Wortwelten Cover1Sherko Fatahs neuer Roman Ein weißes Land (Luchterhand) wird von Thomas E. Schmidt (Die Zeit) als Beispiel angeführt, „wie welthaltig die deutsche Literatur geworden ist.“ Dieser Welthaltigkeit widmet sich die seit 2007 jährlich in Bremen stattfindende globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur. Eingeladen werden Autorinnen und Autoren, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Geburtsland verließen und versuchen, in der Fremde „heimisch“ zu werden. Sie besitzen also nach dem Ordnungskriterium des statistischen Bundesamtes einen „Migrationshintergrund“. Ihre Diskussionsbeiträge werden jeweils in Publikationen des Ulrike Helmer Verlag zusammengetragen.

Im aktuellen Band WortWelten wird im Allgemeinen das Verhältnis von Sprache und Schreiben thematisiert und im Besonderen der literarische Umgang mit Grenzerfahrungen (Krieg, Diktatur, Flucht, Exil). Hierbei wird vor allem das Dilemma deutlich, in dem sich manche Autoren befinden beziehungsweise in das sie unfreiwillig gedrängt werden. Abbas Khiders Unbehagen wuchs, als sein Debütroman Der falsche Inder (Nautilus) „nur“ inhaltlich besprochen wurde. Die formalen Aspekte, die die Flucht des Protagonisten aus dem Irak plastisch vor Augen führen, wurden hingegen von der Literaturkritik sträflich vernachlässigt. Aber gerade für sein Handwerk möchte der Autor Anerkennung erhalten und nicht nur weil er eine gute Geschichte zu erzählen hat. » Weiterlesen…

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181937 10150142273516140 289105826139 8539201 1653913 N1-300x225Das Baby kann schon sprechen und laufen: Litaffin wird stolze zwei Jahre alt. In diesen Jahren ist viel passiert – im und außerhalb des Blogs.

Und das wollen wir mit allen FreundInnen, AutorInnen, RedakteurInnen und natürlich LeserInnen des Blogs gebührlich feiern. Wie schon im letzten Jahr laden wir dafür in den Buchhändlerkeller in Berlin-Charlottenburg ein.

Zweiter Litaffin-Geburtstag am 18. Februar 2012 – diesen Termin sollte man sich merken!

Es wird ein kleines, aber äußerst exquisites Programm mit Wort, Musik und Sensationen zum Auftakt des Abends geben. Danach wollen wir feiern, tanzen und unsere Tresendiensthabenden ordentlich beschäftigen.

Alle weiteren Informationen, etwa den genauen Beginn der Veranstaltung, gibt es rechtzeitig hier auf Litaffin zu lesen. Es ist also immer gut, uns regelmäßig zu besuchen. Sowieso!

Von Sarah Ehrhardt und Lisa Heyse.

Blogrundschau2

Vor ziemlich genau einem Jahr hat litaffin mit der ersten Blogrundschau einen Blick in die Zukunft gewagt. Damals haben wir das Netz durchstreift und versucht herauszufiltern, welche Trends die Buchbranche 2011 beschäftigen würden – heute werfen wir einen Blick zurück und prüfen, was sich tatsächlich getan hat: Welche Themen haben sich nur als kurzlebige Trends erwiesen, was hat das Jahr wirklich geprägt und wird auch in Zukunft noch Thema sein?

1. Social Reading

Über die genuin soziale Komponente des Lesens und die daraus resultierenden Möglichkeiten, die sich der Branche bieten, berichtete Booksquare-Bloggerin Kassia Krozser schon 2010 in einem sehr lesenswerten Artikel. Laut Krozser bestehe die Herausforderung darin, den Austausch so zu organisieren, dass er keinen Mehraufwand für die Leserschaft bedeute.
Ist das gelungen? » Weiterlesen…

DunkelheitWährend draußen die Lichter weihnachtlich blinken und glitzern, beschäftigt sich der Dahlemer Diwan in diesem Monat mit dem Thema Literatur und Dunkelheit. Die Radiosendung wird von FU-Studenten im Rahmen des Seminars Literatur im Radio produziert und läuft monatlich eine Stunde lang auf Radio ALEX  (Antenne 88,4 MHz und 90,7 MHz). Wir erkunden die Faszination des Bösen, sprechen über den Ruf des deutschen Krimis, besuchen einen literarischen Ort der Zuflucht aus dem Zweiten Weltkrieg und finden heraus, was es eigentlich mit der Apokalypse auf sich hat.

Hier ein Teil der Sendung vom 09.12.2011:

Beitrag: Der Zauberberg (Miriam Wienhold)

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Beitrag: Krimis (Sarah Ehrhardt)

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Beitrag: Apokalypse (Sarah Ehrhardt)

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Der nächste Dahlemer Diwan läuft am 06.01.2012 um 16 Uhr. Wer es noch nicht getan hat, kann sich bis dahin auf litaffin noch einmal vergangene Beiträge zum den Themen “Science Fiction und Utopie” oder “Transmedialität” anhören.

