausdrücklich von Johannes Schüller und jeglichem rechten Gedankengut distanzieren. 


Während die Leipziger Buchmesse diese Woche ruhig anläuft, scheint ihr südamerikanisches Pedant, die 37. „Feria Internacional del Libro de Buenos Aires“, mit einem handfesten Literaturskandal zu beginnen. Inzwischen hat sich auch Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner eingeschaltet. Denn niemand geringeres als der Literaturnobelpreisträger von 2010, der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa, provoziert den Unmut argentinischer Intellektueller. Doch die weltweit größte spanischsprachige Buchmesse bietet vom 20. April bis zum 9. Mai 2011 glücklicherweise auch unpolitischere Themen. Die Besucher erhalten ab Ende April einen Einblick in die lebendige Literaturszene Argentiniens und dürften auch dem einen oder anderen deutschen Stand begegnen.

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