Foto: © Flickr CC The Library of Virginia

Unser Adventsbeitrag zur allwinterlich-vorweihnachtlichen Geschenkproblematik.

Teil 4: “Das Graveyard Buch” von Neil Gaiman. Die deutsche Ausgabe ist 2010 im Arena Verlag erschienen.

Präsentiert von Theresa Kellner.

IMG 02811Landauf, landab hört man immer wieder, das Medium Buch sei dem Untergang geweiht. Allenfalls in Form des eBooks werde es überleben. Aber für die gedruckte Ausgabe brechen schwierige Zeiten an. Grund genug, einmal das Gespräch mit einem Buchhändler zu suchen und eine alte Reihe wieder aufleben lassen. Nachdem wir bereits der Hammett-Krimibuchhandlung, Zadig und Another Country ein Besuch abgestattet haben, befinden wir uns nun in der Tucholsky-Buchhandlung in Mitte.

Hier werden Bücher zur Schau gestellt, wie es anderswo nur Bestsellern vorbehalten ist. Wo bitte schön wird einem die Möglichkeit geboten, Christof Wackernagels überbordende Traumtrilologie es durchzublättern? Wo sonst bekommt den Verlag Edition Schwarzdruck präsentiert, dessen Bücher lediglich eine Startauflage von 333 Exemplaren umfassen? Prinzipiell scheint die Verbindung von Kultur und Geschäft kein öder Marketingtrick, sondern ein eingelöstes Versprechen zu sein. Wir sprechen mit dem Inhaber Jörg Braunsdorf über seinen Werdegang, seine Arbeitsphilosophie und die Vor- und Nachteile des Internets.

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Unser Adventsbeitrag zur allwinterlich-vorweihnachtlichen Geschenkproblematik.

Teil 3: “Für Eile fehlt mir die Zeit” von Horst Evers, erschienen im Rowohlt Verlag.

Präsentiert von Insa Kohler.

Von Caroline Merz und Theresa Kellner.

Readmill3-200x300Die Regale reichen vom Boden bis zur Decke – idealer Stauraum für eine Unmenge an Büchern – doch sie sind leer. Eine Vorahnung? Eine Metapher für die nahende Zukunft ohne physische Bücher? Im Hauptquartier von Readmill scheint dies längst Realität geworden zu sein. Mit Blick auf die Spree hat sich das junge Start-up-Unternehmen ein Büro ganz im Stil seiner Vision eingerichtet. Modern, Digital, Vernetzt, ganz so wie sich Henrik Berggren und David Kjelkerud ihr Projekt vorstellen.

Vor drei Monaten sind die beiden Schweden nach Berlin gezogen, um hier, in der „most energizing city“, Readmill umzusetzen. Im Augenblick befindet sich das Projekt noch in der  Betaphase. Am 6. Dezember gegen Abend (also heute!) soll Readmill dann aber der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Doch was heißt denn eigentlich Readmill? » Weiterlesen…

Unser Adventsbeitrag zur allwinterlich-vorweihnachtlichen Geschenkproblematik.

Teil 2: “Super Sad True Love Story” von Gary Shteyngart, erschienen im Rowohlt Verlag.

Bücher statt Socken #2 from www.litaffin.de on Vimeo.

Präsentiert von Caroline Merz

Den Litaffin-Artikel zur Lesung Shteyngarts findet ihr hier.

DSC 0340 2Benedict Wells ist der jüngste Autor, der bei Diogenes jemals unter Vertrag genommen wurde, und der mit gerade einmal 27 Jahren vor kurzem sein drittes Buch veröffentlicht hat. Letzten Sommer kam sein Roman „Fast genial“ auf den Markt, mit dem er zurzeit quer durch Deutschland tourt. Mit seinem neuen Buch in der Hand, an einem Tisch und mit einem Glas Wasser, befindet er sich fast jeden Tag in einer anderen Stadt und liest dabei für ein ständig wechselndes Publikum.

Soeben kommt er aus dem Süden Deutschlands und befindet sich nun wieder einige Tage in seiner alten Heimat Berlin, wo das mit dem Schreiben eigentlich erst so richtig angefangen hat. Wir haben ihn bei seiner Lesung in der Buchhandlung Kisch&Co im Park Café getroffen. Der Erlös dieser Lesung geht – „ganz wichtig“, so Benedict – an das Projekt „Ghetto Romantik“. Wir haben vorab mal nachgefragt, was er uns zum Leben auf Lesereise, zum Schreiben allgemein und auch zu „Fast genial“ speziell sagen kann und was er für Pläne und Projekte für die Zukunft hat.

Litaffin: Jetzt ganz ehrlich, hat man sein eigenes Buch irgendwann satt, wenn man Tag für Tag daraus vorlesen muss? » Weiterlesen…

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